Wegen erhöhter Werte eines gefährlichen Pilzgifts ruft ein Hersteller gesalzene Reiswaffeln zurück. Verbraucher sollten das Produkt nicht verzehren.
Stand: 31.07.2026, 05:36 Uhr
Von: Sven Trautwein

Wegen erhöhter Werte eines gefährlichen Pilzgifts ruft ein Hersteller gesalzene Reiswaffeln zurück. Verbraucher sollten das Produkt nicht verzehren.
Kassel – Reiswaffeln gelten als leichter Snack für zwischendurch – ob als schnelle Pause im Büro, als Beilage zum Mittagessen oder als vermeintlich gesunde Alternative zu Chips. Doch ausgerechnet in einem solchen Produkt wurden nun erhöhte Werte eines natürlich vorkommenden Pilzgifts festgestellt, das bereits in geringen Mengen schädlich für die Gesundheit sein kann. Wer die betroffene Packung zu Hause hat, sollte sie keinesfalls essen.

Bei dem festgestellten Schadstoff handelt es sich um Aflatoxin B1, ein natürlich vorkommendes Stoffwechselprodukt bestimmter Schimmelpilze, das zu den sogenannten Mykotoxinen zählt. Laut Informationen von produktwarnung.eu gilt Aflatoxin B1 als das für den Menschen gefährlichste unter den natürlich vorkommenden Aflatoxinen. Bereits bei wiederholter Aufnahme geringerer Mengen kann die Substanz krebserregend wirken; in höheren Konzentrationen kann sie die Leber schädigen.
Der Rückruf wurde dem europäischen Lebensmittel-Schnellwarnsystem RASFF gemeldet, das auch einen Lauf in Deutschland bestätigt. Zum Stand des 30. Juli 2026 war die Meldung auf dem deutschen Portal lebensmittelwarnung.de noch nicht veröffentlicht.
Verbraucherinnen und Verbraucher, die das Produkt mit dem MHD 13.11.2026 gekauft haben, sollten es nicht verzehren und können es laut produktwarnung.eu an der jeweiligen Verkaufsstelle reklamieren. Immer wieder kommt es zu Rückrufen, wie kürzlich bei einem Käse von Rewe. (Quelle: produktwarnung.eu, RASFF-Meldung Nr. 860517) (str)