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Bei Bayern-Sportboss Eberl kommt Hoeneß endlich zur Vernunft

Дата публикации: 31-07-2026 07:26:00

Uli Hoeneß sorgt bei Bayern-Sportboss Max Eberl endlich für Klarheit. Bei aller Kritik ist das aus drei Gründen die richtige Entscheidung. Ein Kommentar.

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Uli Hoeneß sorgt bei Bayern-Sportboss Max Eberl endlich für Klarheit. Bei aller Kritik ist das aus drei Gründen die richtige Entscheidung. Ein Kommentar.

Für Uli Hoeneß war es ein Heimspiel. Unweit des Platzes des FC Rottach-Egern hat der Ehrenpräsident des FC Bayern sein Anwesen hoch über dem Tegernsee. Also stieg der Vereinspatron von seinem Berg herunter und hielt Hof.

Zunächst sprach er am Rande des 15:0-Testkicks der Münchner gegen den heimischen Achtligisten lange mit Fans und Freunden des Rekordmeisters, danach mit den Vorständen Jan-Christian Dreesen und Max Eberl.

Hoeneß beendet die unwürdige Hängepartie um Eberl, das ist korrekt

Und auch für die auf ihn wartenden Journalisten nahm sich Hoeneß Zeit, weil er offenbar etwas zu sagen hatte. Der 74-Jährige nahm nicht nur klar Stellung zu Gianni Infantinos WM-Verkaufsplänen. Er lobte auch die bisherige Transferpolitik der Bayern und erklärte das Sturmtrio Michael Olise, Harry Kane und Luis Diaz für unverkäuflich.

Vor allem aber entschuldigte sich Hoeneß auch öffentlich bei Eberl für seine heftigen Attacken auf den Sportvorstand vor dem DFB-Pokalfinale, als er dessen Zukunftschancen beim FCB mit gerade mal „60:40“ eingeschätzt hatte.

Uli Hoeneß sieht Max Eberls Zukunft beim FC Bayern jetzt als gesichert an

Uli Hoeneß sieht Max Eberls Zukunft beim FC Bayern jetzt als gesichert an IMAGO / Sven Simon

Nach der Aussprache scheint dies nun kein Thema zu sein, Hoeneß bezifferte Eberls Aussichten auf eine Vertragsverlängerung über 2027 hinaus bei 100 Prozent. Um es mit einem seiner Lieblingssprüche zu sagen: „Besser geht’s nicht.“

Es ist richtig, dass der Bayern-Boss eine so anhaltende wie unnötige und teilweise unwürdige Hängepartie beendete. Auch wenn Eberl sicher nicht alles richtig macht und auch in Zukunft Hoeneß noch das ein oder andere Mal ärgern dürfte. Aber all das reicht angesichts seiner Erfolge nicht, um dem Sportvorstand den Stuhl vor die Tür zu setzen. Insofern kam Hoeneß hier zur Vernunft.

Drei Argumente sprechen beim FC Bayern für Eberl

Er selbst hatte gegen manche Widerstände vor zweieinhalb Jahren seinen Wunschkandidaten Eberl zum FC Bayern geholt. Doch in der Folge gab es immer wieder Diskussionen um die Arbeitsweise des Sportbosses und auch seine teils als sehr teuer empfundenen Vertragsabschlüsse mit Stars wie Alphonso Davies oder Jamal Musiala.

Übersehen wurden dabei aber immer drei gewichtige Argumente, die für den Ex-Gladbacher sprachen.

Bayern-Trainer Vincent Kompany (l.) und Sportvorstand Max Eberl

Bayern-Trainer Vincent Kompany (l.) und Sportvorstand Max Eberl S. Mellar/FC Bayern via Getty Images

Zum einen die Tatsache, dass er nie alleine die Verträge aushandelte, sondern auch und gerade mit der Unterstützung und Billigung von CEO und Finanzchef Dreesen – sowie am Ende der Zustimmung des Aufsichtsrats mit Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Herbert Hainer.

Zum zweiten, dass sich Eberls Einkaufsbilanz mehr als sehen lassen kann. Er holte – neben Trainer Vincent Kompany – unter anderem die von zahlreichen Topklubs umworbenen Olise, Diaz und Jonathan Tah zum FCB und in diesem Sommer Marokkos WM-Shootingstar Ismael Saibari sowie DFB-Senkrechtstarter Nathaniel Brown.

Und last but not least gibt es keine ernsthaften Alternativen auf dem Markt, die Eberls Job bei Bayern in jedem Fall besser machen würden. Gerade vor dem Hintergrund der angestrebten Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben sowie der speziellen Mia-san-Mia-Attitüde des Vereins kommt ein ausländischer Sportchef realistisch kaum in Frage.

In Deutschland hingegen, wo der FC Bayern die Konkurrenz wieder meilenweit abgehängt hat, galt nur Markus Krösche als ernsthafte Option. Doch spätestens nach der auch durch dessen Transfer-Missgriffe verursachten schwachen letzten Saison ist der Frankfurter kein Thema mehr.

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