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Ohne Pressekonferenz: Trumps Treffen mit Netanjahu und Selenskyj enden unklar

Дата публикации: 29-07-2026 02:55:00




Das Weiße Haus knausert mit Informationen darüber, was der US-Präsident in separaten Treffen mit dem israelischen Regierungschef und dem ukrainischen Präsidenten besprochen hat. Was Netanjahu und Selenskyj verraten.



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Ohne Pressekonferenz Trumps Treffen mit Netanjahu und Selenskyj enden unklar

Trauerfeier und Trump-Treffen in Washington: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (l.) spricht mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (r.).

Trauerfeier und Trump-Treffen in Washington: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (l.) spricht mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (r.).

Foto: Getty Images via AFP/CHIP SOMODEVILLA

Washington · Das Weiße Haus knausert mit Informationen darüber, was der US-Präsident in separaten Treffen mit dem israelischen Regierungschef und dem ukrainischen Präsidenten besprochen hat. Was Netanjahu und Selenskyj verraten.

Beim Verlassen des Weißen Hauses veröffentlichte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, eine Mitteilung auf X, in der sie erklärte, dass Trump seine Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj abgeschlossen habe. „Beide Treffen waren positiv und produktiv“, schrieb sie. Die Gespräche hatten am Dienstag hinter verschlossenen Türen stattgefunden.

Selenskyj spricht von US-Zusage für Lizenz zum Bau von Patriot-Abfangraketen

Das Gespräch zwischen Trump und Selenskyj endete US-Medien zufolge nach einer guten Stunde. Der Republikaner ließ auf seiner Plattform Truth Social lediglich wissen, dass das Treffen mit Selenskyj „sehr gut“ gelaufen sei. Auch Selenskyj bezeichnete das Treffen in einem Interview des Fox-News-Moderators Sean Hannity als „sehr gut“.

Laut Selenskyj soll Trump der Ukraine die vielfach geforderten Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen zugesichert haben. „Er hat zugesagt, uns die Lizenzen zu erteilen“, sagte Selenskyj in dem Interview. Er hofft dadurch, die Produktion der dringend benötigten Abwehrraketen selbst schneller steigern zu können. Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur dpa.

Stunden zuvor hatte Selenskyj sich noch vorsichtiger ausgedrückt. Bei dem Treffen im Weißen Haus hätten er und Trump über die Luftabwehr des von Russland angegriffenen Landes gesprochen. Es sei um eine Stärkung der ukrainischen Flugabwehr gegen russische Raketenangriffe gegangen, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. „Der Präsident und ich haben über Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen gesprochen und andere Dinge, die helfen können“, schrieb er.

Netanjahu will mit Trump über den Iran gesprochen haben

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte nach eigenen Angaben ein „ausgezeichnetes“ Treffen mit US-Präsident Donald Trump. In einem auf seinem Instagram-Konto veröffentlichten Video bezeichnete Netanjahu sein Gespräch mit Trump am Dienstag (Ortszeit) als „eines der besten“. „Es war ein Gespräch voller Partnerschaft, gegenseitiger Unterstützung und eines gemeinsamen Verständnisses für das Ziel, sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen besitzt - sowie für weitere Ziele“, fügte er hinzu. Konkrete Angaben machte er nicht.

Die Beziehungen zwischen Trump und Netanjahu hatten sich zuletzt deutlich abgekühlt. Das etwa 90-minütige persönliche Treffen der beiden Regierungschefs fand zudem zu einem Zeitpunkt statt, an dem beide Politiker unter wachsendem innenpolitischem Druck standen. In Israel wählen die Bürger am 27. Oktober ein neues Parlament, in den USA finden am 3. November die Kongress-Zwischenwahlen statt. Netanjahu stellt sich der Wiederwahl und sieht sich unter anderem wegen seines verschlechterten Verhältnisses zu Trump zunehmender Kritik ausgesetzt. Trump steht seinerseits unter Druck, den unpopulären Krieg im Iran zu beenden.

Ein israelischer Regierungsvertreter, der über das Treffen im Weißen Haus informiert wurde, sagte, Netanjahu habe Trump und dessen Kabinett deutlich gemacht, dass Israel auf einen möglichen iranischen Angriff auf israelisches Gebiet reagieren werde. Darüber hinaus werde man die Entscheidung über das weitere Vorgehen dem Urteil des US-Präsidenten überlassen.

Trump selbst schrieb zu dem Treffen mit Netanjahu: „Selbstverständlich wurden viele wichtige Themen besprochen.“ Die konkreten Gesprächsinhalte blieben aber weiter unter Verschluss.

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