Etwa drei Wochen nach der Massenflucht nach Ceuta sind nach wie vor Tausende Geflüchtete in der spanischen Exklave. Die Lage vor Ort ist prekär, es scheitert an Unterkünften und Gesundheitsversorgung.
Nach der versuchten Einreise von mehr als 72.000 Migrantinnen und Migranten Ende Juli in Ceuta befinden sich nach wie vor mehrere Tausend von ihnen in der spanischen Exklave neben Marokko. Minderjährige und Menschen, die aus Kriegsgebieten wie dem Sudan oder Palästina geflohen sind, dürfen nicht ohne Weiteres abgeschoben werden.
Die spanische Regierung spricht von 5000 verbleibenden Menschen, Ceutas Regionalpräsident Juan Jesús Vivas sogar von mindestens 8000. Viele von ihnen leben auf den Straßen oder an dem Strand „Playa del Trampolín“, berichtet die ARD. Dort hausen sie in notdürftigen Unterkünften aus Schilf, Bambus, Kartons und Planen. Aus Milchkartons sollen die Menschen den Grundriss einer Moschee gebaut haben. Es gibt wenige Duschanlagen, vor denen sich lange Schlangen bilden.
Dem spanischen Nachrichtenportal „el Diario“ zufolge kommt einmal täglich ein Krankenwagen für die grundlegende Versorgung der Menschen. Zudem seien freiwillige Helferinnen und Helfer im Einsatz, um die Geflüchteten zu versorgen. Der Verein für Menschenrechte „Elín“ bezeichnet die Bedingungen für die Geflüchteten als prekär.

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Wasser und Essen erhalten die Menschen von Hilfsorganisationen und dem Roten Kreuz. Am Sonntag protestieren viele von ihnen im Camp am Strand gegen eine mögliche Ausweisung. Im Kampf um Asyl sind Hunderte in den Hungerstreik getreten.

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Als Reaktion darauf kündigte Spaniens Migrationsministerin Elma Saíz am Montag neue Unterkünfte für die Geflüchteten an. Die Zeltlager sollen an vier Orten rund um Ceuta errichtet werden, abseits der Öffentlichkeit. „Ich möchte bekannt geben, dass heute mehrere vorübergehende und spezielle humanitäre Hilfszentren eingerichtet werden. Dadurch werden sofort 1500 neue Unterbringungsplätze geschaffen“, zitiert sie die ARD.
In Ceuta seien inzwischen mehr als 800 Beamte der Nationalpolizei im Einsatz, berichtet die ARD weiter. Das seien knapp 300 mehr als noch Ende Juli. Zudem sind 2000 Soldaten und 700 Beamte der militärisch organisierten Polizeieinheit Guardia Civil unterstützend vor Ort.

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Während die Geflüchteten mit Unsicherheit auf ihr Verbleiben ausharren, machen sich die Einheimischen von Ceuta Sorgen um ihre Stadt, die sie aufgrund des Sicherheitsaufgebots und der vielen Menschen nicht wiedererkennen, berichtet die spanische Nachrichtenagentur „El Español“. Demzufolge befürchten Menschen vor Ort soziale Unruhen.
Ende Juli sind nach Angaben der spanischen Behörden etwa 72.000 Menschen in Ceuta angekommen. Die Migrantinnen und Migranten sind überwiegend schwimmend in die neben Marokko gelegene Exklave gelangt. Bei der Massenflucht kamen nach offiziellen Angaben 91 Menschen ums Leben. Nichtregierungsorganisationen gehen von einer deutlich höheren Zahl an Todesopfern aus.
Durch ein massives Sicherheitsaufgebot an der Grenze haben Marokko und Spanien am vergangenen Samstag eine zweite Masseneinreise verhindert. In der marokkanischen Stadt Fnideq, nahe Ceuta, wurden Sperren aus Stacheldraht und Nato-Draht errichtet. Das berichtete der spanische Fernsehsender RTVE. Zudem sollen Patrouillenboote die Küste überwachen. Auch auf Zufahrtsstraßen wurden Kontrollstellen eingerichtet. (mit AFP/dpa)
Die Artikel aus den spanischen Medien wurden mithilfe von KI übersetzt.
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