Anfang Mai machte Johannes Kühn seinen Abschied vom Biathlon öffentlich. Nun hat der langjährige DSV-Star erstmals ausführlich über seine Beweggründe gesprochen.

Johannes Kühn hat seine Biathlon-Karriere beendet
Foto: © IMAGO/christian heilwagen
16. Juni 2026, 11:01

sport.de
Anfang Mai machte Johannes Kühn seinen Abschied vom Biathlon öffentlich. Nun hat der langjährige DSV-Star erstmals ausführlich über seine Beweggründe gesprochen.
Nach 14 Jahren als Biathlon-Profi hat Johannes Kühn genug, der deutsche Skijäger ist seit wenigen Wochen offiziell Ruheständler. Doch warum eigentlich? Im Interview mit dem Portal "biathlonworld" gab er darüber nun Auskunft.
"Ich gehörte zu den älteren Athleten im Team, und es war klar, dass ich mir irgendwann die Frage stellen musste, wie lange ich das noch machen will. Außerdem musste ich mir Gedanken über eine Karriere außerhalb des Sports machen, die irgendwann beginnen musste", erläuterte Kühn.
Seine letzte Saison auf Top-Niveau hatte einige Rückschläge mit sich gebracht. "Natürlich war es vor der Saison mein Ziel, an den Olympischen Spielen teilzunehmen, und ich war enttäuscht, dass ich es nicht geschafft habe, aber das hatte sich bereits während der Saison abgezeichnet", so der 34-Jährige, dem laut eigener Aussage ein konkretes "Ziel" fehlte, auf das er hätte "hinarbeiten" können.
Kühn ehrlich: "Also habe ich dann entschieden, dass ich nicht mehr bereit war, so viel Energie dort reinzustecken. Irgendwann reicht es, das muss man akzeptieren."
Als für Biathlon-Star Kühn "eine Welt zusammenbrach"Im Dezember 2012 war Kühn erstmals im Weltcup an den Start gegangen, beim Sprint in Pokljuka gab er sein Debüt auf der ganz großen Biathlon-Bühne.
Im Laufe seiner Karriere feierte der gebürtige Passauer dann einige Erfolge - den wohl größten bei der WM 2025 in der Schweiz, als er mit der deutschen Staffel zur Bronzemedaille lief.
Doch es gab auch einige schwere Momente. "Meine beiden Schulterverletzungen waren eine körperliche und mentale Herausforderung, vor allem beim zweiten Mal, im November 2016, weil ich dadurch die gesamte Saison aussetzen musste", erinnerte sich Kühn.
Auch sein Staffel-Aus bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking wirkte nach. "Rückblickend kann ich das verstehen, aber damals brach für mich eine Welt zusammen", gestand der 34-Jährige.
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