Ende April lieferten sich Paris Saint-Germain und der FC Bayern im Halbfinale der Champions League einen irrwitzigen Schlagabtausch. Mit 5:4 setzten sich die Franzosen schlussendlich durch - und die Fußballwelt spendete beiden Teams Applaus für das gebotene Spektakel. Doch ausgerechnet der legendäre Michel Platini hatte laut eigener Aussage kaum Begeisterung für das Match übrig.

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Ende April lieferten sich Paris Saint-Germain und der FC Bayern im Halbfinale der Champions League einen irrwitzigen Schlagabtausch. Mit 5:4 setzten sich die Franzosen schlussendlich durch - und die Fußballwelt spendete beiden Teams Applaus für das gebotene Spektakel. Doch ausgerechnet der legendäre Michel Platini hatte laut eigener Aussage kaum Begeisterung für das Match übrig.
"Nach dem 5:4 im Hinspiel sprach man vom 'Spiel des Jahrhunderts'. Mir persönlich hat das 1:1 im Rückspiel besser gefallen", stellte der 71-Jährige im Interview mit der Sportzeitung "L'Equipe" klar.
Seine Begründung: "Die Abwehrreihen waren löchrig wie ein Sieb - sie kassieren neun Gegentore, und wir bezeichnen das als Spiel des Jahrhunderts? Wir befinden uns da wirklich im Bereich des Showbusiness."
Gerade die Offensivreihen um Ousmane Dembele, Khvicha Kvaratskhelia und Desire Doue auf der einen sowie Harry Kane, Michael Olise und Luis Diaz auf der anderen Seite waren im Nachhinein gerühmt worden.
Dafür hatte Platini wenig Verständnis. "Eine starke Defensivaktion oder eine klasse Parade des Torwarts sind genauso schön wie ein erzieltes Tor", hob der einstige Weltklassespieler hervor.
FC Bayern Teil von "Fußball-Meisterwerk"Platinis Aussagen stehen in direktem Widerspruch zu den Analysen der Beteiligten nach dem Fußball-Fest in Paris. "Das war das beste Spiel, in dem ich als Trainer dabei war, ohne Zweifel", erklärte PSG-Coach Luis Enrique im Anschluss. Er habe "noch nie eine solche Intensität, ein solches Tempo und ein solches physisches Niveau gesehen."
"Gab es jemals ein Fußballspiel wie dieses?", fragte der britische "Guardian", während die spanische "AS" ein "Fußball-Meisterwerk" sah. Und Bayerns Joshua Kimmich sprach von einem "Gefühlsbad".
Beim Wiedersehen in der Allianz Arena ging es dann deutlich ruhiger zu. Ein 1:1 im Rückspiel besiegelte das Aus des FC Bayern gegen den späteren Sieger PSG, das den Henkelpott bereits 2025 gewonnen hatte und auch in der kommenden Saison wieder zu den Top-Favoriten zählt.