Klein ist er, aber auch teuer: Der MSI Pro DP10 will viel Arbeitsleistung in ein unauffälliges Mini-Gehäuse packen. Der Test von COMPUTER BILD zeigt, ob Tempo, Anschlüsse und der leise Betrieb den Preis rechtfertigen.
Kleiner Auftritt, großer Anspruch: Der MSI Pro DP10 will ein vollwertiger Büro-PC sein, der auf dem Schreibtisch kaum Platz braucht.
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Klein ist er, aber auch teuer: Der MSI Pro DP10 will viel Arbeitsleistung in ein unauffälliges Mini-Gehäuse packen. Der Test von COMPUTER BILD zeigt, ob Tempo, Anschlüsse und der leise Betrieb den Preis rechtfertigen.
Der MSI Pro DP10 in der getesteten Version A14MG-018AT ist kein Schnäppchen. Dafür bekommen Käufer jedoch einen sehr kompakten und schnellen Arbeitsrechner mit vielen Anschlüssen, leisem Betrieb und genug Tempo für lange Arbeitstage. Schwächen zeigt der MSI bei Spielen, bei der eingeschränkten Aufrüstbarkeit und beim Lieferumfang. Maus, Tastatur und Display-Kabel fehlen. Wer einen unauffälligen Mini-PC für den Arbeitsalltag sucht und den Preis zahlen will, bekommt einen starken Arbeitsrechner. Wer spielen, später viel intern nachrüsten oder möglichst günstig einsteigen will, findet passendere Alternativen.
Pro
Kontra
Ein kompletter Arbeitsrechner, der kaum Platz auf dem Schreibtisch braucht und auf Wunsch hinter dem Monitor verschwindet: Der MSI Pro DP10 klingt nach einer smarten Büro-Lösung. COMPUTER BILD macht den Test und entlarvt Stärken und Schwächen.
Der MSI Pro DP10 macht sich klein, noch bevor er eingeschaltet ist. In der getesteten Version A14MG-018AT kostet der
Mini-PCallerdings stolze 1.269 Euro (Preis zum Testzeitpunkt). Optisch tritt er deutlich zurückhaltender auf: Das flache Metallgehäuse misst nur 3,4x17,9x17,8 Zentimeter und erinnert eher an ein schmales Buch als an einen Windows-PC.
Auf dem Schreibtisch nimmt er kaum Platz weg, mit der VESA-Halterung verschwindet er bei Bedarf hinter dem Monitor. Nur das Stromkabel verrät ihn noch: Die Stromversorgung läuft über einen klassischen Rundstecker, nicht über USB-C. Das Gehäuse wirkt stabil und sauber verarbeitet.

Die schicke Powerbank macht den Größenvergleich greifbar. Der MSI Pro DP10 ist schmal, aber ein vollwertiger Mini-PC.
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Unauffällig ist der MSI Pro DP10 also – gilt das auch fürs Arbeitstempo? Im Geschwindigkeitstest schnitt der Mini-PC solide ab. Der Intel Core i7-14700 und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher bringen genug Tempo für Office, Browser, Online-Banking und Streaming mit. Für Alltagsaufgaben wirkt der Pro DP10 flott genug. Nicht ganz mithalten konnte die NVMe-SSD. Sehr große Excel-Dateien oder größere Datenmengen öffneten im Test nicht so zügig, wie es der Intel Core i7-14700 erwarten lässt.
Beim Speicherplatz stehen 477 Gigabyte zur Verfügung. Für Office und den typischen Arbeitsalltag reicht das aus, große Foto-, Video- oder Backup-Sammlungen lagern Nutzerinnen und Nutzer aber besser auf einem externen Speicher aus. Die klare Grenze liegt bei Spielen: Die integrierte Intel-Grafik reicht für den Alltag, bei Games geht ihr schnell die Puste aus.

