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Ukraine nimmt nächsten Onlinehändler ins Visier ++ Wadephul in Frontnähe

Дата публикации: 23-08-2026 14:49:30

Der deutsche Außenminister ist derzeit in der Ukraine. Ein Besuch in Charkiw führt ihn in die Nähe der Kriegsfront. News im Blog.

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Wichtige Updates

Wadephul bei Ukraine-Besuch in Frontnähe

"Büchse der Pandora" geöffnet – Putin droht Kiew mit Schlag

Russland greift Einkaufszentrum in der Ukraine an – mindestens 18 Tote

Finnland: Russisches Flugzeug mutmaßlich im Nato-Luftraum

Daniel Weidmann

Ukraine nimmt nach Wildberries auch russischen Onlinehändler Ozon ins Visier

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben ihre Drohnenangriffe auf russische Logistikzentren ausgeweitet und nimmt nun auch den zweitgrößten russischen Onlinehändler Ozon ins Visier. Am Sonntag wurde nach Angaben des Unternehmens den zweiten Tag in Folge ein Ozon-Lager getroffen. Nach einem ukrainischen Drohnenangriff sei in einem Logistikzentrum in der zentralrussischen Region Orenburg ein Feuer ausgebrochen, erklärte Ozon. Mehr als 300 Beschäftigte seien evakuiert und der Betrieb des Lagers vorerst eingestellt worden. Bereits am Samstag war nach Angaben des Unternehmens ein Ozon-Zentrum in der benachbarten Region Samara getroffen worden. Dabei seien mehrere Beschäftigte verletzt worden. Das ukrainische Verteidigungsministerium hatte am Samstag Angriffe gegen Ozon angekündigt. „Nachdem ukrainische Einheiten die 15 größten Logistikzentren von Wildberries getroffen haben, ist nun Ozon an der Reihe“, erklärte das Ministerium.

Daniel Weidmann

Wadephul bei Ukraine-Besuch in Frontnähe

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat bei seiner Ukraine-Reise die Millionenstadt Charkiw nur etwa 30 Kilometer vor der Frontlinie mit Russland besucht. Dort sprach er an der Universität mit Studentinnen und Studenten, sah sich ein Kraftwerk an, das bereits sechs Mal mit russischen Raketen attackiert wurde und besichtigte ein bereits 2022 stark zerstörtes U-Bahn-Depot. Am "Tag der Staatsflagge" nahm er zudem an einer Zeremonie an einem der höchsten Fahnenmaste Europas teil, an dem die blau-gelbe Fahne in 101 Metern Höhe weht.

Daniel Weidmann

Ukraine und Russland entwickeln Alternativen zu Starlink

Sowohl Russland als auch die Ukraine arbeiten nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Alternativen zum Satellitennetzwerk Starlink von US-Technologieunternehmer Elon Musk. Moskau entwickle gemeinsam mit China ein entsprechendes System und rechne damit, das Projekt bis Dezember 2026 fertigzustellen, sagte Selenskyj in am Sonntag veröffentlichten Äußerungen vor Journalisten. Die Ukraine werde „nicht einfach dasitzen und darauf warten“, dass Russland und China ihr System fertigstellten, sagte Selenskyj. Kiew arbeite mit einem europäischen Land an einem ähnlichen Projekt und habe bereits mit Tests begonnen. Welches Land beteiligt ist, sagte er nicht.

Daniel Weidmann

Russische Drohne kracht in Passagierzug nach Odessa

Beim Einschlag einer russischen Drohne in einen Zug auf dem Weg nach Odessa sind fast 600 Passagiere mit dem Schrecken davongekommen. Die Lokomotive des Zugs mit der Nummer 147 von Schytomyr nach Odessa geriet laut Behörden bei einem Drohneneinschlag in Brand. Niemand sei verletzt worden. In dem Zug seien 593 Menschen gewesen, darunter 15 Kinder. Sie alle seien mit Bussen nach Odessa gebracht worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper mit. Kiper sprach von einem gezielten Angriff der Russen auf den Zug. Während der Evakuierung habe es zudem eine zweite Attacke gegeben. Erst Mitte August waren bei einem russischen Angriff auf einen Passagierzug in der Region Odessa im Süden der Ukraine ein Lokführer und sein Assistent getötet worden.

Daniel Weidmann

Selenskyj erwartet 30 Milliarden Euro von EU

Die Ukraine braucht nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj dringend Milliarden zur Finanzierung des Abwehrkampfes gegen Russlands Angriffskrieg. Kiew erwarte von der EU 30 Milliarden Euro für die Verteidigungsausgaben, sagte er im Gespräch mit Journalisten in Kiew. "Sie werden für die Verteidigung des ganzen Landes gebraucht", betonte er. Derzeit gebe es im Verteidigungshaushalt eine Lücke von 27 Milliarden Dollar (rund 23 Milliarden Euro).

