Der Iran-Krieg geht weiter und in Dubai sinken die Preise. Die ehemals beliebte Lifestyle-Metropole kämpft händeringend um Touristen.
Der Iran-Krieg geht weiter und in Dubai sinken die Preise. Die ehemals beliebte Lifestyle-Metropole kämpft händeringend um Touristen.
Der Tourismus in Dubai ist nach Ausbruch des Iran-Kriegs dramatisch eingebrochen. Flugbuchungen gingen laut „Capital“ im ersten Quartal um etwa 88 Prozent zurück. Experten prognostizieren, dass die Hotelbelegung im zweiten Quartal auf 10 Prozent sinken könnte – von 80 Prozent vor Beginn des Konflikts – was eine effektive Stilllegung großer Teile des Gastgewerbesektors darstellt, wie iPaper berichtet.
Viele Länder haben Reisehinweise herausgegeben, was es erschwert, eine Reiseversicherung zu erhalten. Um den Einbruch abzufedern, versuchen Regierung, Hotels und Airlines nun, Reisende mit Sonderangeboten zurückzugewinnen.
Das „Marina Byblos Hotel“, ein Vier-Sterne-Haus etwa, bietet laut „iPaper“ Aufenthalte von mehreren Monaten für weniger als 1000 Pfund (1175 Euro) an. Das „Fairmont The Palm“ auf Dubais ikonischer, künstlicher Insel Palm Jumeirah hat Resort-Gutschriften für Gastronomie, Spa und andere Freizeitaktivitäten im Angebot. In einigen Luxushotels liegen die Rabatte bei 40 bis 70 Prozent gegenüber den Preisen vor dem Konflikt. Emirates Airlines wirbt zusätzlich mit kostenlosen Hotelübernachtungen für Passagiere mit Hin- und Rückflugticket.
Ob diese Maßnahmen tatsächlich Touristen zurückbringen, ist fraglich. Neue Angriffe und unsichere Waffenruhen haben die Hoffnung auf eine schnelle Erholung immer wieder gedämpft. Deshalb gehen Experten davon aus, dass viele Europäer vorerst lieber näher an der Heimat Urlaub machen werden. Dubai könnte zwar langfristig wieder internationale Gäste anziehen, doch bis das frühere Niveau wieder erreicht ist, wird es wohl noch dauern.
Auch der Immobilienmarkt in Dubai hat zuletzt einen spürbaren Rückgang erlebt. Nach Angaben des belgischen Maklers Guy Penders wurden zwischen Januar und Mai 2026 Immobilien im Wert von 196 Milliarden Dirham (circa 47 Milliarden Euro) verkauft, nachdem es im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch 217 Milliarden Dirham (circa 52 Milliarden Euro) gewesen waren, berichtet die belgische Plattform „HLN“.
Besonders betroffen waren bestehende Immobilien. „Die bestehenden Häuser standen unter Druck“, so Penders. Teilweise würden Immobilien inzwischen mit Preisnachlässen von 20 bis 25 Prozent angeboten. Neue Bauprojekte seien von der Entwicklung dagegen weniger betroffen.
Während aktuell Touristenzahlen rückläufig sind, zeigte sich laut der Zeitschrift „Touristik Aktuell“ 2024 für Dubai noch ein anderes Bild: Das Emirat erreichte mit 18,7 Millionen internationalen Übernachtungsgästen einen neuen Rekordwert und legte gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent zu. Deutschland spielte dabei eine wichtige Rolle. Mit rund 640.000 Übernachtungsgästen aus der Bundesrepublik kamen elf Prozent mehr Reisende als 2023 nach Dubai.
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