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Schüsse in Berlin-Tiergarten: Prozess gegen 51-Jährigen

Дата публикации: 21-08-2026 14:41:58

Sieben Jahre nach den Schüssen in einer Teestube in Berlin-Tiergarten steht ein 51-Jähriger vor Gericht. Das Opfer lag vier Tage im Koma.

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Sieben Jahre nach Schüssen in einer Teestube in Berlin-Tiergarten hat der Prozess gegen einen 51-Jährigen begonnen. Abdulaziz A. soll am 9. Mai 2019 an der Kurfürstenstraße zweimal auf einen damaligen Filialleiter eines türkischen Ladens geschossen haben. Die Anklage lautet auf gefährliche Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz.

Zwei Kugeln treffen das Bein des Filialleiters

Als Schütze auf der Anklagebank: Abdulaziz A. Lange Zeit war der Türke unbekannten Aufenthalts. Schließlich kam er im Februar dieses Jahres in Polen in Haft, wurde sechs Wochen später nach Deutschland ausgeliefert.

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Opfer liegt vier Tage im Koma

9. Mai 2019, Kurfürstenstraße. In einer Teestube sitzen ein damaliger Filialleiter eines türkischen Ladens und ein Bekannter und plaudern. Um 23 Uhr aber fallen in dieser Nacht Schüsse. Zwei Kugeln ins Bein. Filialleiter T. (62) sackt lebensgefährlich verletzt zusammen. A. habe ihm die Knarre noch kurz an den Kopf gehalten, sei dann mit seinem Begleiter geflohen.

Das Opfer erlitt massive Gefäßverletzungen, wurde im Krankenhaus 20 Minuten lang reanimiert. Der Schaft des linken Oberschenkels zersplittert. Kaufmann T.: „Vier Tage lag ich im Koma. Noch immer fällt mir das Gehen schwer.“ Er frage sich bis heute: „Warum wurde auf mich geschossen? Ich hatte mit dem Mann keine Probleme.“

Angeklagter: „Ich wollte ihn nicht töten“

Der Staatsanwalt geht davon aus: „Der Angeklagte wollte T. eine Abreibung verpassen.“ Weil Kaufmann T. nach Ansicht von A. „dummes Zeug“ über Geldschulden von ihm, dem gelernten Maler, erzählen würde.

Der Schütze ließ nun seinen Anwalt erklären: „Ich habe in die Beine geschossen, ich wollte ihn nicht töten oder in Lebensgefahr bringen. Wenn ich ihn hätte töten wollen, wäre es mir möglich gewesen.“ Er bedauere zutiefst, bitte um Entschuldigung. Schon seit 2023 habe er sich stellen wollen – „freiwillig, ich wollte mich nicht bei der Einreise am Flughafen festnehmen lassen“.

Die Hintergründe der Tat aber ließ der Schütze am ersten Prozesstag offen. Fortsetzung: 28. August.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com

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