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Merkel reingelegt: Kreml-Komiker stellen brisante Behauptungen zu den Minsk-Abkommen auf

Дата публикации: 03-08-2026 14:22:05

Russlands bekannteste Prankster sollen Altkanzlerin Merkel hereingelegt haben. Ihre angeblichen Aussagen zu den Ukraine-Verhandlungen in Minsk sorgen für Aufsehen.

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Die russischen Telefonstreich-Spezialisten Vovan und Lexus wollen erneut eine prominente westliche Politikerin hereingelegt haben. Nach Angaben des kremlnahen Duos führten sie über Wochen hinweg unter falscher Identität ein vertrauliches Gespräch mit Altkanzlerin Angela Merkel. Einen Mitschnitt haben die beiden bislang allerdings nicht veröffentlicht. Die von ihnen wiedergegebenen Aussagen lassen sich daher derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Nach Angaben der beiden Prankster haben sie sich gegenüber Merkels Büro als der ehemalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko ausgegeben. Dem Gespräch seien mehrere Wochen Korrespondenz mit Mitarbeitern der Altkanzlerin vorausgegangen. Merkel habe demnach schließlich einen eigenen Dolmetscher hinzugezogen und darum gebeten, den Inhalt des Gesprächs vertraulich zu behandeln, behaupteten Vladimir Kusnezow (Vovan) und Alexej Stoljarow (Lexus) im Gespräch mit der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Kreml-Prankster: Merkel habe über Minsk gesprochen

Die beiden Russen behaupten, Merkel habe ihnen gegenüber erklärt, die Minsker Vereinbarungen seien vor allem dazu gedacht gewesen, Zeit für die militärische Stärkung der Ukraine zu gewinnen. Wörtlich zitierten Vovan und Lexus die Altkanzlerin mit den Worten, die Abkommen seien „nur dazu da gewesen, Russland zu täuschen und in dieser Zeit die Ukraine mit Waffen aufzurüsten“. Dieses Zitat stammt allerdings ausschließlich aus der Darstellung der Prankster und wurde bislang weder durch einen veröffentlichten Mitschnitt noch durch eine Stellungnahme Merkels bestätigt.

Sollte das Gespräch tatsächlich in der von Vovan und Lexus geschilderten Form stattgefunden haben, hätte die Altkanzlerin damit eine Formulierung verwendet, die deutlich schärfer ausfiele als ihre bislang bekannten öffentlichen Aussagen.

Merkel hatte sich bereits Ende 2022 ähnlich geäußert. In einem Interview mit der Zeit sagte die CDU-Politikerin: „Das Minsker Abkommen 2014 war der Versuch, der Ukraine Zeit zu geben.“ Im Spiegel erklärte sie zudem, die Ukraine habe diese Zeit genutzt, „um stärker zu werden“. Von einer gezielten Täuschung Russlands sprach Merkel in ihren öffentlichen Äußerungen allerdings nicht.

Meister der politischen Täuschung

Vovan und Lexus zählen seit Jahren zu den bekanntesten politischen Prankstern Russlands. Das Duo gibt sich regelmäßig als Staats- und Regierungschefs oder deren Mitarbeiter aus und führt Videotelefonate mit Politikern, Prominenten und Aktivisten. Die Aufnahmen erscheinen anschließend auf russischen Plattformen und werden häufig von staatlichen Medien aufgegriffen.

Auch deutsche Politiker fielen den beiden bereits zum Opfer. So glaubte der heutige Außenminister Johann Wadephul in einem Gespräch, mit dem Leiter des ukrainischen Präsidentenbüros Andrij Jermak zu sprechen. Tatsächlich saß er den russischen Prankstern gegenüber und sprach unter anderem über mögliche Taurus-Lieferungen und die Ukraine-Politik einer unionsgeführten Bundesregierung.

Zuvor hatten Vovan und Lexus bereits die damalige Berliner Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey getäuscht, die sich in einem Videotelefonat mit einem vermeintlichen Vitali Klitschko wähnte. Auch zahlreiche internationale Persönlichkeiten wie Wladimir Klitschko, Stephen King oder J.K. Rowling wurden in den vergangenen Jahren von dem Duo hereingelegt. Eine Reaktion aus dem Umfeld der Altkanzlerin lag zunächst nicht vor.

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Классификация: Политика. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 17.31. Источник: www.berliner-zeitung.de.