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„Noch nie persönlich gesehen”: Student Jakub (20) kauft 400 Jahre altes Haus für 8200 Euro

Дата публикации: 04-08-2026 16:57:00

Ein Student aus Tschechien kauft ein altes Haus in Italien, ohne es vorher zu besichtigen. Warum er selbst vor Schnäppchenimmobilien warnt.

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Ein Student aus Tschechien kauft ein altes Haus in Italien, ohne es vorher zu besichtigen. Warum er selbst vor Schnäppchenimmobilien warnt.

Als 20-jähriger Student hat sich Jakub aus Tschechien im Jahr 2016 den Traum vom eigenen Haus in Italien erfüllt – und das, ohne die Immobilie überhaupt vorher besichtigt zu haben. Für das rund 400 Jahre alte, heruntergekommene Steinhaus zahlte er insgesamt 8200 Euro.

„Ich habe eine Anzahlung geleistet, obwohl ich das Haus noch nie persönlich gesehen hatte“, erzählt Jakub dem slowakischen Lifestyle-Portal „Refresher.sk“. 2500 Euro blätterte der Auswanderer hin, bevor er erstmals in die italienischen Abruzzen reiste und den Kaufvertrag beim Notar unterschrieb.

Jakub verwandelt alte Ruine in ein Ferienhaus

Wie der Tscheche mit Fotos und Videos auf seinem Instagram-Account namens „Casa dei Fichi“ zeigt, verwandelte Jakub die verlassene Ruine Schritt für Schritt in ein bewohnbares Haus. Heute verbringt er dort gemeinsam mit seiner Familie Wochenenden und lädt Freunde ein. Inzwischen lebt die Familie an der Küste der Region und besitzt dort zusätzlich eine Wohnung.

Italienische Schnäppchen liegen im Trend

Schon seit fast zwei Jahrzehnten lockt Italien ausländische Immobilienkäufer mit günstigen Schnäppchenhäusern, heute auch als Ein-Euro-Häuser bekannt. Das Konzept entstand laut dem italienischen Kultusministerium 2008 in dem sizilianischen Ort Salemi.

Der damalige Bürgermeister Vittorio Sgarbi wollte verlassene Gebäude im historischen Ortskern für einen symbolischen Euro verkaufen, um Investitionen anzuziehen und den Bevölkerungsrückgang zu stoppen.

Warum Ein-Euro-Häuser am Ende doch mehr kosten

Inzwischen sollen laut dem italienischen Wissenschaftsportal „Geopop“ mehr als 70 Kommunen ein solches Programm eingeführt oder angekündigt haben. Die Schnäppchenhäuser bekommen Käufer aber nur zu speziellen Bedingungen: Mit der Zahlung des symbolischen Euros verpflichten sie sich, die Immobilien innerhalb einer bestimmten Frist zu sanieren. Sämtliche Kosten für Renovierung sowie Steuern und Gebühren müssen sie selbst tragen.

Auswanderer Jakub sieht den Trend jedoch kritisch. „Ich denke, die Eurohäuser sind einer der besten Marketing-Schachzüge Italiens. Aber nur wenige sprechen darüber, was danach kommt“, warnt er gegenüber „Refresher.sk“.

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