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Zinedine Zidane wird neuer Frankreich-Coach – Roberto Mancini übernimmt die italienische Nationalmannschaft

Дата публикации: 28-07-2026 13:49:43

Die Fussball-Legende Zidane wurde schon länger als Nachfolger von Didier Dechamps gehandelt. Mit Mancini kehrt ein alter Bekannter nach Italien zurück.

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Zinedine Zidane wird neuer Frankreich-Coach – Roberto Mancini übernimmt die italienische Nationalmannschaft

Die Fussball-Legende Zidane wurde schon länger als Nachfolger von Didier Dechamps gehandelt. Mit Mancini kehrt ein alter Bekannter nach Italien zurück.

Er hat unterschrieben: Zinedine Zidane ist neuer Nationaltrainer Frankreichs.

Er hat unterschrieben: Zinedine Zidane ist neuer Nationaltrainer Frankreichs.

Autissier Jean Baptiste/ Imago

(dpa) Auf diesen Moment hatte Zinedine Zidane seit Jahren gewartet. Als seine Ernennung zum französischen Fussball-Nationaltrainer endlich auch offiziell vollzogen war, jubelten Hunderte Fans dem Weltstar vor dem Hauptquartier des Verbands in Paris begeistert zu. Ein grosses Polizei-Aufgebot sicherte Zidanes Vorstellung ab, Dutzende Journalisten drängten sich in den Pressesaal. Dabei war es seit langem ein offenes Geheimnis, dass der 54-Jährige die Nachfolge von Didier Deschamps übernehmen würde.

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«Ich habe vier oder fünf Jahre lang Angebote erhalten, einen Verein zu übernehmen, und habe sie alle zugunsten der französischen Nationalmannschaft abgelehnt», sagte Zidane, den die Franzosen schlicht «Zizou» nennen. Er sei voller Emotionen, bekannte Zidane. «Das war das Einzige, was ich tun wollte.» Bis zur WM 2030 unterschrieb der frühere Mittelfeldspieler, bei den nächsten beiden Turnieren soll er die Équipe Tricolore zu neuen Triumphen führen.

Er habe die Mannschaft schon als Kind kennengelernt und alle Stufen durchlaufen, bis er es in die A-Nationalmannschaft geschafft habe, sagte Zidane. «Ich werde alles geben, damit diese Mannschaft weiterhin gewinnt – das ist das Einzige, was mich antreibt.»

Zidane mit der Nummer 10 und der Spanier Jorge Otero bei der Europameisterschaft 1996.

Zidane mit der Nummer 10 und der Spanier Jorge Otero bei der Europameisterschaft 1996.

NZZ – Agentur Imago

Das Team mit den Offensivstars Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise bringe ihn zum Träumen. «Wir haben aussergewöhnliche Spieler, eine aussergewöhnliche Mannschaft», erklärte Zidane, der schon im Februar 2025 nach der Rücktrittsankündigung von Deschamps die entscheidenden Gespräche mit Frankreichs Verband geführt hatte.

Deschamps-Amtszeit ohne Happy End

Deschamps hatte nach der Weltmeisterschaft seine 14-jährige Ära als Auswahlcoach beendet. Ein Happy End blieb dem früheren Teamkollegen von Zidane dabei verwehrt: Die Franzosen verloren ihr Halbfinale gegen den späteren Champion Spanien und unterlagen dann im Spiel um Platz drei den Engländern. Deschamps hatte 2018 den WM-Titel geholt, weitere Titel verpasste er im Finale der Heim-EM 2016 gegen Portugal und im WM-Endspiel 2022 gegen Argentinien.

Dass seine Zeit nach 185 Partien als «Selectionneur» vorbei ist, war bekannt. «Es ist das Ende einer Reise», sagte der 57-Jährige bei der Pressekonferenz nach dem WM-Spiel um Platz drei in Miami, dem wilden 4:6, das so gar nicht dem eigentlich ruhigen und kontrollierten Naturell des Basken entsprach.

