Argentinien verliert verdient das WM-Finale gegen Spanien. Doch als Lionel Messi weint, leiden selbst hartgesonnen Fußballfans mit.
Argentinien verliert verdient das WM-Finale gegen Spanien. Doch als Lionel Messi weint, leiden selbst hartgesonnen Fußballfans mit.
Tränen kullern aus den rehbraunen Augen und laufen die Wangen hinab, die Lippe ist zittrig. Im Hintergrund ragt ein überdimensionaler goldener WM-Pokal empor, darunter feiern die Spanier im rot-gelben Konfetti-Regen. Nur Lionel Messi, der weint.
Es sind Bilder, die für einen Fußballfan nur schwer zu ertragen sind. Messi weint vor der argentinischen Kurve. Wer hier nicht leidet, hat den Fußball nie geliebt.
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Messi wird also nicht zum zweiten Mal Weltmeister. Er wird entthront – kein filmisch kitschiges Happy End.
Nach den K.o.-Siegen gegen Ägypten oder England ließ ihn die Mannschaft noch hochleben, warf ihn in die Lüfte. Die Zeit schien dabei stillzustehen, für einen Moment schwebte Messi über den Dingen, in einer eigenen Sphäre. Bilder für die Ewigkeit?
Nein. Er ist gelandet, auf dem Boden angekommen und trauert. Schon bei Schlusspfiff sackt er zusammen, sitzt minutenlang für sich allein, abgeschieden von der Welt.
Nach der Siegerehrung geht er den tapferen Weg in Richtung eigener Fans. Die feiern ihn, bejubeln ihn. Die 10 ist allgegenwärtig. Es gibt Messi-Sprechchöre.
Aber der ist untröstlich. So einen Helden, so eine Legende, so einen wahren Champion so zu sehen, ist herzzerreißend...