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Polizei veröffentlicht Details zum Blutbad in Mutter-Kind-Heim

Дата публикации: 29-06-2026 17:12:11

Sechs Menschen sind bei Schüssen in Stade getötet worden. Die Polizei hat bei einer Pressekonferenz neue Details genannt.

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In einem Mutter-Kind-Heim in Niedersachsen wurden am Montag sechs Menschen ermordet. In einer Pressekonferenz sagte die Polizei den neuesten Ermittlungsstand. Wir haben hier zusammengefasst.

Nach den Schüssen in Stade hat die Polizeipräsidentin von Lüneburg, Katrin Schuol, Details zum mutmaßlichen Täter und zu den Opfern bekanntgegeben. Der mutmaßliche Täter, ein in Deutschland geborener Mann mit türkischen Wurzeln, soll am Montagnachmittag sechs Menschen „eiskalt“ erschossen haben.

Hintergrund sei wahrscheinlich ein Sorgerechtsstreit gewesen. Der Täter habe am Tag einen entsprechenden Termin im Mutter-Kind-Heim gehabt. Bei den Opfern handelte es sich nach Polizeiangaben ausschließlich um Mitarbeiter der Jugendeinrichtung. Vier Frauen und ein Mann starben. Mehrere Menschen wurden zudem verletzt, teils schwer. Zu ihnen machte die Polizei allerdings keine weiteren Angaben. 

Die 34-jährige Mutter und das drei Monate  alte Kind hielten sich ebenfalls in der Einrichtung auf, blieben aber unverletzt. Die Kindsmutter wird derzeit von der Polizei befragt. Der Säugling befindet sich in Obhut.

Nach der Tat sei der 45-jährige Verdächtige in einem Auto vom Tatort geflüchtet. Eine 65-jährige Frau mit enger Verbindung zur Familie des Mannes habe das Auto gefahren. Nach „direkter Verfolgung durch die Polizei“ wurde er festgenommen. Auch die Frau befindet sich in Polizeigewahrsam.

Bei der Festnahme beschlagnahmten die Einsatzkräfte eine Waffe. Zum Tatverdächtigen sagte Schuol darüber hinaus: „Es liegen zu ihm polizeiliche Erkenntnisse vor, unter anderem aus dem Bereich Bedrohung, aber er galt bisher nicht als absolut gewalttätig in unserem polizeilichen System.“

Nach derzeitigem Ermittlungsstand sei unklar, woher der mutmaßliche Täter die Waffe hatte und ob es mehrere Waffen gab. Sicher sei, dass der Tatverdächtige keine Erlaubnis zum Führen der gefundenen Waffe hatte.

Polizei veröffentlicht Details zum Blutbad in Mutter-Kind-Heim

Die Innenministerin Niedersachsens, Daniela Behrens (SPD) sprach von einem „entsetzlichen Tag für Stade“. Die sechs Toten seien auf brutale Weise aus dem Leben gerissen worden, die Tat sei „extrem kaltblütig“.

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