Daniel Weidmann

Selenskyj weist Forderungen nach Wahlen zurück – würden „Ukraine spalten“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Forderung von Ex-Verteidigungsminister Mychailo Fedorow nach Neuwahlen im Krieg zurückgewiesen. „Ich glaube, dass Wahlen als solche in einem Krieg wie diesem ein großes Risiko darstellen“, sagte Selenskyj in am Sonntag veröffentlichten Äußerungen vor Journalisten. Er warnte vor einem „Tsunami für das Land, der die Ukraine spalten wird“.

Daniel Weidmann

"Büchse der Pandora" geöffnet – Putin droht Kiew mit Schlag

Kremlchef Wladimir Putin hat nach den massiven ukrainischen Angriffen auf Ölraffinerien und Logistikzentren in Russland Kiew mit einer harten Antwort Moskaus gedroht. Die Ukraine habe mit den gegen Russlands Wirtschaft gerichteten Attacken die "Büchse der Pandora" geöffnet – also ein Quell des Unheils –, sagte Putin in seinem ersten Interview mit dem Moskauer Staatsfernsehen seit Beginn der Angriffe vor einigen Wochen. Kiew habe nun selbst den "Geist aus der Flasche" gelassen. "Die Gegenmaßnahmen werden nicht lange auf sich warten lassen. Die bekommt ihr", sagt er an die Adresse Kiews. Ultranationalistische Kreise in Russland hatten Putin zuletzt aufgefordert, härter gegen die Ukraine vorzugehen. Nun sagte er: "Dabei werden die Handlungen der russischen Armee noch deutlich spürbarer und zerstörerischer ausfallen." Die Ukraine habe diese Reaktion selbst provoziert, behauptete Putin, der selbst vor viereinhalb Jahren seinen Angriffskriegskrieg gegen das Nachbarland begonnen hatte.

Außenminister Wadephul in der Ukraine eingetroffen

Kurz vor dem 35. Unabhängigkeitstag der Ukraine ist Außenminister Johann Wadephul zu einem Solidaritätsbesuch in dem von Russland angegriffenen Land eingetroffen. Gleich nach seiner Ankunft mit einem Sonderzug am Bahnhof von Kiew verurteilte der CDU-Politiker die zunehmenden russischen Drohnen- und Raketenangriffe und warf Moskau "wahllosen Mord an Zivilisten" sowie gezielte Zerstörung der Energieinfrastruktur vor. Russland wolle die Lebensgrundlage der Menschen in der Ukraine zerstören und so ihren Durchhaltewillen brechen.

Vivien Valentiner

Russland greift Einkaufszentrum in der Ukraine an – mindestens 18 Tote

Bei russischen Angriffen im Zentrum und Süden der Ukraine sind am Freitag mindestens 18 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Allein bei einem doppelten Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Stadt Krywyj Rih am hellichten Tage wurden nach Angaben der Regionalverwaltung mindestens 14 Menschen getötet und 120 weitere verletzt. Bei einem Angriff in der südlichen Region Mykolajiw starben vier Menschen, darunter drei Kinder. 

„Ein absolut zynischer und abscheulicher Angriff wurde von den Russen auf ein ganz normales Einkaufszentrum in Krywyj Rih verübt“, schrieb der ukrainische Präsident Selenskyj im Onlinedienst X mit Blick auf den Angriff in seiner Heimatstadt Krywyj Rih. 

Ihm zufolge verlief der Angriff in zwei Phasen: Eine halbe Stunde nach dem ersten Angriff und dem Ausbruch eines Feuers sei ein zweiter Angriff gefolgt, „der auf die Rettungskräfte abzielte“. Laut Militärverwaltungschef Oleksandr Wilkul handelte sich bei dem getroffenen Gebäude um das „größte Einkaufszentrum der Stadt“.

„Derartige Angriffe sind nichts anderes als terroristische Handlungen“, erklärte Selenskyj. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, „entsprechend zu reagieren - mit echtem Druck auf den Angreifer“. 

Aino Akay

Finnland: Russisches Flugzeug mutmaßlich im Nato-Luftraum

Finnland vermutet, dass ein russisches Flugzeug am Donnerstagnachmittag den finnischen Luftraum verletzt hat. „Jedes mutmaßliche Eindringen“ in den eigenen Luftraum werde ernst genommen, weshalb eine Untersuchung eingeleitet wurde, erklärte das finnische Verteidigungsministerium. 

Die finnische Grenzschutzbehörde hat die Ermittlungen aufgenommen. Laut ihren Angaben handle es sich um ein Aufklärungsflugzeug des Typs IL‑20. Das Flugzeug steht im Verdacht, im Finnischen Meerbusen in den finnischen Luftraum eingedrungen zu sein. Die mutmaßliche Hoheitsverletzung dauerte etwa drei Minuten. An ihrem tiefsten Punkt befand sich das Schiff etwa 4,7 Seemeilen innerhalb finnischer Hoheitsgewässer.

