Zusammen mit seiner Familie ist der Berliner Rapper zurück nach Deutschland gezogen – zunächst auch mit den Nannys. Doch die dürfen nicht dauerhaft bleiben.
Dubai ist over – zumindest für Familie Ferchichi. Ende des vergangenen Jahres haben Bushido und seine Frau Anna-Maria Ferchichi die Zelte im Emirat abgebrochen und sind mit ihren acht Kindern nach Grünwald bei München gezogen. Während anfangs noch von zwei Wohnsitzen und vom Pendeln die Rede war, stellte sich später heraus, dass sie nun dauerhaft in Deutschland bleiben möchten.
Doch der Umzug hat für den Berliner Rapper und seine Familie eine bittere Konsequenz: Ihre langjährigen Nannys Gretchen und Phemi dürfen von der Großfamilie nicht beschäftigt werden.
Wie das Paar in der aktuellen Folge des gemeinsamen Podcasts „Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi“ erzählt, haben die beiden Frauen von den Philippinen vier Jahre lang auf die Kinder aufgepasst. Längst gehörten sie zum engsten Umfeld der Ferchichis.
Wie Anna-Maria Ferchichi erklärt, seien die beiden zunächst sogar mit nach Deutschland gezogen: „Gretchen und Phemi sind unsere früheren Nannys, die vier Jahre mit uns in Dubai gelebt haben. Sie sind dann noch ein paar Monate mit uns in Deutschland gewesen.“
Doch die deutsche Bürokratie soll der Familie einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Demnach soll die dauerhafte Beschäftigung der beiden Nannys an geltenden Visabestimmungen gescheitert sein. Sowohl für Bushido und seine Frau als auch für Gretchen und Phemi soll das ein Schock gewesen sein.
„Sie haben sich erst geweigert“, erzählt Anna-Maria Ferchichi von der geplanten Rückkehr auf die Philippinen. Offenbar war die Vorstellung, wieder in das frühere Familienleben zurückzukehren, für die beiden Kinderpflegerinnen mit Sorgen verbunden.
„Die hatten auch ein bisschen Angst zurückzugehen. Das habe ich gemerkt. Angst vor dieser Distanz zu ihren Ehemännern“, führt die 44-jährige Mutter aus. „Wenn du irgendwie acht Jahre im Ausland warst, neun Jahre, zehn Jahre, dann warst du nicht bei deiner Familie. (…) Es ist schon schwer, sich wieder einzugliedern.“
Bushido erbost über die Ablehnung der VisaBushido scheint die Entscheidung indes nicht ganz nachvollziehen zu können und wütet gegen die deutschen Behörden: „Ich finde das schon echt eine absolute Frechheit, dass uns vonseiten des deutschen Staates keine Möglichkeit gegeben wurde, dass wir Gretchen und Phemi bei uns behalten durften.“
Eigentlich hatte das Paar gehofft, die beiden Frauen weiter beschäftigen zu können. „Wir hätten sie offiziell in ein sozialabgabepflichtiges Arbeitsverhältnis einstellen können, wo sie wirklich einen tollen Lohn verdient hätten. Alles an Lohnsteuer und Krankenkasse wäre abgeführt worden“, betont der 47-jährige Musiker.
Was konkret zur Ablehnung der Aufenthalts- beziehungsweise Arbeitserlaubnis für eine Beschäftigung in Deutschland geführt hat, ist bislang nicht öffentlich bekannt. Möglich wären etwa eine „fehlende Qualifikation“ oder ein „falscher Visumstyp“.
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