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Spatenstich und Abschluss: Wer demnächst Glasfaser bekommt

Дата публикации: 14-08-2026 08:30:00

Während Landkreise und Städte auf der Suche nach einem neuen Ausbaupartner sind, weil der alte das Glasfaserprojekt abgesagt hat, werden andernorts Schaufeln in die Hand genommen, um den Spatenstich zu feiern. Hier und da steht man auch kurz vor der Fertigstellung.

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In Karlsbad am Nordrand des Schwarz­walds fragt man sich, wie die Ortsteile Itters­bach und Langenstein­bach an Glasfaser kommen sollen, nachdem der Ausbau­partner inexio bzw. dessen Mutter­konzern Deutsche Glasfaser das eigene Projekt abgeblasen hat. Wie die Breit­band­kabel Land­kreis Karls­ruhe GmbH mitteilt, will die Deutsche Glasfaser in den kommenden zwei Jahren im Land­kreis keine Glas­faser­netze mehr bauen. hnliche Fragen stellt man sich auch in Wrselen, Iserlohn oder Lden­scheid, wo Unsere Grne Glasfaser den Rckzug antrat.

Mit der Errichtung des PoP-Gebudes in Waldbrunn fiel der Startschuss fr Vodafones Glasfaserausbau im Neckar-Odenwald-Kreis. Mit der Errichtung des PoP-Gebudes in Waldbrunn fiel der Startschuss fr Vodafones Glasfaserausbau im Neckar-Odenwald-Kreis.
Foto: Vodafone
Dagegen scheint der Neckar-Odenwald-Kreis aufs richtige Pferd gesetzt zu haben: Seit Anfang August 2026 lsst Vodafone die Bagger anrollen. Zusammen mit dem Investor Meridiam baut der Dssel­dorfer TK-Konzern im Kreis ein FTTH-Netz fr mehr als 21.000 Haushalte und Unternehmen. Mit der Errichtung des PoP-Gebudes (Point of Presence) in Waldbrunn fiel der Startschuss. In den kommenden zwei Jahren erschliet Vodafone die Kommunen Billigheim, Elztal, Mosbach, Schefflenz, Seckach und Waldbrunn sowie Unter­diel­bach, einem Stadtteil von Eberbach.

Frder­millionen fr Kreis Wesel und die Stadt Moers

Vodafone baut im Neckar-Odenwald-Kreis auf eigene Kosten aus. Dort wo der eigen­wirt­schaft­liche Glas­faser­ausbau fr Unternehmen unattraktiv ist, schieen Bund und Lnder Geld zu. So erhalten der Kreis Wesel und die Stadt Moers 18 Millionen Euro an Frder­mitteln. Damit sollen Versor­gungs­lcken geschlossen werden. Vom Land NRW erhlt der Kreis 4,8 Millionen und vom Bund 7 Millionen Euro. Das Geld fliet in den Glas­faser­ausbau in den Gemeinden Alpen und Sonsbeck sowie in die Stdte Dinslaken und Wesel. Bis Mitte 2027 sollen hier rund 1500 Kilometer Glas­faser­kabel verlegt werden, um ca. 1840 Haushalte und Unternehmen zu erschlieen.

