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Interaktiver Warenkorb zeigt Preisanstieg im Supermarkt

Дата публикации: 01-06-2026 07:29:00

Die Preise für Lebensmittel klettern seit Jahren. Checken Sie, wie stark sich Ihr Einkauf durch Krisen und Kriege verteuert hat.

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Krisen und Kriege machen den Einkauf teurer. Seit Corona werden die Verbraucher von immer neuen Preisschocks getroffen – zuletzt vom Ölpreisschock durch den Iran-Krieg. Die Preise für Sprit und Heizöl sind erheblich gestiegen. Das katapultierte die Inflationsrate bereits im März – einen Monat nach Kriegsbeginn – mit 2,7 Prozent auf den höchsten Stand seit Januar 2024. Im Februar hatte sie noch unter der Zwei-Prozent-Marke gelegen, welche die Europäische Zentralbank anstrebt.

Im April waren es schon 2,9 Prozent. Im Supermarkt ist bis jetzt davon kaum etwas zu spüren. Die Preise für Nahrungsmittel lagen im April um 1,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Doch das könnte sich schnell ändern: Neben Sprit ist auch Dünger deutlich teurer geworden; diese gestiegenen Kosten für Herstellung und Transport werden sich in den Lebensmittelpreisen widerspiegeln. Wie stark sie diesmal steigen werden, ist noch unklar. Mit unserem interaktiven Warenkorb können Sie dies regelmäßig checken.

Was der interaktive Warenkorb zeigt

Die Anwendung zeigt die Preisentwicklung von mehr als 100 Produkten laut Verbraucherpreisindex für Deutschland des Statistischen Bundesamts (Destatis). Maßgeblich sind die Angaben in Prozent. Die dargestellten Preise in Euro sind selbst ermittelte Durchschnittswerte auf Basis monatlicher Stichproben über mehrere Warenklassen, von günstigen Discounter-Artikeln bis zu Bioprodukten. Sie dienen der Illustration des virtuellen Einkaufs.

Lebensmittel-Inflation im persönlichen Warenkorb

Die Anwendung zeigt, wie stark sich der Einkauf im Supermarkt verteuert hat – seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020, seit dem Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 und seit Beginn des Iran-Kriegs im Februar 2026. Der interaktive Check orientiert sich an klassischen Warenkorb-Anwendungen.

Wählen Sie aus mehr als hundert Artikeln Ihre gewünschten Produkte für den Warenkorb aus und bestimmen Sie dort die jeweilige Menge. Tipp: Sie können den leeren Warenkorb auch mit Beispiel-Einkäufen füllen. Mit dem Button „Zur Kasse“ gelangen Sie zum Kassenbon. Dieser zeigt, wie stark sich der komplette Einkauf und die darin enthaltenen Produkte verteuert haben – seit dem gewählten Zeitpunkt bis heute.

Beispiel-Einkauf fürs Frühstück

Unser Beispieleinkauf fürs Frühstück entält typische Vertreter für die erste Mahlzeit des Tages - von süß bis gesund: Kaffee, Milch, Toastbrot, Eier, Äpfel, eine Banane, Müsli, Orangensaft und Marmelade. Im Vergleich zum Beginn der Coronakrise im März 2022 ist der Einkauf heute mehr als 40 Prozent teurer, seit dem Angriff auf die Ukraine sind es mehr als 30 Prozent - und im Vergleich Vorjahresmonat rund 5 Prozent. Seit dem Irankrieg hat sich dieser Einkauf bislang kaum verändert, er ist jetzt sogar minimal günstiger (-0,1 Prozent). Ihr Frühstück sieht anders aus? Dann stellen Sie es zusammen – und checken die Preisentwicklung Ihres Einkaufs.

Kassenbon macht Entwicklung der Preise sichtbar

Der Kassenbon verdeutlicht, wie stark uns vergangene Preisschocks weiter belasten. Denn selbst eine sinkende Inflation bedeutet einen gebremsten Preisauftrieb, aber nicht zwingend sinkende Preise. Einige Produkte wie Kaffee sind im langfristigen Vergleich spürbar teurer geworden – auch wenn Discounter nun die Preise etwas senken. Dagegen ist Butter nicht nur im Vergleich zum Vorjahresmonat günstiger, sondern auch seit Beginn des Kriegs in der Ukraine. Unterm Strich ist der Supermarkteinkauf aber deutlich teurer geworden.

Das unterstreicht auch Esra Limbacher, stellvertretender SPD‑Fraktionsvorsitzender. Er ist zudem Mitglied der Taskforce, die Union und SPD wegen der hohen Spritpreise eingerichtet hatten und die Preisentwicklungen für Lebensmittel beobachtet. „Die Lebensmittelpreise standen schon vor dem Iran-Krieg unter erheblichem Druck. Der Konflikt verschärft nun vor allem bestehende Risiken und Probleme“, sagt er unserer Redaktion. „Ich halte weitere Preissteigerungen für nicht ausgeschlossen.“ Dies hänge im Wesentlichen von der Entwicklung der Energiepreise, der internationalen Lage, Ernteerträgen und den Entscheidungen von Handel und Lebensmittelindustrie ab. Preisentwicklungen im Supermarkt im Blick zu behalten, kann eine Maßnahme sein, um zu sparen.

Interaktiver Warenkorb: Kassenzettel im Vergleich

Kassenzettel fürs Frühstück im Vergleich seit Beginn der Corona-Pandemie, seit dem Angriff auf die Ukraine und seit dem Iran-Krieg (Stand März 2026).© FUNKE Interaktiv | FMG

Hinter den dargestellten Werten zur Teuerung steckt der Verbraucherpreisindex für Deutschland. Das Statistische Bundesamt (Destatis) misst damit monatlich die Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs mit rund 700 Waren und Dienstleistungen für den privaten Konsum – vom Apfel über die Pauschalreise bis zur Zahncreme. Die Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat wird als Inflationsrate bezeichnet.

Preissteigerung laut Destatis, Preise als Beispiel

Für den interaktiven Warenkorb wurden rund 100 Einzelposten aus den Bereichen „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ sowie „Alkoholische Getränke und Tabakwaren“ des Verbraucherpreisindex ausgewählt. Daraus wird die Preissteigerung ermittelt und als Prozentwert auf dem virtuellen Kassenbon angezeigt.

Die angezeigten Preise sind selbst ermittelte Durchschnittspreise über alle Produktklassen von Discounter-Artikel bis Bio- und Markenprodukt. Dafür werden monatlich aktuelle Stichprobenpreise der dargestellten Produkte bei Aldi Nord und Rewe erhoben. Sie sind als Beispielpreise zur Illustration des virtuellen Einkaufs zu verstehen.

Ein Projekt des Interaktiv-Teams

Von Carla Grefe-Huge, André Pätzold, Jeremias Volker und Sebastian Vollnhals. Weitere Anwendungen des Teams finden Sie auf der Interaktiv-Übersichtsseite

Hinweis: Die in der Anwendung dargestellten Icons wurden mittels KI erstellt.

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