Die Deutsche Post stellt zum Jahreswechsel 2026/2027 ihre Briefformate um. Für alle, die Waren verschicken, kann das ein Aufpreis von mindestens 1,29 Euro pro Sendung werden.
Wer in Berlin regelmäßig Päckchen packt – für Kleinanzeigen, Vinted oder den Enkel in Rostock –, sollte sich den 1. Januar 2027 anstreichen. Die Deutsche Post baut zu diesem Stichtag ihre Briefformate um und hat die Änderungen auf ihrer Webseite veröffentlicht. Der Großbrief wird deutlich großzügiger. Der Maxibrief dagegen wird flach gemacht und genau das kostet viele Absender bares Geld.
Großbrief: doppeltes Gewicht, ein Zentimeter mehrDie guten Nachrichten zuerst: Beim Großbrief national fällt die Änderung zugunsten der Kunden aus. Das erlaubte Höchstgewicht verdoppelt sich laut Post von 500 auf 1000 Gramm. Die zulässige Höhe wächst von zwei auf drei Zentimeter.

Der Großbrief wird größer.STPP/Imago
Wer bisher einen dicken Aktenordner-Auszug, ein Vertragskonvolut oder eine Bewerbungsmappe teuer als Maxibrief aufgeben musste, kommt künftig oft mit dem Großbrief aus. Der kostet aktuell 1,80 Euro statt 2,90 Euro.
Maxibrief: Die Drei-Zentimeter-Grenze ist der KnackpunktBeim Maxibrief geht die Rechnung in die andere Richtung. Länge, Breite und Gewicht steigen: Bis zwei Kilogramm sind künftig ohne Aufpreis drin. Die erlaubte Höhe aber sinkt von fünf auf drei Zentimeter.
Und der Maxibrief mit Zusatzentgelt, mit dem bisher dickere Sendungen möglich waren, entfällt nach Angaben der Post ersatzlos. Wer 2027 etwas verschicken will, das höher als drei Zentimeter ist, kann es nicht mehr als Brief aufgeben. Punkt.

Waren gehören in ein Paket – diesen Grundsatz will die Deutsche Post nun mehr durchsetzen.Maximilian Koch/Imago
Dahinter steht ein Ordnungsprinzip, das die Post selbst so benennt: Dokumente gehören in den Brief, Waren ins Paket. Das Fachportal Paketda verweist zusätzlich auf einen technischen Grund: Die Sortieranlagen für Großbriefe schaffen Sendungen bis rund 3,2 Zentimeter Dicke. Was flacher ist, läuft durch die Maschine statt durch die Hand.
Das kostet der Umstieg konkretFür Privatleute ist die Rechnung schnell gemacht. Ein Maxibrief kostet derzeit 2,90 Euro. Das günstigste Päckchen S schlägt bei Online-Frankierung mit 4,19 Euro zu Buche, das Päckchen M mit 5,19 Euro. Zwischen Maxibrief und Päckchen S liegen also 1,29 Euro – bei gleicher Leistung, denn Päckchen laufen im Inland ohne Sendungsverfolgung und ohne Haftung.

Wer viel online verkauft, wird die Änderungen zu spüren bekommen.Sascha Steinach/Imago
Betroffen ist damit vor allem eine sehr konkrete Gruppe: alle, die kleine Waren verschicken, die zwar leicht, aber eben nicht flach sind. Schuhe, Wollknäuel, gefaltete Jacken, Spielzeug, Kabelboxen. Ein Buch bleibt kein Problem. Ein Paar Sneaker schon.
Für Berliner, die über Kleinanzeigen-Portale verkaufen, heißt das: Wer im Dezember noch nach altem Format kalkuliert und im Januar dieselbe Sendung aufgibt, zahlt drauf.
Was die neuen Formate ab Januar 2027 kosten, hat die Post bisher nicht veröffentlicht. Das kann sie auch nicht allein entscheiden: Briefporto muss in Deutschland die Bundesnetzagentur genehmigen.
Die aktuellen Preise – 95 Cent für den Standardbrief, 1,80 Euro für den Großbrief, 2,90 Euro für den Maxibrief – sind bis Ende 2026 festgeschrieben. Das Genehmigungsverfahren für die Zeit danach läuft seit Januar 2026, eine Entscheidung wird zum Jahresende erwartet.

Briefporto muss in Deutschland die Bundesnetzagentur bestimmen.Christoph Hardt/Imago
Die zuständige Vorständin Nikola Hagleitner hatte im September 2025 gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe erklärt, sie erwarte „eine signifikante Erhöhung“. Als Gründe nennt der Konzern gestiegene Personalkosten und den anhaltenden Rückgang der Briefmengen. Wie hoch der Aufschlag ausfällt, ist offen.
Für Kunden bedeutet das im schlechtesten Fall zwei Effekte auf einmal: eine Sendung, die in ein teureres Produkt rutscht – und ein teureres Produkt.
Im internationalen Briefversand verschwindet der Maxibrief international. An seine Stelle tritt laut Post ein neuer Midibrief international mit maximal zwei Zentimetern Höhe und 500 Gramm. Der Großbrief international wächst analog zum nationalen Format auf drei Zentimeter und ein Kilogramm.
Die vollständige Übersicht der Änderungen steht auf der Webseite der Deutschen Post.
Wie ist Ihre Meinung zu dem Thema? Schicken Sie uns einen Leserbrief per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Le prix du timbre-poste va connaître une hausse de près de 10 % en 2027 | 0 | 18.14 | 12-08-2026 |
| 2 | Preis für Deutschlandticket könnte ab 2027 auf 66,40 Euro steigen | 0 | 14.23 | 03-08-2026 |
| 3 | BVG, S-Bahn & Co.: Diese Preiserhöhung droht Fahrgästen 2027 | 0 | 18.47 | 07-08-2026 |
| 4 | Deutschlandticket в 2027 году может подорожать до 66,40 евро | 0 | 13.06 | 04-08-2026 |
| 5 | Германия — Куда уехал билет за 49 евро | 0 | 18.55 | 04-08-2026 |
| 6 | Schalke will Regeln zum Kauf von Dauerkarten verändern – Preise steigen wohl | 0 | 5 | 18-07-2026 |
| 7 | Платёжки могут начать меняться по новым правилам: тарифы ЖКХ хотят поднимать только раз в год | 0 | 7 | 06-07-2026 |
| 8 | В России в 2027 году вырастут все виды пенсий | 5 | 7 | 09-07-2026 |
| 9 | Kinderfreibetrag soll 2027 um 300 Euro steigen | 0 | 14.26 | 07-08-2026 |