Trumps Drohung gegen die Unterstützer des Irans zielt vor allem auf China – und könnte das Verhältnis zu Xi Jinping vor dem geplanten September-Gipfel erneut belasten.

Xi und Trump 2026 in Peking: Das Verhältnis der beiden Staatschefs ist fragil. Foto: Evan Vucci/Pool Reuters via AP
Shanghai. US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit einem „Wirtschaftskrieg“ und einem wirtschaftlichen „D-Day“ – und allen Unterstützern Teherans mit „gewaltigen wirtschaftlichen Konsequenzen“. China nannte er nicht ausdrücklich. Doch die Volksrepublik ist Irans wichtigster Handelspartner und damit eindeutig angesprochen.
Offiziell reagierte China am Donnerstag zunächst zurückhaltend auf Trumps Drohung. „Sanktionen und Druck“ würden nicht zur Lösung beitragen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums.
Wu Xinbo, ein führender USA-Experte in China und Politikwissenschaftler an der Shanghaier Fudan-Universität, wird im Gespräch mit dem Handelsblatt deutlicher: „Ich glaube nicht, dass China aufgrund des US-Drucks seine Verbindungen zum Iran kappen wird.“ China sei für die USA „kein einfaches Ziel in diesem Fall“.
Beide Botschaften sind typisch für Pekings Umgang mit Teheran: China unterstützt den Iran wirtschaftlich und diplomatisch, vermeidet aber weitergehende Beistandsverpflichtungen oder ausgeprägte Lobeshymnen auf das Verhältnis. Die Beziehung ist zwar enger als ein einfaches Handelsverhältnis, aber weniger verbindlich als eine formelle Allianz, wie das Handelsblatt anhand von vier Aspekten analysiert.
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