Vier Monate reiste Anna Riccardi (71) per Kreuzfahrtschiff um die Welt, besuchte unter anderem die Osterinsel und Papua-Neuguinea. An Bord gibt es schöne aber auch tragische Vorfälle.
Vier Monate reiste Anna Riccardi (71) per Kreuzfahrtschiff um die Welt, besuchte unter anderem die Osterinsel und Papua-Neuguinea. An Bord gibt es schöne aber auch tragische Vorfälle.
Anna Riccardi (71) liebt es zu reisen und hat kürzlich eine Weltreise per Kreuzfahrtschiff unternommen. Die "Weltumrundung hat es mir ermöglicht, abgelegene Orte zu besuchen, die ich sonst kaum hätte erreichen können. Wie die Osterinsel, ein kleiner Punkt mitten im Südpazifik, und die Insel Papua-Neuguinea", sagt die Frau aus Italien gegenüber der Tageszeitungen "La Repubblica".
Für ihre Weltreise zahlte sie 30.000 Euro plus 5000 Euro für Ausflüge. Los ging es zusammen mit etwa 1600 Kreuzfahrtgästen am 22. November in Bari, das Ende war am 10. April. An Bord gab es auch Probleme. Die 71-Jährige berichtet von Todesfällen, einem Anstieg an Bronchitis-Erkrankungen und Passagieren, die aus gesundheitlichen Gründen ihre Reise abbrechen mussten.
An Bord konnte sie jedoch auch interessante Vorgänge beobachten, wie sie "La Repubblica" schildert. Unter anderem habe ein Paar aus Mailand zwei Kabinen gebucht – eine für die 27 Koffer, die sie für die Einkaufsbummel benötigten. Weiter sagt die Rentnerin: "Ich habe Liebesgeschichten entstehen sehen und langjährige Paare, die sich getrennt haben."
Besonders spannend fand sie die Geschichte einer albanischen Doktorandin von der Universität Bonn, die ihre Dissertation in Kulturanthropologie schrieb. Sie sollte das Verhalten der Menschen auf der vier Monate andauernden Reise untersuchen.
Die Rentnerin ist eine von Millionen von Menschen, die jedes Jahr eine Kreuzfahrt unternehmen. Laut dem Branchenverband Clia gingen 2025 etwa 37,2 Millionen Passagiere auf Hochseekreuzfahrt – ein Rekordwert. Zum Vergleich: 2024 waren es 34,6 Millionen, 2023 31,7 Millionen.
Deutschland ist dabei der zweitwichtigste Markt mit 2,8 Millionen Gästen. Mit großem Abstand auf Platz eins liegen die USA mit 20,6 Millionen Passagieren – damit stammte von dort mehr als jeder zweite Gast.