Die Stadt Salzburg schränkt in den Monaten Juli und August die Zufahrt für Tagesgäste mit dem Auto in die Innenstadt ein. Besucher sollen auf Park-&-Ride und öffentliche Verkehrsmittel ausweichen.
Die Stadt Salzburg schränkt in den Monaten Juli und August die Zufahrt für Tagesgäste mit dem Auto in die Innenstadt ein. Besucher sollen auf Park-&-Ride und öffentliche Verkehrsmittel ausweichen.
Um das alljährliche Verkehrschaos in der Hochsaison zu entschärfen, richtet die österreichische Stadt Salzburg für Juli und August eine verkehrsbeschränkte Zone rund um die zentral gelegene Staatsbrücke ein. Salzburgs Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) beschreibt es gegenüber "Salzburg24" drastisch: "Wir haben die Touristen de facto in unser Wohnzimmer fahren lassen." Rund 1000 Autofahrten durch die Innenstadt sollen nun täglich wegfallen.
Laut dem ORF dürfen ab den Zufahrten Müllner Hügel, Neutor, Imbergstraße und Schwarzstraße (ab Makartplatz) Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen dann nicht mehr einfahren. Ausgenommen sind Autos mit Kennzeichen der Stadt Salzburg (S), dem Umland (SL), dem Bezirk Hallein (HA) sowie dem Berchtesgadener Land (BGL).
Von der Regelung ausgenommen sind vorerst Menschen mit Behinderung, Hotelgäste, der Lieferverkehr sowie Beschäftigte mit Arbeitsplatz in der Altstadt, schreibt "Salzburg24".
Tagesgäste sollen gezielt auf die vier Park-&-Ride-Plätze mit insgesamt mehr als 4000 Stellplätzen gelenkt werden. Ein Tagesticket kostet 7,50 Euro. "Mit diesem Ticket kann man den öffentlichen Verkehr für fünf Personen nutzen. Ich glaube, das ist ein sehr attraktives Angebot", betont Verkehrsstadträtin Anna Schiester (Die Grünen) laut dem ORF.
In diesem Sommer kontrolliert zunächst die Polizei im Rahmen des Streifendienstes und setzt anfangs auf Aufklärung, später auch auf Strafen. Die Durchfahrtssperre soll laut "Salzburg24" am 20. Mai im Gemeinderat beschlossen und bereits ab 1. Juli in Kraft treten.
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Neben Salzburg verschärft Österreich generell die Kontrollen in Städten. Mit der 36. StVO‑Novelle, die zum 1. Mai bzw. 1. Oktober in Kraft tritt, schafft Österreich eine Rechtsgrundlage für automatisierte Zufahrtskontrollen an den Einfahrten. Die geplante Gesetzesänderung zielt nicht auf Kameras an Staatsgrenzen ab, sondern auf klar abgegrenzte Zonen innerhalb von Städten – etwa Innenstädten, Altstadt- oder Umweltzonen.
Geplant ist eine Zufahrtskontrolle mit Kameras und Software. Österreich will dieses System mittelfristig nach italienischem Vorbild umsetzen. Gleichzeitig werden E-Mopeds klar als Kraftfahrzeuge eingestuft, um sie von Radwegen auf die Fahrbahn zu verlagern und Konflikte im dichten Innenstadtverkehr besser zu steuern.
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