Freuen sich ber die Frdergelder fr den Kreis Wesel und die Stadt Moers (v. l. n. r.): Sarah Heuser, Eva Vogelsang, Thomas Janen, Landrat Ingo Brohl, Regierungsprsident Thomas Schrmann, Julia Zupancic, Dominik Bulinski, Dr. Kai Gerhard Steinbrich und Lukas Hhnel. Freuen sich ber die Frdergelder fr den Kreis Wesel und die Stadt Moers (v. l. n. r.): Sarah Heuser, Eva Vogelsang, Thomas Janen, Landrat Ingo Brohl, Regierungsprsident Thomas Schrmann, Julia Zupancic, Dominik Bulinski, Dr. Kai Gerhard Steinbrich und Lukas Hhnel.
Foto: BR_D
In den Ausbau in Moers flieen 2,8 Millionen Euro an Landes­mittel. Berlin schiet 3,6 Millionen Euro zu. Damit sollen in Moers bis Ende 2028 526 Kilometer Glas­faser­kabel verlegt werden. Mit dieser Trasse will die Stadt am Niederrhein 1800 Privat­haus­halte sowie 380 Unternehmen mit Glas­faser­anschlssen ausstatten. Moers und der Kreis Wesel erhielten bereits in der Vergan­genheit staatliche Zuwendungen fr den Glas­faser­ausbau. Zur Behebung sogenannter „weier Flecken“, Regionen mit einer durch­schnitt­lichen Download-Bandbreite von unter 30 MBit/s, erhielt der Kreis 33 Millionen Euro. Dieser Ausbau steht kurz vor dem Abschluss.

Osnabrck auf dem Weg zur Voll­versor­gung mit Glasfaser

Das gilt auch fr die Stadt Osnabrck. Matthias Wunderling-Weilbier, Staats­sekretr im Nieder­sch­sischen Ministerium fr Wirtschaft, Verkehr und Bauen, bergab Anfang August an Ober­brger­meis­terin Katharina Ptter einen Frder­bescheid in Hhe von 1,5 Millionen Euro. Damit schliet Osnabrck die letzten 658 Adressen an, die sonst langfristig unversorgt bleiben wrden. Insgesamt wird dieses Projekt rund 6 Millionen Euro kosten. Drei Viertel der Summe kommen von Bund und Land, ein Viertel bernimmt die Stadt Osnabrck.

Sie markieren mit dem symbolischen Spatenstich den Start der letzten Ausbaustufe fr das schnelle Glasfasernetz in Osnabrck (v. l. n. r.): Mathies Adolf von der aconium GmbH als Vertreter fr den Bundesfrdermittelgeber, Nadine Petermller und Stefanie Peterwerth, Gigabitkoordinatorinnen der Stadt Osnabrck, Bastian Hiller, Projektleitung des Breitbandzentrums Niedersachsen-Bremen, Oberbrgermeisterin Katharina Ptter, Niedersachsens Staatssekretr Matthias Wunderling-Weilbier und Peter Richter, Konzernbevollmchtigter der Telekom Nord. Sie markieren mit dem symbolischen Spatenstich den Start der letzten Ausbaustufe fr das schnelle Glasfasernetz in Osnabrck (v. l. n. r.): Mathies Adolf von der aconium GmbH als Vertreter fr den Bundesfrdermittelgeber, Nadine Petermller und Stefanie Peterwerth, Gigabitkoordinatorinnen der Stadt Osnabrck, Bastian Hiller, Projektleitung des Breitbandzentrums Niedersachsen-Bremen, Oberbrgermeisterin Katharina Ptter, Niedersachsens Staatssekretr Matthias Wunderling-Weilbier und Peter Richter, Konzernbevollmchtigter der Telekom Nord.
Foto: Stadt Osnabrck/Constantin Binder
Als Ausbau­partner fungiert die Deutsche Telekom. Das Projekt ist durchaus heraus­fordernd, denn die 658 Adressen verteilen sich ber das gesamte Stadtgebiet. Die Telekom will die Bauarbeiten bis Ende 2027 abschlieen. Die letzte Inbe­trieb­nahme ist fr Januar 2028 vorgesehen. Ab diesem Jahres­wechsel knnte Osnabrck dann auch eine flchen­deckende Glas­faser­versor­gung vorweisen. Bis dahin muss die Telekom im Stadtgebiet aber noch 62 neue Kabel­verzweiger und 15 Haupt­verteiler erreichten sowie ber 465 Kilometer Glasfaser verlegen.

