Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Jugendbuch: Wenn die Betreuer im Jugendzentrum mit Gruppenaktivitäten nerven

Дата публикации: 03-08-2026 12:22:11




Jonny Bauer ist Punkrocker, Grafiker, Dozent, Fotograf und Autor. Mit „Ameisensommer“ legt der Düsseldorfer seinen ersten Jugendroman vor, in dem er Themen wie Identitätsfindung, Mobbing, Einsamkeit und zerrüttete Familien verhandelt.



Основное содержимое страницы с новостью.

Jugendbuch Wenn die Betreuer im Jugendzentrum mit Gruppenaktivitäten nerven

Jonny Bauer hat sein erstes Buch für Jugendliche geschrieben.

Jonny Bauer hat sein erstes Buch für Jugendliche geschrieben.

Foto: Claudia Hötzendorfer

Düsseldorf · Jonny Bauer ist Punkrocker, Grafiker, Dozent, Fotograf und Autor. Mit „Ameisensommer“ legt der Düsseldorfer seinen ersten Jugendroman vor, in dem er Themen wie Identitätsfindung, Mobbing, Einsamkeit und zerrüttete Familien verhandelt.

Jonny Bauers Atelier liegt in einem Hinterhof in Flingern. Die Räume atmen Kreativität aus jeder Pore. Hier kann sich das Multitalent so richtig austoben. Ob er nun als Grafiker arbeitet, nebenan im Studio fotografiert oder an seinen Büchern schreibt. Nur Musik macht der Punkrocker woanders.

„Ameisensommer“ heißt Bauers Jugendroman. Nach seinem Autorendebüt für Erwachsene und mehreren Bilderbüchern, „war es einfach Zeit dafür“, sagt der zweifache Vater. „In der Arbeitsweise war es eine Mischung zwischen den frühen Bilderbüchern für kleine Kinder und Erwachsenenliteratur. Ich habe gemerkt, dass mir das einfach liegt“, bilanziert Bauer.

Weil seine eigenen Kids inzwischen 14 und 18 sind, passte es für den Düsseldorfer, sich Themen zuzuwenden, die Teenager umtreiben: „Es ist ein Alter, das mich irgendwie interessiert. Dieses Coming of Age, was passiert in dieser Zeit, wenn du so 14, 15 bist. Die Abnabelung von den Eltern, Schulstress, was bedeuten Freundschaft, Geschlechterrollen und all diese Themen“, zählt er auf und verrät: „Ich habe schon Ideen für weitere Romane.“

Die Bilderbücher hat er mit seinen Kindern entwickelt, hat Texte und Illustrationen mit ihnen ausprobiert. Schließlich sind die zwei seine kritischsten Lesenden.

Klar, dass auch das Manuskript seines ersten Jugendromans nicht ohne das Go des Nachwuchses an den Verlag rausging. Am Ende von „Ameisensommer“ gibt es ein Verzeichnis „der Jugendwörter, deren Verwendung dem Autor von seinen Kindern verboten wurden“. Wie konnte das passieren?

Jonny Bauer schmunzelt: „Ich hatte meiner Hauptfigur sehr viele Jugendwörter in den Mund gelegt. Als ich das meinem Sohn vorgelesen habe, hat der nur die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen“. Der Filius hatte eine klare Meinung zu den Ideen seines Vaters: „Das ist so peinlich, Papa. Das kannst du auf gar keinen Fall machen“. Jonny Bauer lehnt sich entspannt auf seinem Ledersofa zurück und räumt ein: „Ich habe die Begriffe immer anders verwendet, als die Jugendlichen es normalerweise tun.“ Also gab es Nachhilfe in Sachen Slang: „Mein Sohn hat mir erklärt, wenn ich sowas verwende wie ‚mein Alter war wieder besoffen‘, dann ist das die Jugendsprache meiner Generation und das funktioniert auch heute noch. Aber die modernen Slangausdrücke gehen für ihn gar nicht.“ Dabei hatte Bauer gedacht, „ich wäre voll cool, weil ich den Zeitgeist aufgegriffen habe, und dann ist es wie bei allen Eltern: einfach nur peinlich.“

Abgesehen von der Jugendsprache gefiel den Kids aber, was Jonny Bauer in „Ameisensommer“ erzählt, denn es ist eine Geschichte, in der sie sich wiederfinden können. Der oder die Ich-Erzählerin (das Geschlecht bleibt bis zum Schluss bewusst offen), soll die Sommerferien in einem Jugendzentrum verbringen. Denn der Papa ist längst ausgezogen und hat eine neue Familie gegründet. Und Mama? Alleinerziehend arbeitet sie gefühlt rund um die Uhr. Ergo hat sie weder das Geld noch die Zeit, mit dem Nachwuchs in den Urlaub zu fahren. Nur widerwillig geht’s also in das verhasste Jugendzentrum, wo die Betreuer mit Gruppenaktivitäten nerven. Einziger Lichtblick könnte Eddie sein. Der schraubt zwar vor allem an seinem Mofa rum, dafür lässt es sich mit ihm aushalten.

Jonny Bauer fängt die Stimmung so gut ein, dass man auch als Erwachsener Spaß daran hat, die Geschichte zu lesen.

Was der Grafiker in ihm allerdings bedauert: „Dass man in Deutschland die Bücher für Kinder ab 12 Jahren nicht mehr illustrieren darf. In Frankreich, England, USA oder Japan ist das ganz anders“, sagt er und weiß, wovon er spricht. Denn regelmäßig wird er zur weltweit größten Kinder- und Jugendbuchmesse nach Bologna eingeladen und kann vergleichen. Kleiner Funfakt: „Kinder unter 18 Jahren sind da übrigens nicht erlaubt. Es ist eine reine Verkaufsmesse“, erzählt Bauer. Dass der Jugendbuchmarkt hierzulande konservativ ist, findet er schade. „Die sind einfach langweilig, trauen sich nichts. Da würde ich mir mehr Kreativität in der Gestaltung wünschen“, kritisiert er.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Literarischer Sommer in Düsseldorf: Vom Schmerz, der sich in den Körper einschreibt08.4631-07-2026
2„Weißer Sommer“ von Eva Pramschüfer: Wenn die große Liebe endet09.4803-08-2026
3Neuer Roman: Frankfurt ist schlimmer als Chicago012.5729-07-2026
4☀️ Лето в разгаре — а значит, самое время для историй! ☀️ ...5713-07-2026
5ШКОЛЬНАЯ ПРОГРАММА ПОДОЖДЁТ: 5 ХИТОВ ДЛЯ БУНТАРЕЙ, РОМАНТИКОВ И МЕЧТАТЕЛЕЙ ...5603-07-2026
6Cinco libros que te sorprenderán este verano01030-06-2026
7BEHIND THE PAGES: THE SHOPKEEPER OF ALSACE0324-11-2025
8Das sind die besten Bücher für die Sonnenliege – unsere Lesetipps5704-07-2026
9Rezensionen - Die Bücher des Monats0002-07-2026
10Generation Boomer - Leistungsträger oder Sündenbock?0501-06-2026

Классификация: . Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 11.31. Источник: rp-online.de.