Erfolgreiche Trainer-Zeit bei Real

Für Spektakel und Show ist da schon eher Zidane bekannt, der es als einer der grössten Fussball-Künstler in der Historie der Grande Nation noch besser machen soll. Der Mann hat eine kurze, aber aussergewöhnlich erfolgreiche Karriere als Coach vorzuweisen: Von 2016 bis 2018 und dann noch einmal von 2019 bis 2021 trainierte er Real Madrid und gewann in der Zeit dreimal die Champions League sowie zweimal den spanischen Meistertitel. «Das Einzige, was ich nach Madrid noch machen wollte, war die französische Nationalmannschaft», beteuerte Zidane bei seiner Vorstellung.

Als Spieler feierte Zidane an der Seite von Deschamps die Titel bei der WM 1998 und EM 2000. Im Jahr 2002 gewann er mit Real den Henkelpott in der europäischen Königsklasse. Dazu kommen unter anderem drei Meistertitel mit Juventus Turin (1997, 1998) und den Madrilenen (2003).

Kopfstoss als unrühmliches Ende der aktiven Karriere

Der in Marseille geborene Fussballer bestritt seine letzte Partie im WM-Finale 2006 in Berlin. Dabei sorgte er für einen der ikonischen Momente der Fussball-Geschichte, als er seinen italienischen Gegenspieler Marco Materazzi nach einer Provokation in der Verlängerung per Kopfstoss niederstreckte. Zidane flog mit Rot vom Platz – ohne ihn verlor Frankreich im Elfmeterschiessen.

20 Jahre später übernimmt er nun die Auswahl der Franzosen. Eine erste Kostprobe der künftigen Zidane-Équipe wird es im Frühherbst geben, wenn Ende September und Anfang Oktober vier Nations-League-Partien gegen die Türkei, Italien und zweimal Belgien auf dem Programm stehen.

Auch Italien mit neuem Trainer

Nach langer Suche hat die Squadra Azzurra jetzt wieder einen Trainer: Nach drei Jahren in Saudi-Arabien und Katar kehrt Roberto Mancini zurück, der die Squadra Azzurra 2021 zur Europameisterschaft geführt hatte. Der 61-Jährige soll die Nationalmannschaft, die dreimal nacheinander bei einer WM nicht dabei war, wieder in Form bringen. Dies teilte der Präsident des Fussballverbands, Giovanni Malago, in Rom mit.

Der Posten des Commissario Tecnico (wie der Nationaltrainer offiziell heisst) war bereits seit Anfang April vakant. Damals musste der bisherige Coach Gennaro Gattuso zurücktreten, weil der viermalige Weltmeister in der WM-Qualifikation an Bosnien-Herzegowina gescheitert war. Die intensive Suche nach einem Nachfolger begann dann vor einigen Wochen. In den vergangenen Tagen entwickelte sich die Angelegenheit jedoch zum Chaos.

Mancini war bereits Nationaltrainer von 2018 bis 2023. Sein Ruf in der Heimat leidet allerdings bis heute darunter, dass er sich vor drei Jahren trotz bestehenden Vertrages urplötzlich als Nationaltrainer nach Saudi-Arabien verabschiedete – angeblich mit einem Vierjahresvertrag für 25 Millionen Euro pro Saison. Er blieb jedoch nur etwas mehr als ein Jahr. Dann wechselte er - sicher ebenfalls gegen gutes Geld – nach Katar zum Verein Al-Sadd.

Roberto Mancini ist wieder Nationalcoach der Squadra Azzurra.

Roberto Mancini ist wieder Nationalcoach der Squadra Azzurra.

Augusto Casasoli/Reuters

Vor dem Start der Champions League wird der Startrainer von Real Madrid so skeptisch beäugt wie nie: Schafft er den Neustart?

Der französische Rekord-Nationaltrainer gibt seinen Posten nach der Fussball-WM 2026 ab. Damit ist der Weg frei für einen, der schon lange auf Deschamps’ Demission wartet.

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