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Künstliche Intelligenz: Techkonzerne starten neue Milliardenrunde im KI-Wettrüsten

Дата публикации: 30-04-2026 11:44:00

Trotz der Mahnungen vor einer Blase: Techkonzerne setzen voll auf KI. Die Rangelei um die Spitzenposition führt jetzt zu einer weiteren beispiellosen Investitionsrunde. Zuletzt hatten die Konzerne die Quartalszahlen für die ersten drei Monate vorgelegt – und kräftige Gewinne vermeldet.

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Die Techunternehmen Amazon, Google, Microsoft und Meta wollen in diesem Jahr im Zuge ihres KI-Wettrüstens bis zu 725 Milliarden US-Dollar ausgeben. Das Geld soll vor allem in den Ausbau von Infrastruktur wie Rechenzentren fließen. Der Facebook-Konzern Meta und Google schraubten ihre Ausgabeprognosen noch einmal hoch.

Konzernchefs betonten in Telefonkonferenzen mit Analysten, dass sie gewaltige Chancen für die Transformation ihres Geschäfts durch künstliche Intelligenz sehen. Entsprechend groß ist auch die Sorge, zu wenig zu investieren und damit das Feld anderen zu überlassen. So sagt der Chef des Facebook-Konzerns Meta, Mark Zuckerberg (41), er würde lieber Überkapazitäten in Rechenzentren aufbauen als zu kurz zu greifen. Zugleich gibt es schon seit Monaten die Sorge, dass es nicht gelingen wird, die gewaltigen Investitionen zurückzuverdienen – und der Wettlauf mit dem Platzen einer gewaltigen Blase endet.

Doch vorerst geht die KI-Party weiter. Amazon-Chef Any Jassy (58) sprach am Mittwoch von „einer Gelegenheit, wie es sie nur einmal im Leben gibt“. Durch KI werde „jede Anwendung, die wir kennen, neu erfunden“ – und es werde neue geben, die man sich noch gar nicht vorstellen könne.

Amazon schockierte die Börse vor drei Monaten mit einer Investitionsprognose von rund 200 Milliarden Dollar. Das Geld soll unter anderem in KI, Chips, Robotik und Satelliten gehen. Jetzt sagte Jassy, es gebe kein Update zu der Zahl, „unser Plan ist größtenteils unverändert“.

Anders bei Meta: Der Facebook-Konzern schraubte seine Spanne der geplanten Kapitalinvestitionen um zehn Milliarden Dollar hoch. Für das laufende Jahr stellt Meta hierfür nun zwischen 125 und 145 Milliarden Dollar in Aussicht. Die vorherige Spanne lag bei 115 bis 135 Milliarden Dollar. 2025 gab der Konzern vor allem für den Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz gut 72 Milliarden Dollar aus.

Investoren zurückhaltend

Anleger waren nicht begeistert und ließen den Meta-Kurs zuletzt um mehr als 9 Prozent fallen. Die Aktie der Google-Mutter Alphabet legte hingegen um rund 7 Prozent zu.

Alphabet erhöhte die Spanne für die Kapitalausgaben zwar ebenfalls – um fünf Milliarden auf jetzt 180 bis 190 Milliarden Dollar, mit der Aussicht auf noch „signifikant“ mehr 2027. Doch die Investoren haben das Gefühl, dass es Alphabet besser gelingt, die KI-Investitionen bereits ins Wachstum des Geschäfts umzumünzen. So sprang Googles Cloudgeschäft im vergangenen Quartal um gut 63 Prozent auf 20 Milliarden Dollar hoch. Und Konzernchef Sundar Pichai hob einen Höchstwert bei Google-Suchanfragen hervor – auch dank neuer KI-Funktionen.

Cloud-Dienste, bei denen etwa Rechenleistung und Speicher aus dem Netz bereitgestellt werden, profitieren ganz eindeutig vom KI-Boom. So verzeichnete Amazons Cloudsparte AWS die höchste Wachstumsrate seit 2022 mit einem Umsatzplus von 28 Prozent auf knapp 38 Milliarden Dollar. Und Microsoft stellte für das laufende Quartal einen Zuwachs von 40 Prozent bei den Erlösen seiner Azure-Cloud in Aussicht. Auch das hat seinen Preis: Der Windows-Riese peilt für dieses Jahr Kapitalinvestitionen von rund 190 Milliarden Dollar an, mehr als an der Wall Street erwartet wurde.

Tech-Konzerne melden kräftige Gewinne

In der Nacht auf Donnerstag hatten die vier Techfirmen zudem die Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Alphabet meldete einen Gewinn von 62,6 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von knapp 110 Milliarden Dollar. Meta kam im selben Zeitraum auf einen Gewinn von 26,8 Milliarden Dollar und einen Umsatz von 56,3 Milliarden Dollar, bei gleichzeitig deutlich gestiegenen Ausgaben von 33,4 Milliarden Dollar sowie erhöhten Investitionsplänen von bis zu 145 Milliarden Dollar für das Gesamtjahr.

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Microsoft erzielte einen Quartalsumsatz von 82,9 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 18 Prozent entspricht, während der Nettogewinn um 23 Prozent auf 31,8 Milliarden Dollar zulegte. Amazon wiederum steigerte seinen Nettogewinn auf 30,3 Milliarden Dollar, nahezu eine Verdopplung im Vergleich zu 17,1 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum, und profitierte dabei unter anderem von Investitionen in den KI-Bereich.

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