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Beste Schulprojekte aus SH erhalten Zukunftspreise für Nachhaltigkeit

Дата публикации: 05-06-2026 10:44:19

Der Zukunftsverein hat gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Didaktik des Geographischen Instituts die besten Projekte von Schülerinnen und Schülern aus Schleswig-Holstein zum Thema Nachhaltigkeit ausgezeichnet. 

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Am Mittwoch, den 3.6.2026 verlieh der Verein Zukunftsfähiges Schleswig-Holstein - Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung e.V. (Zukunftsverein) gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Didaktik des Geographischen Instituts der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) die diesjährigen Zukunftspreise. Der Wettbewerb wird seit 2015 durchgeführt. Er wird von der Brunsbüttel Ports GmbH gesponsert. In diesem Jahr wurden 8 Wettbewerbsbeiträge ausgezeichnet.
Mit dem Wettbewerb sollen Schülerinnen und Schüler motiviert werden, sich mit Nachhaltigkeitsthemen zu beschäftigen und ihr Wissen konkret in nachhaltiges Handeln umzusetzen. Er soll zudem den Umsetzungsprozess der Strategie Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in Schleswig-Holstein unterstützen.

1. Preis(dotiert mit 1.000€): Das Projekt „Bewußtseinsschaffung für die Nachhaltigkeitsziele als SDG-Botschafter“ der Gemeinschaftsschule Probstei in Schönberg

Von der Gruppe wurde an der GSP Schönberg eine Initiative zur Erzielung von mehr Aufmerksamkeit für die 17 Ziele der nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen (17 SDG = Sustainable Development Goals) ins Leben gerufen. 
Mittlerweile engagieren sich 18 Schüler*innen aus den Jahrgangsstufen 10-12 als sogenannte „SDG-Botschafter*innen“. 

In der Visionsphase wurden die SDG auf die Lebenswirklichkeiten der Schüler*innen heruntergebrochen und eine Fokussierung auf die für sie bedeutenden SDG vorgenommen; d. h. die Ziele „Gesundheit und Wohlergehen“, „Geschlechter-Gleichheit“, „Weniger Ungleichheit“ (Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern), „Maßnahmen zum Klimaschutz“ und „Leben an Land“ stehen in ihrer Arbeit im Mittelpunkt. 

Unter diesen Zielen erarbeiteten die Projektteilnehmenden, was sie an der jetzigen Situation stört und wie sie Veränderungen erreichen können. Daraus entstandene Projektideen sind z. B. ein 4-wöchiger Energiesparwettbewerb für die Klassen der 5.-10. Jahrgangsstufe, der Druck von SDG-Pullovern für die Botschafter*innen, die dauerhafte Visualisierung der SDG-Ziele in Form von SDG-Trittplatten, die Teilnahme am Stadtradeln-Wettbewerb und der Entscheid zur Teilnahme am Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. 

Die Jury zeigt sich beeindruckt von der Durchdringung der komplexen Materie der SDG, die Fokussierung auf SDG, welche die Schüler*innen für sich und ihre Schule als relevant empfinden und die praxisnahe, innovative und attraktive Herangehensweise zur Umsetzung von Projekten, für die sie schnell weitere Mitstreiter*innen gewinnen konnten: „Eine beeindruckende Befassung in der Tiefe mit dieser komplexen Thematik und ein praxisorientiertes kluges Vorgehen zeichnet diese Arbeit aus“, so die Jury in ihrem Fazit. 

2. Preis(dotiert mit 600€) wurde in diesem Jahr zu gleichen Teilen (je 300€) auf zwei Projekte aufgeteilt: 

  • Das Projekt „Glean to Clean“ vom Friedrich-Schiller-Gymnasium Preetz

Die Gruppe beschäftigte sich mit einem Alltagsthema, das immer noch zu wenig Aufmerksamkeit bekommt: der Verschmutzung des städtischen Raums durch achtloses Wegwerfen von Abfall, insbesondere von Plastikmüll und Zigarettenkippen. 

Dies wurde in einem fachlichen Teil allgemein verständlich dargestellt. Ein besonderer Fokus wurde auf die Auswirkungen des Mülls auf Tiere gelegt. Sehr schön ist es der Gruppe gelungen, den Schritt in die Praxis zu gehen. Ein Konzept zur Präsenz in den Sozialen Medien wurde erarbeitet und umgesetzt, daraufhin eine erste Müllsammelaktion in Preetz durchgeführt und ausgewertet. Daraus wurden Rückschlüsse gezogen, wie die weiteren geplanten Sammelaktionen optimiert werden können.

  • Das Projekt „Mission Flussrettung!“, Altes Gymnasium Flensburg

Die Gruppe schildert zunächst sehr eindrücklich den Zustand der kleinen Bäche und Flüsse in Norddeutschland, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts häufig verrohrt und/oder begradigt wurden. Sie zeigen die Notwendigkeit auf, einen guten ökologischen Zustand der Fließgewässer wiederherzustellen und zeigen, wie auch kleine Maßnahmen einen Beitrag zur Renaturierung und Verbesserung der Artenvielfalt leisten können. Mit einem Video dokumentieren sie anschaulich ihr erworbenes Wissen über die Ökologie der Fließgewässer ebenso wie über praktische Maßnahmen, und tragen damit dazu bei, das Bewusstsein für den Schutz von Fließgewässern unter Jugendlichen zu stärken. 

3. Preis(dotiert mit 400€)geht in diesem Jahr an mehrere Gruppen der Hahnheid-Schule Trittau

Der Preis wird von der Jury an einem gesonderten Termin vor Ort in Trittau übergeben.

Sonderpreis für das Projekt „Building Bridges to New Connections Kolding – Altenholz“ vom Gymnasium Altenholz

Initiiert und finanziert durch das INTERREG-Programm "Building Bridges" konnten 48 Jugendliche aus Dänemark und Schleswig-Holstein auf verschiedenen Wegen Kontakt aufnehmen, sich austauschen und dabei viele neue Erkenntnisse über sich und die jeweils andere Seite der Grenze erfahren. Der Wert einer engen, friedlichen und demokratischen Zusammenarbeit, ganz im Sinne von SDG 16 und 17, wurde mit Blick auf die gemeinsame Grenzgeschichte vielfältig erarbeitet und kreativ weitergedacht. Alle Beteiligten der beiden Klassen haben sich von Vornherein den verschiedenen Ideen offen und neugierig gegenüber gezeigt, sich aktiv und kreativ eingebracht, Kompromisse ausgehandelt und ausgehalten und ihren eigenen Teil zum Gelingen des Gesamtprojekts beigetragen. Die Jury war beeindruckt, wie intensiv 13/14-Jährige sich mit der Grenzgeschichte auseinandersetzen und ein gegenseitiges Verstehen erarbeitet wurde (überwiegend in englischer Sprache) und mit welcher inhaltlichen Themensetzung die „Zukunftsfähigkeit“ mit Leben gefüllt wurde. 

Über Zukunftsfähiges Schleswig-Holstein - Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung e.V.

Der gemeinnützige Verein wurde am 19. Februar 1997 gegründet. Er vereint Mitglieder aus den Bereichen Bildung, Kultur, Natur und Umwelt, Politik, Soziales, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Der Verein Zukunft-SH hat seitdem eine Netzwerkarbeit mit allen gesellschaftlichen Gruppierungen aufgebaut.

Schwerpunkt der Vereinsarbeit ist die "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" (BNE). Das Ziel ist es, in Schleswig-Holstein die Kriterien der Nachhaltigkeit als Standard zu verankern.

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