In Finnland hat es bereits mehrfach ähnliche Vorfälle gegeben. Im Mai und Juni sollen mutmaßliche russische Militärflugzeuge in den finnischen Luftraum eingedrungen sein, einmal vor der Halbinsel Porkkala und einmal östlich der Hauptstadt Helsinki. In der Folge hatte Helsinki den russischen Geschäftsträger einbestellt.

Als Reaktion auf den russischen Einmarsch in der Ukraine hatte Finnland seine jahrzehntelange Neutralität aufgegeben und trat im April 2023 der Nato bei.

Krim: Zwei Tote bei ukrainischem Angriff

Bei einem ukrainischen Angriff sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach Angaben der Besatzungsbehörden zwei Menschen getötet worden. Weitere drei seien bei der Attacke im Umland der Stadt Simferopol verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter Sergej Aksjonow bei Telegram mit. Andernorts gebe es einen weiteren Verletzten. Details nannte Aksjonow nicht.

Selenskyj: Brauchen Raketen für Patriot-Systeme

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach massiven russischen Luftangriffen erneut auf den Mangel an Flugabwehrraketen hingewiesen und an die Partner seines Landes appelliert. "Es sind Raketen für Patriots nötig, das können nur unsere Partner bereitstellen", sagte er in einer abendlichen Videoansprache. Es gehe nicht um Geschenke, sondern um die Bereitschaft der Ukraine, Waffen zu kaufen.

Russland hatte vor allem Kiew und das Umland der Hauptstadt in der Nacht erneut massiv angegriffen. Selenskyj sprach von 16 Toten und fast 50 Verletzten. Mehr als 200 Objekte, davon 86 Gebäude, seien beschädigt worden. 

Moskau setzte ihm zufolge dabei viele ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen ein. Er sprach von einer deutlich schlechteren Abfangquote bei ballistischen Raketen als bei Marschflugkörpern. Ballistische Raketen sind aufgrund ihrer Geschwindigkeit schwieriger abzuwehren. Als wirksames Mittel dagegen gelten moderne Patriot-Flugabwehrsysteme - der Ukraine mangelt es jedoch an Raketen dafür. Auf die russischen Angriffe werde die Ukraine "absolut gerecht und weitreichend" reagieren, kündigte Selenskyj an.

Russisches Flugzeug könnte Nato-Luftraum in Finnland verletzt haben

Ein russisches Flugzeug steht im Verdacht, über der Ostsee Finnlands Luftraum verletzt zu haben. Nach Angaben des finnischen Verteidigungsministeriums spielte sich der Vorfall am Donnerstagnachmittag über dem westlichen Teil des Finnischen Meerbusens ab. "Jeder Verdacht auf eine territoriale Verletzung wird ernst genommen", sagte Verteidigungsminister Antti Häkkänen laut einer Mitteilung. "Die Ermittlungen laufen."

Die Grenzschutzbehörde untersuche den Vorfall. Angaben dazu, um was für ein Flugzeug es sich gehandelt haben könnte, gab es zunächst nicht.

Erst im Mai stand ein russischer Militärflieger im Verdacht, im Finnischen Meerbusen Finnlands Luftraum verletzt zu haben. Dieser soll vor der Halbinsel Porkkala zwischen Finnland und Estland einem Gewitter ausgewichen sein. Der Nato-Staat Finnland teilt eine mehr als 1.300 Kilometer lange Grenze mit Russland. 

Vivien Valentiner

Russische Behörden erlassen Haftbefehl gegen „FAZ“-Journalisten Martens

In Russland ist ein Haftbefehl gegen den Balkankorrespondenten der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, Michael Martens, erlassen worden. Der Journalist werde „gemäß einem Artikel des Strafgesetzbuchs gesucht“, hieß es am Donnerstag auf der Website des russischen Innenministeriums. Laut einer von der russischen Nachrichtenagentur Tass befragten Quelle wird Martens „Anstiftung zum Hass“ vorgeworfen. 

Martens hatte am 8. August bei einer Pressekonferenz des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und des serbischen Staatschefs Alexander Vucic in Belgrad gefragt, was die Europäer tun könnten, um der Ukraine zu helfen, „mehr Russen zu töten“, bevor er hinzufügte: „russische Soldaten, natürlich“.

Die Frage löste eine Kontroverse insbesondere in Russland und Serbien aus. Die „FAZ“ teilte später mit, die Frage sei „missverständlich formuliert“ gewesen. Es sei nicht die redaktionelle Linie der Zeitung, „dass möglichst viele russischen Soldaten getötet werden sollen“. 

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