Israel soll 2023 den Transfer von Iron-Dome-Systemen aus den USA an die Ukraine gestoppt haben. Nun entzündet sich daran in Washington ein neuer Streit um Waffen und Einfluss.
Israel soll 2023 den Transfer von Iron-Dome-Systemen aus den USA an die Ukraine gestoppt haben. Nun entzündet sich daran in Washington ein neuer Streit um Waffen und Einfluss.
Israel hat 2023 verhindert, dass zwei in den USA stationierte Iron-Dome-Batterien an die Ukraine abgegeben werden. Der Fall löst in Washington erneut eine Debatte aus. Der US-Kongress berät über ein Gesetz, das die Rüstungszusammenarbeit zwischen den USA und Israel ausweiten würde.
Israel konnte den Transfer der Iron-Dome-Batterien an die Ukraine stoppen, weil das System auf einem gemeinsamen Produktionsabkommen mit den USA beruht. Dieses Abkommen gibt Israel demnach ein Mitspracherecht bis hin zum letzten Wort bei der Weitergabe an Drittstaaten. Obwohl die betroffenen Batterien mit US-Geldern finanziert worden sein sollen, habe die Regierung von Benjamin Netanjahu 2023 ihr Veto eingelegt. Als Grund nannte die israelische Seite laut Berichten die Sorge, dass sensible Technologie am Ende in die Hände des Iran gelangen könnte, so „Washington Post“.
Der US-Kongress berät aktuell über ein neues Rüstungsgesetz. Es würde die gemeinsame Forschung und Entwicklung mit Israel deutlich ausbauen. In den Berichten werden unter anderem Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Biotechnologie, unbemannte Systeme und gerichtete Energiewaffen genannt.
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Kritiker fürchten laut dem finnischen Portal „Verkkouutiset“, dass Israel damit auch bei anderen US-Waffensystemen ein faktisches Mitspracherecht bei Exporten an Drittländer erhalten könnte. Der Iron-Dome-Fall gilt ihnen als Beispiel dafür, dass ein solcher Einfluss bereits heute praktische Folgen haben kann.
Der demokratische Senator Chris Van Hollen sagte laut der „Washington Post“: „Es untergräbt unsere Souveränität und schadet unserer nationalen Sicherheit, weil es unsere Optionen einschränkt.“ Weiter sagte er mit Blick auf die Ukraine: „Die Raketensysteme, die wir an die Ukraine übergeben wollten, standen im Südwesten der Vereinigten Staaten und wurden von US-Steuerzahlern bezahlt, aber Israel legte sein Veto ein.“
Sowohl Wolodymyr Selenskyj, als auch Benjamin Netanjahu werben in Washington aktuell um Unterstützung. US-Präsident Donald Trump sagte, es sei schwer, den ukrainischen Wunsch nach 300 Patriot-Abfangraketen zu erfüllen, weil Bestände bereits im Krieg mit dem Iran beansprucht würden.
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