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Was ändert sich im September 2026? Die wichtigsten Änderungen und Neuerungen

Дата публикации: 18-08-2026 08:49:41

Alkoholfreie Bahnhöfe, Abschied von Stefan Mross und seiner Sonntagsshow, neue Labels für Verbraucherrechte, Erleichterung für manche Steuerzahler .... alle Änderungen und Neuerungen im September genau erklärt.

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Am Berliner Hauptbahnhof wird das Feierabend-Bier verboten, in gleich drei Bundesländern wird gewählt – und Schlagerfans müssen sich von einem Fernseh-Klassiker verabschieden. Dazu kommen zwei neue Label an der Ladenkasse, strengere Regeln für „klimaneutrale“ Werbung und deutlich mehr Football im Fernsehen. Das sind die wichtigsten Neuerungen im September 2026 im Überblick.

Der September wird zum Wahlmonat

Gleich drei Bundesländer wählen neue Parlamente. Den Anfang macht Sachsen-Anhalt: Dort wird am Sonntag, 6. September, ein neuer Landtag bestimmt. Zwei Wochen später, am 20. September, stimmt Mecklenburg-Vorpommern über seinen Landtag ab – und am selben Tag sind auch die Berliner dran. Gewählt wird hier das Abgeordnetenhaus und parallel dazu die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen.

Für das Abgeordnetenhaus wählen darf, wer die deutsche Staatsangehörigkeit hat, mindestens 16 Jahre alt ist und seit mindestens drei Monaten in Berlin wohnt.

Alkoholverbot an Bahnhöfen – diese sind betroffen

Ein Hinweis auf das Alkoholverbot am Hauptbahnhof in München. Ab 1. September gilt es auch in Berlin am Hauptbahnhof und Gesundbrunnen.

Ein Hinweis auf das Alkoholverbot am Hauptbahnhof in München. Ab 1. September gilt es auch in Berlin am Hauptbahnhof und Gesundbrunnen.Sven Hoppe/dpa

Ab 1. September gilt am Berliner Hauptbahnhof und am Bahnhof Gesundbrunnen ein Alkoholkonsumverbot – zeitgleich mit Kiel und Braunschweig. Die Deutsche Bahn zieht damit die nächste Stufe eines bundesweiten Verbots ein, das bis zum 15. Oktober an rund 5400 Bahnhöfen umgesetzt sein soll.

Rund 30 Bahnhöfe, darunter Hamburg, Köln und München, sind bereits alkoholfrei. In Berlin läuft schon seit dem 1. Mai ein Modellprojekt am Bahnhof Zoologischer Garten und am Ostbahnhof – dort gelten sogar strengere Regeln: Verboten ist auch das offene Mitführen von Alkohol, und zwar ebenfalls auf den Bahnhofsvorplätzen.

Azubis: Bis zu 400 Euro sparen bei der Krankenkasse

Das allgemeine Verbot betrifft Bahnsteige und Bahnhofshallen. Ausgenommen bleiben Restaurants und Bars im Bahnhof. Wer eine originalverschlossene Flasche in der Tasche transportiert, macht sich ebenfalls nichts zuschulden. Kontrollieren sollen DB-Sicherheitskräfte und die Bundespolizei.

Auslöser war nach Angaben des Konzerns ein brutaler Angriff auf einen Bahnmitarbeiter im Juli. Bahnchefin Evelyn Palla: „Alkoholfrei heißt: weniger Gewalt und weniger Müll.“ Kritik kommt von der Wohnungslosenhilfe, die eine Verdrängung marginalisierter Gruppen befürchtet.

Neue Label für bessere Verbraucher-Information

Reißt das T-Shirt beim ersten Tragen, haben Kunden Rechte – künftig sollen sie das auf einen Blick erkennen. Ab 27. September gilt EU-weit eine Pflicht zu zwei einheitlichen Kennzeichnungen.

Das Gewährleistungslabel muss jeder verwenden, der Waren an Verbraucher verkauft – im Laden ebenso wie im Onlineshop. Es weist darauf hin, dass mindestens zwei Jahre lang gesetzliche Gewährleistungsrechte bestehen: Bei einem Mangel gibt es Anspruch auf kostenlose Reparatur oder Ersatz.

