Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner muss eingestehen, dass nach 60 Tagen Waffenstillstand mit dem Iran immer noch keine Einigung in Reichweite ist. Es kommt einem Scheitern des US-Präsidenten gleich.
Der 60-tägige Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran ist ausgelaufen - ohne dass eine Einigung in Sicht wäre. Jared Kushner, Schwiegersohn und politischer Berater von US-Präsident Donald Trump, räumte in einem Interview mit "Fox News" offen ein, dass die Verhandlungen noch weit von einem Abschluss entfernt seien. Ein weiterer Rückschlag für Trump, der auf offener Bühne zuletzt ein Haar-Geheimnis lüftete.
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Jared Kushner warnt: Donald Trump braucht GeduldKushner machte deutlich, dass die jahrzehntelange Funkstille zwischen Washington und Teheran eine schwere Hypothek für die Gespräche darstelle.
Dennoch bewertete der Trump-Berater die laufenden Gespräche als so intensiv wie nie zuvor. Der Austausch sei "wahrscheinlich umfangreicher als jemals zuvor". Ohne gegenseitiges Verständnis könne man keine Vereinbarungen treffen, betonte Kushner. Trump werde sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen, versicherte sein Schwiegersohn.
Die Bedingungen der US-Regierung für eine Einigung formulierte Kushner unmissverständlich. "Sie müssen ein richtiges Land sein wollen - das bedeutet keine Atomwaffen und keine Terrorfinanzierung in der Region", sagte er. Trump strebe einen fairen Deal an, der für beide Seiten vorteilhaft sein könne. Allerdings signalisiere Teheran bislang keinerlei Bereitschaft, auf diese Grundforderungen einzugehen.
Als aktuelles Druckmittel setzt die US-Regierung laut dem Trump-Berater vor allem auf wirtschaftlichen Druck. Die Aufmerksamkeit des US-Präsidenten liege derzeit darauf, ökonomischen Druck auf die Region auszuüben - ein Signal, dass Washington die Sanktionsschraube weiter anziehen könnte.
Donald Trump droht Oman mit BombardierungFür besonderes Aufsehen sorgte jüngst Trumps aggressive Warnung an den Golfstaat Oman - eigentlich ein wichtiger Verteidigungspartner der USA im Nahen Osten. Hintergrund sind Omans Verhandlungen mit dem Iran über einen Plan, die Straße von Hormus unter gemeinsame Kontrolle zu stellen.
Trump hatte bereits zuvor klargestellt, dass der Iran die strategische Wasserstraße nicht kontrollieren dürfe, indem er von US-unterstützten Öltankern Abgaben oder Steuern verlange. Zuletzt verschärfte er den Ton drastisch.
Die strategisch bedeutsame Meerenge ist seit Ende Februar (von wenigen Pausen abgesehen) gesperrt, als der Iran sie nach US-amerikanischen und israelischen Luftangriffen schloss. Durch die enge Wasserstraße wird rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert - ihre Blockade hat weitreichende Folgen für die internationalen Energiemärkte.
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rut/news.de/stg
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