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Jetzt schon 4 Länder: Auswärtiges Amt warnt Urlauber vor aktueller Gefahr

Дата публикации: 28-07-2026 15:00:01

In mehreren Urlaubsländern breiten sich derzeit gefährliche Brände aus. Das Auswärtige Amt gibt Reisenden wichtige Tipps mit auf den Weg.

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Stand: 31.07.2026, 09:11 Uhr

Von: Magnus Hoppe

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Karte von Europa, auf der Italien, Spanien, Portugal und Frankreich wegen Waldbränden rot eingefärbt sind.

In einigen Regionen Südeuropas wüten derzeit Waldbrände. (Symbolbild) © KI-Bild: Gemini 3.1 Flash Image/RUHR24

In mehreren Urlaubsländern breiten sich derzeit gefährliche Brände aus. Das Auswärtige Amt gibt Reisenden wichtige Tipps mit auf den Weg.

Update, Donnerstag (30. Juli), 10.30 Uhr: Im Süden Europas wüten weiterhin heftige Waldbrände. Ausgerechnet in der Reisezeit sind viele beliebte Urlaubsländer betroffen. Für Frankreich und Spanien hat das Auswärtige Amt kürzlich bereits Warnungen herausgegeben. In Italien gilt eine allgemeine Warnung vor Waldbränden in den Sommermonaten. Neu hinzugekommen ist eine Warnung für Portugal.

Auswärtiges Amt warnt jetzt auch Portugal-Urlauber vor Gefahr durch Waldbrände

Die portugiesische Regierung hat wegen mehrerer ausgebrochener Waldbrände im Zentrum und Norden des Landes sowie ungewöhnlich hoher Temperaturen die Waldbrand-Alarmstufe für das gesamte portugiesische Festland ausgerufen. Nicht von der Warnung betroffen sind Madeira und die Azoren.

Das Auswärtige Amt rät Reisenden, den Anweisungen von Feuerwehr und lokalen Behörden zu folgen und sich über das Portal Fogos über aktuelle Brandherde zu informieren. Hier die Hinweise vom Auswärtigen Amt (Stand: 30. Juli) für Portugal im Überblick:

  • Anweisungen von Feuerwehr und Behörden befolgen: Bei Alarmstufen-Maßnahmen zählt schnelles Reagieren.
  • Aktuelle Brandherde über Fogos verfolgen: Eine Landkarte markiert aktive Brände mit einem roten Flammensymbol.
  • Geltende Feuer- und Rauchverbote beachten: Je nach Alarmstufe sind das Betreten bestimmter Waldgebiete, offenes Feuer, Feuerwerk und der Einsatz elektrischer Geräte in ländlichen Regionen untersagt.
  • Über die Nationale Katastrophen- und Zivilschutzbehörde ANEPC informieren: Sie liefert zusätzliche Hintergrundinformationen, auch in englischer Sprache.
  • Notruf 112 bei gesichteten Bränden wählen: Schnelles Melden kann helfen, ein Ausbreiten zu verhindern.
  • In der Krisenvorsorgeliste ELEFAND registrieren: Reisende und mitreisende Familienangehörige sollten sich eintragen oder ihre Daten aktuell halten.
Weitere Warnungen:

Schwarzer Käfer im Haus: Warnsignal für ein verstecktes Problem

Bei Hitze: Pinkel-Fehler am Badesee macht fast jeder

Erstmeldung, Dienstag (28. Juli), 17 Uhr: Sonnencreme, Strandtasche, Vorfreude auf den Sommerurlaub: Millionen Menschen zieht es im Sommer nach Südeuropa. Doch aktuell mahnt das Auswärtige Amt (AA) zur Vorsicht. In gleich drei beliebten Urlaubsländern sorgen die Wetterbedingungen für ernste Gefahren.

Aktuelle Gefahr: Waldbrände in Frankreich 2026 auf Rekordhoch

Hitze und Trockenheit lassen an mehreren Orten Europas die Wälder brennen. In Südfrankreich kämpften laut tagesschau zuletzt rund 1100 Feuerwehrleute gegen einen Brand im Hinterland von Marseille, der 2500 Hektar Fläche erfasst hat. Rund 500 Bewohner mussten ihre Ortschaften verlassen, mehrere Häuser wurden zerstört. Bei der Bekämpfung eines weiteren Feuers nahe Bordeaux kamen zwei Feuerwehrleute ums Leben.

Frankreich meldet für 2026 bereits einen Höchstwert: Mehr als 42.000 Hektar Land brannten zwischen Januar und Mitte Juli. Das bisherige Rekordjahr war 2022. Was bedeutet das für Urlauber, die vor ihrer Reise immer ein Foto des Stromzählers machen sollten?

