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Großstadt gegen Superkolonie: Wie sich Karlsruhe gegen invasive Tapinoma-Ameisen wehrt

Дата публикации: 11-08-2026 12:48:26

Mal wieder breitet sich eine eingeschleppte Tierart in Deutschland massiv aus. Die Große Drüsenameise sorgt für Stromausfälle, gesperrte Spielplätze und besorgte Eltern. Die Bekämpfung gestaltet sich schwierig.

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Großstadt gegen Superkolonie: Wie sich Karlsruhe gegen invasive Tapinoma-Ameisen wehrt

Mal wieder breitet sich eine eingeschleppte Tierart in Deutschland aus. Die Große Drüsenameise sorgt für Stromausfälle, gesperrte Spielplätze und besorgte Eltern. Jetzt rüsten die betroffenen Städte auf.

Im Mülleimer wimmelt es. Zwischen Bierdosen, Zigarettenpackungen und Kassenzetteln holt Karen Eßrich einen Getränkebecher hervor. Sind das Kaffeereste auf dem Boden? „Nein“, sagt die städtische Mitarbeiterin.

Ehe sie fortfahren kann, löst sich die wimmelnde Masse in Einzelteile auf. Hunderte Ameisen schießen aus dem Becher hervor, innerhalb von Sekunden krabbeln sie über Finger, Hand, Unterarm.

„Wenn man sie stört, werden sie aggressiv“, sagt Eßrich. „Und wenn man sie zerdrückt, riechen sie wie ranzige Butter.“

Ameisen-Kolonie erstreckt sich über 100 Fußballfelder

Karen Eßrich ist eigentlich Verwaltungswirtin. Seit Juli 2025 hat sie aber ein neues Amt inne: Sie koordiniert die Ameisenbekämpfung in Karlsruhe. Eine solche Stelle gibt es bisher in kaum einer deutschen Stadt – noch. Denn das, was im Karlsruher Stadtteil Neureut vor sich geht, könnte bald auch anderen Regionen blühen.

Auf ihrem Tablet zeigt Eßrich die befallenen Stellen: ein Hallenbad, eine Schule, ein Sportplatz. Außerdem unzählige Privatgrundstücke. „Wir schätzen, dass zwischen 70 und 80 Hektar betroffen sind“, sagt Eßrich. Das wäre ein Gebiet, so groß wie einhundert Fußballfelder.

Porträt von Karen Eßrich

Karen Eßrich koordiniert die Ameisenbekämpfung in Karlsruhe.

Straßenkreuzung in Karlsruhe-Neureut.

Im Untergrund des Karlsruher Stadtteils Neureut wimmelt es. Auf einer Fläche von 70 bis 80 Hektar lebt die Große Drüsenameise.

Ein Schild warnt vor invasiven Ameisen in Karlsruhe.

Warnschild im Karlsruher Stadtteil Neureut.

Eine Hand hält einen Getränkebecher, in dem sich unzählige Ameisen befinden.

Auch vor Getränkebechern machen die Ameisen nicht halt.

Verlassener Spielplatz in Karlsruhe-Neureut.

Auf diesem Spielplatz tummeln sich die invasiven Krabbler.

Neben einem geparkten Auto befindet sich ein kleines Loch im Asphalt.

Durch Löcher im Asphalt spritzen die Schädlingsbekämpfer heißes Wasser. Das soll die Ameisen zurückdrängen.

Ein Schild mit einem Ameisen-Symbol weist auf ein Experiment hin.

Auch mithilfe sogenannter Locksteine sollen die Ameisen beseitigt werden. Die Forschung dazu läuft.

Schulhof in Karlsruhe-Neureut.

Die Ruhe trügt. Auf dem Schulhof sind die Tapinoma-Ameisen besonders aktiv.

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