Als Leadsänger von Queen trat Adam Lambert 2012 in die Fußstapfen von Freddie Mercury. Mit FOCUS online spricht der Sänger über sein neues Album, Männlichkeit und seine weibliche Seite.
Als Leadsänger von Queen trat Adam Lambert 2012 in die Fußstapfen von Freddie Mercury. Mit FOCUS online spricht der Sänger über sein neues Album, Männlichkeit und seine weibliche Seite.
Mit seinem neuen Album „Adam“ gewährt der ehemalige „American Idol“-Finalist tiefe Einblicke in sein Seelenleben. Es geht um fanatische Liebe, Sex und exzessive Partys. „Es gibt einige ziemlich düstere Songs auf dem Album“, sagt Adam Lambert im Gespräch mit FOCUS online. Einer davon trägt den Titel „Proud“ (deutsch: „Stolz“).
„Der Song handelt von toxischer Männlichkeit und davon, wie zerstörerisch sie sein kann, wenn man versucht, den gesellschaftlichen Vorstellungen davon zu entsprechen, wie ein Mann sein sollte“, erklärt Lambert. Ein Thema, das den 44-Jährigen schon sein Leben lang begleitet.
Schon als Kind habe der heutige Sänger der Rockband Queen gerne mit seinem Äußeren experimentiert. „Ich mochte Make-up schon immer, trage gerne ausdrucksstarke Kleidung und auch High Heels. Ich habe keine Angst vor meiner femininen Seite“, sagt Adam Lambert.
Seine Eltern hätten ihn dabei schon damals bedingungslos unterstützt. Dabei wuchs der Künstler in einer Zeit auf, in der Männer, die nicht traditionellen Rollenbildern entsprachen, oft mit Vorurteilen konfrontiert wurden. „Alles, was als feminin galt, wurde bei Männern als etwas Negatives angesehen. Ich glaube, diese Vorstellungen haben sich inzwischen deutlich gelockert“, sagt Lambert.
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„Mit der aktuellen Regierung gibt es viel Gegenwind gegen unsere Freiheit und gleiche Rechte. Wir stehen vor Herausforderungen, die es vor einigen Jahren nicht gab“, sagt Lambert. Gleichzeitig betont er, dass sich die Gesellschaft verändert habe. Es gebe heute deutlich mehr Menschen, die Vielfalt akzeptierten und unterstützten. Deshalb glaube er, „dass wir das gemeinsam bewältigen werden“.
Lambert, der selbst offen schwul lebt, erreicht mit seiner Musik seit Jahren besonders viele Menschen aus der LGBTQ+-Community. Entscheidend sei für ihn aber nicht die sexuelle Orientierung seiner Fans. „Ich glaube, die Gefühle auf diesem Album sind universell – ganz egal, mit wem man ins Bett geht oder in wen man sich verliebt“, sagt der Sänger. „Jeder hat schon einmal Liebeskummer erlebt. Jeder hat eine Trennung durchgemacht. Diese Emotionen kennen wir alle. Deshalb kann jeder seine eigene Geschichte in diesen Songs wiederfinden.“
Auch dieser Promi macht sich Sorgen um die politische Entwicklung: Nachdem sich ein AfD-Abgeordneter im Netz über seine Sexualität ausgelassen hat, zieht Bill Kaulitz vor Gericht.