Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer neuen Gewitterlage. Vor allem im Osten drohen Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen.
Vor Deutschland liegt eine neue Gewitternacht – und auch am Mittwoch soll es in weiten Teilen des Landes neue Unwetter geben, warnt der Deutsche Wetterdienst. Für viele eine echte Überraschung. Denn das Wetter hat sich über die vergangenen Tage hinweg herrlich beruhigt – wer am Dienstag aus dem Haus musste, freute sich über angenehm kühle Temperaturen. Eine echte Wohltat für alle, die mit der Hitze der vergangenen Wochen zu kämpfen hatten. Doch das Ende der Wärme bedeutet nicht automatisch das Ende der Gewittersaison.
Neue Gewitter in der Nacht und am MittwochNach ein paar Tagen Ruhe könnte es am Dienstag und Mittwoch wieder ordentlich knallen am Himmel über Deutschland: Laut Warnlagebericht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bahnt auch eine neue Gewitterwelle an!
Der Grund liegt in einem Tief, das über Großbritannien liegt: Es pumpt wieder warme und feuchte Luft vom Atlantik nach Deutschland. Hier ist es aber recht kühl – und das sorgt für Spannungen in der Atmosphäre. Die werden sich bereits am Abend entladen. Und bis in den Mittwoch hinein soll es nun wieder Gewitter und Unwetter geben.
Vor allem der Osten ist wieder betroffen, warnt der Deutsche Wetterdienst. Von Niedersachsen bis nach Sachsen soll es schon am Nachmittag und Abend einzelne Gewitter geben – allerdings mit geringer Wahrscheinlichkeit, so der DWD. Am Rand der Alpen seien gewittrige Regenfälle möglich. Regen und Gewitter sollen uns dann durch die Nacht begleiten und am Mittwoch für die eine oder andere Überraschung sorgen.

In den vergangenen Wochen gab es immer wieder heftige Unwetter und Gewitter in ganz Deutschland. Und mit dem vorläufigen Ende des heißen Wetters ist die Gewittersaison noch lange nicht vorbei.Daniel Bockwoldt/dpa
Im Norden Deutschlands soll es dann Gewitter mit Sturmböen bis zu 70 Kilometer pro Stunde und Hagel geben. In einem Streifen von NRW, Rheinland-Pfalz bis nach Sachsen sind ebenfalls einzelne Gewitter mit Starkregen bis 25 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagel und Sturmböen bis 85 Kilometer pro Stunde möglich, heißt es.
Am Nachmittag und am Mittwochabend treten die Unwetter dann über Mitteldeutschland auf – hier sind teilweise auch 30 Liter Regen pro Quadratmeter angesagt, ohne dass es dabei zwingend zu echten Gewittern kommen muss.
Berlin und Brandenburg kommen dieses Mal recht glimpflich davon. Am Dienstagnachmittag und in der ersten Nachthälfte soll es einzelne Gewitter geben, vorhergesagt sind Windböen mit 60 Kilometern pro Stunde. In der zweiten Nachthälfte soll sich die Lage aber bereits wieder beruhigen.
Sachsen: Regen, Sturm und Hagel am MittwochAuch in Sachsen soll es in der Nacht zum Mittwoch einzelne Gewitter mit Windböen bis zu 60 Kilometer pro Stunde geben. Spannender wird hier aber der Mittwoch: Am Abend stehen vor allem im Süden des Bundeslandes Gewitter mit 25 Litern Regen innerhalb kurzer Zeit, Sturmböen mit 85 Kilometern pro Stunde und Hagel auf dem Programm. Lokal begrenzt kann es laut DWD auch zu schweren Gewittern mit heftigem Starkregen kommen, dazu Böen mit 110 Kilometern pro Stunde und drei Zentimeter große Hagelkörner!

Der Deutsche Wetterdienst erwartet in der Nacht zum Mittwoch und am Mittwoch selbst wieder Gewitter und Unwetter in einigen Teilen Deutschlands.Jan Eifert/Imago
Ruhiger ist es in Sachsen-Anhalt. Am Dienstagabend und in der Nacht zum Mittwoch gibt es einzelne Gewitter mit Windböen mit Geschwindigkeiten um die 60 Kilometer pro Stunde. Vor allem auf dem Brocken wird es ordentlich windig, hier werden Sturmböen mit bis zu 75 Kilometer pro Stunde erwartet.
Thüringen: Unwettergefahr mit Starkregen und HagelUnwettergefahr auch in Thüringen. Hier sind am Dienstag und am Mittwochabend Gewitter mit Wind mit 60 Kilometern pro Stunde möglich. Am Mittwochabend drohen dann wie in Sachsen Starkregen mit 25 Litern pro Quadratmeter und Hagel. „Schwere Gewitter mit heftigem Starkregen um 30 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, lokal eng begrenzt orkanartigen Böen um 110 Kilometer pro Stunde und Hagel um 3 Zentimeter“, seien laut DWD ebenfalls möglich.
So wird das Wetter bis zum Wochenende in BerlinRuhig bleibt es hingegen in Mecklenburg-Vorpommern – hier kann es am Mittwoch höchstens einzelne Gewitter mit Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 80 Kilometer pro Stunde geben. Und nach der neuen kurzen Gewitter-Welle scheint sich die Lage zumindest vorerst wieder zu beruhigen.
Für Donnerstag, Freitag und das Wochenende werden für Berlin viele Sonnenschein und milde Temperaturen angesagt. Niederschlag soll es zumindest in der Hauptstadt erst wieder am Montag in größerem Ausmaß geben. Wenn es so bleibt, steht also ein schönes Wochenende bevor, wenn wir uns erst einmal durch die Unwetter gekämpft haben …
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