Wegen seiner Hamburger Vergangenheit hatte der Wechsel von Ludovit Reis zu Werder Bremen eine gewisse Brisanz. Jetzt kehrt der Niederländer in die Hafenstadt zurück – jedoch nicht ins Volksparkstadion.
Wegen seiner Hamburger Vergangenheit hatte der Wechsel von Ludovit Reis zu Werder Bremen eine gewisse Brisanz. Jetzt kehrt der Niederländer in die Hafenstadt zurück – jedoch nicht ins Volksparkstadion.
Werders Neuverpflichtung Ludovit Reis hat eine Hamburger Vergangenheit. Andreas Gumz
Die Rückkehr nach Hamburg, sie kommt für Ludovit Reis doch schon etwas schneller als erwartet. Allerdings geht es für den Neuzugang des SV Werder Bremen nicht zurück ins Volksparkstadion des Hamburger SV, wo Reis vier Jahre als Spieler wirkte, sondern zunächst am Samstag (15.30 Uhr) mit den Bremern ins Millerntorstadion des FC St. Pauli, wo Pokalgegner Lüneburger SK Hansa die Partie aufgrund der hohen Zuschauernachfrage ausrichtet.
Reis' Chancen auf Einsatz stehen gutReis dürfte es in diesem Fall recht sein, dass die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte doch noch nicht so früh vonstattengeht. Gab es doch speziell am vergangenen Wochenende reichlich Gegenwind aus seiner früheren Heimat in den sozialen Medien für den einstigen Hamburger Aufstiegshelden. Durch die Rückholaktionen von Eren Dinkci und Niclas Füllkrug in dieser Woche ist es zuletzt etwas ruhiger um den 26-jährigen Niederländer geworden, der am Samstag die Chance auf seinen ersten Einsatz im Werder-Trikot hat – ausgerechnet eben an der Elbe.
Und die Chancen darauf stehen offenbar gut. Denn Daniel Thioune machte auf der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel deutlich, dass Reis bereits in einem guten körperlichen Zustand ist. "Ludo ist das Profil, das wir gesucht haben", sagte der Werder-Trainer. Reis könne sowohl auf der Sechser- als auch auf der Achterposition spielen und sei "in einem spielfähigen Zustand". Auch menschlich habe der Niederländer einen guten ersten Eindruck hinterlassen: "Er ist ein offener Typ, kommt gut in der Mannschaft an."
Für Thioune ist der Transfer zudem eine besondere Gelegenheit, schließlich kennt er Reis schon seit Jahren aus der Distanz: "Ich habe ihn viele Jahre verfolgen dürfen, weil es immer die Station war, wo ich zuletzt gearbeitet habe, nie mit ihm gearbeitet habe." Sowohl beim VfL Osnabrück als auch beim HSV unterschrieb Reis jeweils seine Verträge unmittelbar nachdem Thioune nicht mehr Cheftrainer war. "Jetzt darf ich hier mit ihm arbeiten, jetzt können wir die Zeit, die Zukunft gemeinsam gestalten", freute sich der Werder-Coach.
Viel Zeit zur Eingewöhnung bleibt Reis nicht. Nach seinem ablösefreien Wechsel vom FC Brügge zu Werder soll er möglichst schnell auf dem Platz zeigen, warum die Bremer ihn unbedingt verpflichten wollten. Thioune sieht ihn dafür bereit. "Er ist wettkampffähig und wird natürlich aller Voraussicht nach auch im Kader stehen jetzt im Pokalspiel", kündigte der Coach an. Danach liege es an Reis selbst: "Dann muss er auf dem Platz zeigen, wie gut er ist."
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