Das Auswärtige Amt gibt Frankreich-Urlaubern Stand 27. Juli folgende Hinweise:

  • Vorsicht auf Campingplätzen: Besonders campingplatznahe Bereiche mit ausgetrocknetem, leicht entzündbarem Material wie Bäumen und Unterholz erfordern erhöhte Aufmerksamkeit.
  • Verkehrswege können gesperrt werden: In betroffenen Gebieten sind Straßen häufig gesperrt. Es kann zudem zu Ausfällen der Energieversorgung und Kommunikationsinfrastruktur kommen.
  • Anweisungen der Behörden sofort befolgen: Bei einem Brand in der Nähe des eigenen Aufenthaltsorts unbedingt den Anweisungen unverzüglich Folge leisten.
  • Wetterlage über offizielle Kanäle verfolgen: Aktuelle Hinweise bieten Météo France sowie Bekanntmachungen der Präfekturen und Gemeinden.
  • Im Notfall die 112 wählen: Sie ermöglicht eine sofortige Ortung, sodass Rettungsmaßnahmen schnell eingeleitet werden können.
  • Verkehrsinfos beachten: Absperrungen und Warnhinweise auf Autobahnen sind auch über die Webseite Bison Futé einsehbar.

Löschflugzeug über Wald.

In Frankreich kommen aufgrund der Waldbrände auch Löschflugzeuge zum Einsatz. © Anadolu Agency/ImagoAuch in Italien und Spanien kämpft die Feuerwehr mit Waldbränden

Auch in Italien, genauer auf Sizilien, breiteten sich laut tagesschau Flammen aus, angefacht durch den heißen Wüstenwind Scirocco. In Palermo wurden zuletzt 42,4 Grad gemessen, die Höchsttemperatur auf der Insel lag bei 46,2 Grad. Bei solchen Temperaturen sollten Urlauber nicht nur viel trinken, sondern auch kühlende Lebensmittel essen. Mehr als 100 Menschen mussten in der Gemeinde Santo Stefano in Sicherheit gebracht werden. Auch auf Sardinien wüten Waldbrände.

In Spanien hat sich die Lage laut Reisereporter zuletzt deutlich verschärft: In der Sierra Oeste de Madrid sowie in den Provinzen Ávila und Toledo ist ein Brandkomplex entstanden, der nach Angaben des spanischen Portals El Confidencial bereits rund 77.000 Hektar zerstört hat.

Waldbrände in Spanien: Auswärtiges Amt richtet sich mit Empfehlungen an Reisende

Der Großbrand bei Burgohondo in Ávila gilt laut Reisereporter mit rund 50.000 verbrannten Hektar als größter einzelner Waldbrand in der spanischen Geschichte. Die Regierung rief für Madrid, Ávila und Toledo den nationalen Notstand aus. Zehntausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Auch an der Mittelmeerküste bei Vall d‘Uixó in der Region Valencia brennt es weiter, dort wurden rund 18.000 Menschen evakuiert. Das Auswärtige Amt hat entsprechend seine Hinweise verschärft (Stand: 27. Juli):

  • Aktuelle Brandherde online verfolgen: Eine Landkarte mit aktuellen Brandherden sowie eine Übersicht für Katalonien bieten tagesaktuelle Orientierung.
  • Geltende Feuer- und Rauchverbote beachten: Je nach Alarmstufe sind das Betreten bestimmter Waldgebiete, offenes Feuer, Feuerwerk und der Einsatz elektrischer Geräte in ländlichen Regionen untersagt.
  • Über Protección Civil informieren: Die nationale Katastrophen- und Zivilschutzbehörde liefert zusätzliche Hintergrundinformationen.
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Für Italien gibt es derzeit keine explizite Warnung des Auswärtigen Amts, dafür ein paar allgemeine Hinweise für die Sommermonate. In dieser Zeit könne es durch wechselnde Windrichtungen zu schnell auflodernden oder neu entfachten Bränden kommen. Reisende müssten teilweise mit Straßensperren und Einschränkungen der Infrastruktur rechnen. Zudem könne die Luftqualität leiden.

Waldbrandgefahr in beliebten Urlaubsländern: So schützen sich Reisende

Neben den bereits genannten Verhaltenstipps für Urlauber in Frankreich und Spanien rät das Auswärtige Amt dazu, sich in der Krisenvorsorgeliste ELEFAND zu registrieren. So kann das Auswärtige Amt Reisende im Ernstfall leichter erreichen.

Wer in den kommenden Wochen nach Südeuropa reist, sollte sich vor Abflug noch einmal über die aktuelle Lage vor Ort informieren – Situationen können sich laut Auswärtigem Amt sehr schnell ändern.

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