Im Sommer 2025 kam der Offensivspieler als Hoffnungsträger von Ajax nach Düsseldorf. In den ersten Wochen spielte der Linksfuß stark auf. Dann begann bei Rasmussen eine merkwürdige Entwicklung, die einer Achterbahnfahrt glich. So hat er die Phase aufgearbeitet.
Düsseldorf · Im Sommer 2025 kam der Offensivspieler als Hoffnungsträger von Ajax nach Düsseldorf. In den ersten Wochen spielte der Linksfuß stark auf. Dann begann bei Rasmussen eine merkwürdige Entwicklung, die einer Achterbahnfahrt glich. So hat er die Phase aufgearbeitet.
Mittlerweile ist der letzte Tag von Christian Rasmussen in Düsseldorf schon mehr als zwei Monate her. Am Tag nach dem Abstieg in Fürth kam die Abstiegsmannschaft noch einmal am Arena-Sportpark zusammen, anschließend gingen die Spieler ihrer Wege – für den Großteil des Teams geht es ohne Fortuna-Wappen auf der Brust weiter. Das gilt auch für Rasmussen, der beim VfL Bochum einen neuen Anlauf startet. Allerdings blickt er vor dem ersten Pflichtspiel für seinen neuen Arbeitgeber noch einmal auf die Zeit mit Fortuna zurück.
Die Entwicklung rund um Rasmussen ist ein Sinnbild für die Achterbahnfahrt der Düsseldorfer in der Vorsaison. Bei seinen ersten Auftritten nach dem Wechsel aus Amsterdam zu Fortuna glänzte der Offensivspieler. Nicht wenige rechneten mit einer Saison mit einer zweistelligen Anzahl an Torbeteiligungen, letztlich wurden es sechs – und gerade Rasmussens Rückrunde verlief völlig verkorkst. Im Interview mit der „WAZ“ ging Rasmussen auf die Erlebnisse aus der Vorsaison ein: „Als ich nach Düsseldorf gekommen bin, hatte sich viel verändert und natürlich waren die Ergebnisse nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber ich blicke nun nach vorn, habe aus dem vergangenen Jahr meine Schlüsse gezogen.“ Wie genau das aussieht und welche Wirkung dieser Prozess mit sich bringt, werden natürlich die kommenden Monate zeigen.
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Angesprochen auf die Vorsaison wechselte Rasmussen im Interview kurzzeitig die Sportart – und versuchte, seine Situation mit einer Metapher einzuordnen: „Mein Vater hat mich mit einem Spruch aus dem Golf geprägt: Wenn man immer nur an das eine Loch denkt, an dem man gerade schlecht gespielt hat, beeinflusst das auch das nächste Loch – so kommt man auf dem Platz nicht weiter. So versuche ich, auch beim Fußball zu denken.“ Rasmussen ergänzte: „Ich habe das Kapitel Fortuna Düsseldorf geschlossen und schlage hier ein neues auf.“
Im Fortuna-Umfeld war durchaus ein Diskussionsthema, ob Rasmussen stets an seine Grenzen gegangen ist, um dem Verein zu helfen. Eine weitere Äußerung des 23-Jährigen lässt darauf schließen, dass er selbst durchaus noch Potenzial entdeckt hat, um an sein Maximum zu kommen: „Ich habe das Schlimmste selbst erlebt, was es im Fußball gibt: Absteigen. Das fühlt sich richtig mies an. Aber es war auch, als hätte man mir die Augen geöffnet. Deshalb arbeite ich noch mehr, muss mich mehr fokussieren. Ich weiß nun umso mehr, dass ich jeden Tag hart arbeiten muss und jeden Tag mein Bestes auf den Platz bringen muss.“
Unter dem ehemaligen Fortuna-Trainer Uwe Rösler nimmt der Linksfuß nun einen zweiten Anlauf im deutschen Fußball. Wenn ein Spieler alles für den Verein gibt, ist Rösler für seine nahbare Art bekannt – wenn er aber nicht mitzieht, ist es nicht selten, dass der Coach das auch öffentlich und deutlich moniert. Allein unter diesem Hintergrund wird es spannend sein, Rasmussens Entwicklung beim VfL zu beobachten. Die Marke von sechs Torbeteiligungen aus seiner ersten Zweitliga-Saison will er sicherlich toppen.