Mitgeliefert werden Netzteil, Stromkabel, Standfuß und VESA-Platte. Maus, Tastatur und ein Kabel fürs Display fehlen.
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Ein weiterer Pluspunkt: Der kleine Office-Rechner bleibt dabei schön leise. Selbst unter Volllast erreichte der MSI Pro DP10 gerade einmal 1 Sone und hält sich damit akustisch zurück. Wer im Büro mal die Leistung voll ausnutzt, muss sich also nicht gleich bei den Kollegen entschuldigen. Auch beim Stromverbrauch blieb der Mini-PC im grünen Bereich: Im normalen Betrieb verbrauchte er 61,8 Watt, unter hoher Last stieg der Wert auf maximal 76 Watt.
Bei den Anschlüssen zeigt der MSI Pro DP10 seine Stärken. Vorder- und Rückseite sind dicht bestückt, insgesamt fanden wir neun USB-Anschlüsse, davon achtmal USB-A und einmal USB-C. Die schnellsten Buchsen sitzen vorn, hier schaffen USB-C und USB-A jeweils bis zu 10 Gigabit pro Sekunde. Auf der Rückseite gibt es vier weitere USB-A-Anschlüsse, die aber nur USB-2.0-Tempo bieten und damit für Maus, Tastatur oder Drucker gedacht sind.

Vorn sitzen die schnellsten USB-Anschlüsse des MSI Pro DP10 sowie getrennte 3,5-Millimeter-Buchsen für Kopfhörer und Mikrofon.
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Für Bildschirme stehen zweimal HDMI und einmal DisplayPort bereit, mehrere Monitore sind also kein Problem. Dazu kommen zwei schnelle Netzwerkanschlüsse mit 2,5 Gigabit pro Sekunde. Für den normalen Heimarbeitsplatz ist das üppig. Kabellos ist der MSI mit Wifi 6E und Bluetooth 5.3 unterwegs. Vorn sitzen außerdem zwei 3,5-Millimeter-Buchsen, eine für Kopfhörer, eine für Mikrofon. Schade: Einen Speicherkartenleser für SD-Karten gibt es nicht, ein Thunderbolt-Anschluss fehlt ebenfalls.

Auf der Rückseite sitzen die Monitor- und Netzwerkanschlüsse: zweimal HDMI, einmal DisplayPort, viermal USB 2.0 und zweimal LAN mit 2,5 Gigabit pro Sekunde.
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Beim Nachrüsten geizt der MSI Pro DP10. Der Arbeitsspeicher lässt sich zwar auf bis zu 64 Gigabyte erweitern, dafür müssen die beiden RAM-Module durch größere ersetzt werden. Beim Speicher sieht es ähnlich aus: Die eingebaute NVMe-SSD lässt sich tauschen, freie Steckplätze für eine zweite SSD oder weitere Laufwerke gibt es nicht. Zum Lieferumfang gehören Netzteil mit Rundstecker, Standfuß und eine VESA-Platte für die Montage hinter dem Bildschirm. Ganz startklar ist der MSI damit aber nicht: Maus, Tastatur und ein Kabel fürs Display gehören nicht dazu. Das verursacht Zusatzkosten und drückt die Note etwas.
MSI
1.269,00 EUR
Der MSI Pro DP10 in der getesteten Version A14MG-018AT ist kein Schnäppchen. Dafür bekommen Käufer jedoch einen sehr kompakten und schnellen Arbeitsrechner mit vielen Anschlüssen, leisem Betrieb und genug Tempo für lange Arbeitstage. Schwächen zeigt der MSI bei Spielen, bei den Aufrüstbarmöglichkeiten und beim Lieferumfang. Maus, Tastatur und Display-Kabel fehlen. Wer einen unauffälligen Mini-PC für den sucht und den Preis zahlen will, bekommt einen starken Arbeitsrechner. Wer zocken, intern nachrüsten oder möglichst günstig einsteigen will, findet passendere Alternativen.
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