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Bärbel Bas und ihr Motorrad: Ärger um Rettungsgassen-Beichte

Дата публикации: 09-06-2026 05:51:00

Bärbel Bas macht in der Bundesregierung irgendwas mit Arbeit. In ihrer Freizeit fährt sie Motorrad, und das offenbar auch gern mal durch die Rettungsgasse. Das ist ebenso naiv wie gefährlich. Ein Kommentar.

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Bärbel Bas macht in der Bundesregierung irgendwas mit Arbeit. In ihrer Freizeit fährt sie Motorrad, und das offenbar auch gern mal durch die Rettungsgasse. Das ist ebenso naiv wie gefährlich. Ein Kommentar.

Ich bin kein Motorradfahrer und kann nur ahnen, wie sich die Biker in der Sommerhitze in ihren dicken Lederkombis im Stau fühlen müssen. Ich war aber vor vielen Jahren als Rettungsassistent tätig und kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie viel Stress es am Steuer eines Rettungswagens bedeutet, sich durch einen Stau zu einer Unfallstelle schlängeln zu müssen.  

Genau darum gibt es die Rettungsgasse: Alle auf der linken Spur fahren nach links, alle anderen nach rechts. So entsteht zwischen der linken und der mittleren oder rechten Fahrspur die Rettungsgasse. Ein idiotensicheres Konzept, das eigentlich jeder versteht. Das gilt immer, wenn ein Stau entsteht und auch schon dann, wenn sich die Schlange noch ganz langsam fortbewegt. Und die Rettungsgasse gilt ausnahmslos für alle Verkehrsteilnehmer inklusive Motorradfahrer. Vorbeischlängeln, egal ob rechts oder links oder auf dem Standstreifen, ist verboten.

Bärbel Bas: Born to be fahrlässig

Für Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas gelten die Regeln offenbar nicht. In der ARD-Sendung „Caren Miosga” gab sie freimütig zu, dass sie sich im Stau mit ihrem Motorrad an Autoschlangen vorbeidrängle. Denn das sei erlaubt und sie müsse ja Fahrtwind haben. „Jeder Autofahrer, bitte Platz machen, wenn ein Motorradfahrer kommt”, ergänzte sie dann noch. Na besten Dank, Frau Bas: Das Unfallopfer im brennenden PKW kann nicht von Feuerwehr und Rettungsdienst erreicht werden, weil Politiker nach dem Easy Rider-Motto „Born to be wild” unbehelligt durch den Stau düsen wollen und die Rettungsgasse blockieren?

Bei der SPD-Ministerin brennt was an

„Es liegt wirklich daran, dass die Maschine im Stau heiß wird und nicht alle haben eine Luftkühlung, und bevor eine Maschine anfängt zu brennen, sollte man gucken, dass man tatsächlich weiterkommen kann”, so Bas' nachgeschobene Entschuldigung. Mal abgesehen davon, dass sie wahrscheinlich Luft- und Wasserkühlung verwechselt – gerade mit Wasserkühlung haben Motorräder im Stau ja Vorteile gegenüber solchen mit Luftkühlung. Und ein Motorrad, das nach fünf Minuten Leerlauf abbrennt, würde wahrscheinlich in Deutschland keine Straßenzulassung bekommen. 

Aber was sollen denn dann die Fahrer eines Oldtimers sagen, die bei Stop-and-Go-Verkehr ebenfalls Probleme mit der Kühlung bekommen können? „Mein alter Rolls-Royce überhitzt wieder, na pfeif' drauf, dann fahre ich eben hinter Bärbel durch die Gasse”? Umso peinlicher, dass solche Offenbarungen von der Ministerin einer Partei kommt, die ansonsten beim Thema Verkehr Autofahrer vor allem gängelt, etwa indem sie felsenfest am Verbrenner-Verbot festhält und immer höhere CO2-Steuern verteidigt, die das Tanken jedes Jahr teurer machen.

Bitte beim Verkehrsminister antreten

Bei der nächsten Kabinettssitzung sollte Frau Bas sich bei Verkehrsminister Patrick Schnieder aufklären lassen, was solche Aktionen kosten: Wer durch eine Rettungsgasse fährt, egal ob auf zwei, vier oder mehr Rädern, riskiert zwischen 240 und 320 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot. Für Frau Bas bitte noch ergänzend einen Monat Talkshow-Sperre, damit sie sich bis zur nächsten Sendung in die Straßenverkehrsordnung einlesen kann.

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