OXG will in Braun­schweig und Landshut bauen

Vom Ziel einer flchen­deckenden Glas­faser­versor­gung ist man in Braun­schweig und Landshut noch recht weit entfernt. Um dem nher­zukommen, haben beide Stdte eine Part­nerschaft mit OXG geschlossen. Das Joint Venture zwischen Vodafone und dem Investor Altice will in Braun­schweig 11.700 und in Landshut 1100 Haushalte mit Glasfaser versorgen. „Besonders begre ich, dass OXG unseren Bestre­bungen gefolgt ist und einen Fokus der Erschlie­ung auf Gebiete legt, die bislang noch nicht ber flchen­deckende Glas­faser­infra­struk­turen verfgen, wie die Schun­tersied­lung und die Siedlung sdlich des Haupt­fried­hofs/der Helmstedter Strae“, sagte Braun­schweigs Stadtbaurat und Wirt­schafts­dezer­nent Gerold Leppa bei der Unter­zeich­nung der Absichts­erkl­rung. Etwas weiter ist OXG bereits in Frth. Hier rollten Anfang August die ersten Bagger an, um fr 330.000 Frther Haushalte ein FTTH-Netz zu errichten.

Ein weiterer Startschuss fiel Anfang August auch im Dieten­heimer Ortsteil Regg­lisweiler. Hier baut NetCom BW ein Glas­faser­netz fr 410 Gebude. Die EnBW-Tochter verlegt dafr 49 Kilometer Glas­faser­kabel und errichtet sieben Verteiler. Parallel werden die offenen Straen dafr genutzt, um das Stromnetz in Regg­lisweiler zu moder­nisieren. Auf diese Weise knnen 210 Strom­haus­anschlsse erneuert werden.

Inbetriebnahme des Glasfasernetzes in Dsseldorf mit (v. l. n. r.): Westconnect-Rollout-Manager Peter Sosna, Dsseldorfs Gigabitkoordinator Martin Lutz, Olaf Wagner, Beigeordneter fr Personal, Organisation, Digitalisierung und Brgerservice der Stadt Dsseldorf, Sandra Etterichretz, Westconnect-Managerin fr Regionale Kooperationen und Westconnect-Projektentwickler Christopher Ifang. Inbetriebnahme des Glasfasernetzes in Dsseldorf mit (v. l. n. r.): Westconnect-Rollout-Manager Peter Sosna, Dsseldorfs Gigabitkoordinator Martin Lutz, Olaf Wagner, Beigeordneter fr Personal, Organisation, Digitalisierung und Brgerservice der Stadt Dsseldorf, Sandra Etterichretz, Westconnect-Managerin fr Regionale Kooperationen und Westconnect-Projektentwickler Christopher Ifang.
Foto: Westconnect
Im Gegensatz zu Regg­lisweiler knnen Stiegeler in Ballrechten-Dottingen sowie Westconnect in Nettetal und Dsseldorf Vollzug vermelden. Hier haben die TK-Unternehmen ihre Glas­faser­netze unlngst in Betrieb genommen. Die E.ON-Tochter Westconnect erschliet die Dssel­dorfer Stadtteile Hubbelrath und Ludenberg, wo sie mit ersten Aktiv­schal­tungen begonnen hat. Bis zum Abschluss des Ausbaus werden rund 3600 Haushalte in Hubbelrath und Ludenberg Glasfaser erhalten. In den Ortsteilen Breyell-Nord und Kalden­kirchen der Stadt Nettetal ist Westconnect bereits fertig. Von den 450 Haus­anschlssen, die Stiegeler in Ballrechten-Dottingen baut, hat der Netz­betreiber nun die ersten 30 in Betrieb genommen. Die restlichen Haus­anschlsse sollen bis zum Herbst nach und nach fertig­gestellt werden.

Auch Fron­tenhausen erhlt Glasfaser. Der nieder­baye­rische Ort drfte vielen besser bekannt sein als Nieder­kalten­kirchen, Heimat der Eberhofer-Krimis.

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