Jochen Schropp war als Moderator wenige Momente vor dem Anschlag beim CSD in Berlin auf der Bühne. Jetzt findet er kurze Zeit später warnende Worte.
Jochen Schropp war als Moderator wenige Momente vor dem Anschlag beim CSD in Berlin auf der Bühne. Jetzt findet er kurze Zeit später warnende Worte.
Der Moderator sorgt sich vor allem um die gesellschaftliche Debatte nach dem Ereignis. Er warnt vor einer Vereinnahmung des Vorfalls. Gegenüber RTL äußerte sich Schropp diesbezüglich: „Sollte sich der mutmaßlich islamistische Hintergrund der Tat bestätigen, fürchte ich, dass dieser Anschlag politisch instrumentalisiert wird und am Ende ausgerechnet denjenigen Kräften zugutekommt, die selbst gegen queere Rechte arbeiten und unsere demokratischen Werte infrage stellen.“
Aus Angst dürften keine Gruppierungen gestärkt werden, welche die Freiheit an anderer Stelle selbst einschränken wollen würden. Für Schropp ist klar: „Queere Menschen dürfen weder zum Ziel von religiösem Extremismus werden noch zum politischen Spielball derjenigen, die unsere Rechte für ihre eigene Agenda benutzen.“
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Schropp fordert ein entschlossenes Einschreiten gegen Menschenfeindlichkeit. Zugleich hebt er hervor, dass die queere Gemeinschaft angesichts wachsender Anfeindungen Rückhalt benötigt. Trotz des Schocks will er die positiven Eindrücke der Demonstration bewahren. Er hat eine kämpferische Botschaft: „Hass und Angst dürfen nicht das letzte Bild dieses Tages sein. Wir bleiben sichtbar. Wir bleiben laut. Und wir bleiben zusammen.
Jochen Schropp stand als Moderator gemeinsam mit Ricarda Hofmann auf der Hauptbühne des Berliner Christopher Street Days. „Ich habe in so viele glückliche Gesichter geschaut, so viel Liebe, Lebensfreude und Zusammenhalt gespürt“, resümiert er den Tag abseits des tragischen Endes.
In Berlin ist am Samstagabend (25. Juli) während des Christopher Street Days ein Fahrzeug im Tiergarten in eine Menschenmenge gefahren. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach von einem islamistischen Terroranschlag. Dabei seien nach Angaben von Polizei und Feuerwehr mindestens 29 Menschen verletzt worden, eine Frau ist gestorben. Nach dem Verdächtigen Abdul Ballout wird derzeit europaweit gefahndet.