Das GARAN-Label kommt dagegen nur ins Spiel, wenn ein Hersteller freiwillig obendrauf eine kostenlose Haltbarkeitsgarantie von mehr als zwei Jahren für das gesamte Produkt gibt. Dann muss er sie so kennzeichnen. Neue Rechte entstehen dadurch nicht – neu ist allein die Pflicht, auf die bestehenden Rechte deutlich hinzuweisen.

Letzte Sendung von „Immer wieder sonntags“

Am 6. September heißt es zum letzten Mal live aus Rust: Dann läuft im Ersten die finale Live-Ausgabe von „Immer wieder sonntags“ mit Stefan Mross. Nach 31 Jahren – die Show startete 1995 – ist Schluss; Mross moderierte sie seit 2005. Der SWR nennt finanzielle Gründe für das Aus, ein Nachfolgeformat ist nicht geplant. Ganz vorbei ist es am 6. September aber noch nicht: Am 13. September zeigt Das Erste ein Best-of der Abschiedsstaffel.

Stefan Mross in der ARD-Show „Immer wieder sonntags“  im Europa-Park Rust im Juli.

Stefan Mross in der ARD-Show „Immer wieder sonntags“ im Europa-Park Rust im Juli.Agentur Matthias Wehnert / M. Gränzdörfer / Imago

NFL: viel mehr Football im Fernsehen

Football-Fans bekommen deutlich mehr zu sehen: Die Rechte liegen jetzt bei der RTL-Gruppe und Sky, statt vier sollen künftig bis zu neun Spiele pro Woche laufen. Los geht es in der Nacht zum 10. September um 2.20 Uhr deutscher Zeit mit der Neuauflage des Endspiels vom Februar: Super-Bowl-Sieger Seattle Seahawks gegen die New England Patriots, live im Free-TV bei RTL. Ab dem 13. September folgen die Sonntagsspiele um 19 und 22 Uhr bei RTL sowie die neue „Sky NFL-Konferenz“, die in den ersten drei Spielwochen auch frei empfangbar bei Nitro läuft.

„Klimaneutral“ nur noch mit Nachweis

Ab 27. September wird Greenwashing schwieriger. Wer mit Begriffen wie „umweltfreundlich“, „grün“ oder „klimaneutral“ wirbt, muss das belegen können – auf der Verpackung, in Anzeigen und im Netz.

Verboten sind künftig Aussagen, nach denen ein Produkt allein durch die Kompensation von Treibhausgasen klimaneutral sei. Und Nachhaltigkeitssiegel dürfen nur noch verwendet werden, wenn sie auf einem Zertifizierungssystem beruhen oder staatlich festgesetzt sind. Selbst gebastelte Öko-Sticker fallen damit weg. Verstöße können Abmahnungen, Schadenersatz und Bußgelder nach sich ziehen.

Steuerhilfe: Hürde für Vermieter fällt

Ab 1. September dürfen Lohnsteuerhilfevereine deutlich mehr Menschen beraten. Bisher galt für Nebeneinkünfte aus Vermietung, Kapitalvermögen oder privaten Veräußerungsgeschäften eine starre Grenze von 18.000 Euro im Jahr, bei Paaren 36.000 Euro. Wer darüber lag, flog raus. Diese Grenzen entfallen ersatzlos – nach Schätzung des Bundesfinanzministeriums können rund 35.500 Steuerpflichtige zusätzlich die günstige Hilfe nutzen.

Und sonst? Was passiert noch im September 2026?

Technik-Fans sollten sich den Monatsanfang notieren: Vom 4. bis 8. September öffnet die IFA auf dem Berliner Messegelände. Mehr als 1900 Marken aus 49 Ländern zeigen dort ihre Neuheiten – von Smart Home über Robotik bis Künstliche Intelligenz. Die Tageskarte kostet online 21,50 Euro, Kinder bis einschließlich 15 Jahre kommen kostenlos rein.

Zum Monatsende steht der Klassiker unter den Laufveranstaltungen an: Der Berlin-Marathon startet am 27. September morgens auf der Straße des 17. Juni. Die flache Strecke durch die Hauptstadt gilt als schnellste der Welt – 13 offizielle Marathon-Weltrekorde wurden hier bereits gelaufen, so viele wie nirgendwo sonst. Ins Ziel geht es traditionell durchs Brandenburger Tor.

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