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Wasserknappheit: Trinkwasser muss per Hubschrauber in Berghütte geflogen werden

Дата публикации: 05-08-2026 03:18:00




Vor allem in hochalpinen Berghütten wird der Wassermangel zum Problem. Wanderer müssen sich auf Sparmaßnahmen einstellen. Der Alpenverein sieht eine „neue Dimension“ erreicht.



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Wasserknappheit Trinkwasser muss per Hubschrauber in Berghütte geflogen werden

Die Blaueishütte liegt auf 1.651 Metern über dem Meeresspiegel, auch dort mangelt es dieses Jahr an Trinkwasser.

Die Blaueishütte liegt auf 1.651 Metern über dem Meeresspiegel, auch dort mangelt es dieses Jahr an Trinkwasser.

Foto: Angelika Warmuth/dpa/Angelika Warmuth

Berchtesgaden · Vor allem in hochalpinen Berghütten wird der Wassermangel zum Problem. Wanderer müssen sich auf Sparmaßnahmen einstellen. Der Alpenverein sieht eine „neue Dimension“ erreicht.

Wasserknappheit zwingt die Berghütten des Deutschen Alpenvereins (DAV) zu drastischen Einschränkungen. „Wir haben auf fast allen Hütten derzeit Mangellagen“, sagte Sprecher Julian Rohn. Es werden dort unterschiedliche Maßnahmen ergriffen. „Das ist schon eine neue Dimension.“

Waschräume geschlossen, Trinkwasser rationiert

Es sei leider eine „bittere Realität, dass das Wasser ausgeht“, ordnete Rohn die Lage auch in anderen Regionen der Alpen ein. „Das ist schon drastisch, zumal es noch relativ früh in der Saison ist.“ Die Folge: „Die Waschräume sind nicht mehr zugänglich, die wasserintensiven Spültoiletten müssen durch Trockentoiletten ersetzt werden.“ Um den Küchenbetrieb aufrechterhalten zu können, wird etwa das Trinkwasser auf der Blaueishütte bei Berchtesgaden derzeit per Hubschrauber geliefert. Die Minute Heliflug kostet 31 Euro - plus 600 Euro für den Anflug.

Nach zwei schneearmen Wintern und einer langen Trockenperiode ohne Niederschläge ist die Lage verschärft. „Im Moment betrifft es flächendeckend alle“, schilderte Rohn.

Klimawandel lässt Wasserreserven schwinden

Die Sektionen des Deutschen Alpenvereins unterhalten rund 320 Hütten, gut zwei Drittel davon in den deutschen und österreichischen Alpen. Sie werden zumeist durch oberflächennahe Wasservorräte aus Niederschlägen oder dem Schmelzwasser von Schneefeldern und Gletschern versorgt. Durch den Klimawandel steht aber Jahr für Jahr weniger Wasser zur Verfügung. Vor allem die hochalpinen Hütten leiden unter diesen Veränderungen.

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