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Tritt ins Gesicht übersehen: Hätte es hier nur den VAR gegeben

Дата публикации: 03-08-2026 14:11:11

Der Hallesche FC und Rot-Weiß Erfurt lieferten sich in der Regionalliga Nordost ein packendes Top-Spiel. Unfreiwillig stand dabei der Schiedsrichter im Fokus.

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Die neue Saison in der Fußball-Regionalliga Nordost ist gerade einmal zwei Spieltage alt und steckt schon voller Brisanz. Während Lok Leipzig, Meister der beiden Vorjahre, beim 3:3 gegen die U23 des 1. FC Magdeburg eine Zwei-Tore-Führung verspielte, beendete der Greifswalder FC die fast zwei Jahre andauernde Heimserie des FSV Zwickau. 31 Pflichtspiele hatten die Westsachsen vor heimischem Publikum nicht mehr verloren, jetzt setzte es gegen das Team von der Ostsee eine saftig 0:3-Pleite.

Der größte Aufreger des Spieltags ereignete sich aber im Top-Spiel zwischen dem Halleschen FC und Rot-Weiß Erfurt. 8942 Zuschauer erlebten im Leuna Chemie Stadion eine rassige Partie, die beim 1:1 (0:0) letztlich keinen Sieger fand. Bevor in der Schlussphase die beiden Tore fielen, hätte Erfurt allerdings zwingend einen Elfmeter bekommen müssen. Im Anschluss an einen Eckball traf Halles Bocar Baro Gegenspieler Robbie Felßberg bei seiner versuchten Klärungsaktion mit dem Fuß ins Gesicht.

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Die Ersatzbank der Gäste forderte vehement einen Strafstoß, Schiedsrichter Michael Näther zeigte allerdings direkt an, dass er bei Baros Tritt kein Foulspiel erkannt hatte. Weil es in der Regionalliga keinen Video-Assistenten gibt, der korrigierend eingreifen könnte, lief das Spiel weiter und alle Erfurter Proteste waren umsonst. Kurios: Näther stand in der Szene nur zwei Meter entfernt vom Tatort, hatte freie Sicht auf das Geschehen.

Claxton sah nach seinem Tor noch Gelb-Rot

Dass Erfurt sich nach Abpfiff überhaupt noch über einen Zähler freuen konnte, lag an Joker Nathan Claxton. Der eingewechselte Abwehrspieler besorgte in der ersten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich zum 1:1-Endstand, nachdem Niclas Stierlin die Gastgeber in Führung gebracht hatte (75.). Claxton jubelte anschließend ekstatisch auf dem Zaun mit den mitgereisten Gästefans, sah dafür seine zweite Gelbe Karte und wurde von Näther deshalb frühzeitig unter die Dusche geschickt. Mit einem Mann weniger hätten die Thüringer die Partie fast noch gedreht, Halles Torhüter Luca Bendel parierte den Abschluss von Stanislav Fehler allerdings im kurzen Eck (90.+4).

Unter dem Strich konnte die Mannschaft von Trainer Fabian Gerber trotz des verweigerten Elfmeters mit dem Remis besser leben. Nach dem 4:1-Auftaktsieg gegen den BFC Dynamo hat Erfurt nun schon vier Zähler auf dem Konto. Halle, Mitfavorit auf den Titel, wartet dagegen noch auf den ersten Sieg.

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