Nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 in Kolumbien steigt die Zahl der Toten und Verletzten. Gebäude stürzten ein, weitere wurden schwer beschädigt. Aufnahmen zeigen das Ausmaß der Zerstörung.
Nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 in Kolumbien steigt die Zahl der Toten und Verletzten. Gebäude stürzten ein, weitere wurden schwer beschädigt. Aufnahmen zeigen das Ausmaß der Zerstörung.
Ein Instagram-Video von José Gallego zeigt den Moment, als der Flughafen in Pereira einstürzt. Der junge Kolumbianer befindet sich dort, als plötzlich die Erde zu beben beginnt. Die Menschen bringen sich unter Tischen in Sicherheit. Gallego selbst beschreibt die dramatischen Sekunden mit den Worten: „Einen Moment lang dachte ich, das war’s jetzt. Alles ist eingestürzt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich überlebe.“
Das Epizentrum des Bebens lag nahe der Gemeinde San José del Palmar an der Pazifikküste. Das Beben ereignete sich um 7.34 Uhr Ortszeit. Laut offiziellen Angaben wurden mehr als 1500 Wohnhäuser schwer beschädigt und rund 60 Gebäude stürzten vollständig ein. Auch 18 Krankenhäuser und 52 Schulen blieben von den Auswirkungen des Bebens nicht verschont. Auf der Plattform X wurden Aufnahmen veröffentlicht, die zeigen, wie ein Turm der neugotischen Kathedrale von Manizales einstürzt und auf das Kirchenschiff fällt.
Mehr als 2000 Menschen gelten als vermisst. Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella sprach zudem von mindestens 111 Toten. Unterdessen rief die kolumbianische Regierung den Notstand aus. Zahlreiche Staaten, darunter die USA, boten ihre Hilfe an. Das gesamte Ausmaß der Katastrophe ist weiterhin nicht absehbar. Die Rettungskräfte suchen weiterhin nach Verschütteten.