Der Beitrag Devolo WiFi 7 Mesh BE6500 – Cleveres WiFi Mesh, zukunftssicher und erweiterbar erschien zuerst auf lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN.
Egal ob es um den mobilen Zugang zum Office geht oder Unterhaltung in Stream und Gaming. Ein schneller Internetzugang gehört heutzutage einfach dazu. In größeren Wohnungen und Häusern kann es je nach Standort des Routers und der Endgeräte aber schneller als einem lieb ist passieren, dass auf dem Weg von A nach B Bandbreite verloren geht. Um diese Distanz zu überbrücken, gibt es allerlei clevere Lösungen. Eine davon heisst Mesh.

Die Mesh BE6500 Geräte gibt es als vorkonfiguriertes Set mit zwei oder drei Einheiten, oder auch einzeln. Bis zu fünf Einheiten können in einem Verbund gleichzeitig genutzt werden.
Devolo ist einer der Marktführer in Netzwerklösungen für den Heimgebrauch. Das Steckenpferd war dabei stets die Powerline-Technologie. Mit dieser können Daten über das in Häusern vorhandene Stromnetz verteilt werden. Eine komfortable Lösung die nach der Gründung 2002 stetig verbessert und weiterentwickelt wurde. Aber auch in anderen Bereichen waren die Aachener nicht untätig und haben sich auch einige andere Helfer einfallen lassen, um die Nutzung des Internets in lokalen Netzwerken zu verbessern. Nachdem 2022 erste WiFi 6-Repeater für Aufsehen gesorgt haben ist Devolo nun mit dem vorliegenden BE6500 bei WiFi 7 angekommen. Dieser 2024 eingeführte Standard nutzt nun das 6 Gigahertz Frequenzband. Was das bringt, schauen wir uns natürlich hier im Test an. Wer eine Lösung sucht, um jede Ecke seiner Wohnung mit perfekter Netzanbindung auszustatten, sollte aufmerksam weiterlesen. Dabei legt das WiFi 7 Mesh BE6500 außerdem Wert auf komfortable Bedienung, Erweiterbarkeit und Zukunftssicherheit.
Wir alle kennen ja das klassische WLAN oder WiFi, wie es im Englischen heisst. Ein Router sendet sein Signal aus und andere Geräte greifen darauf zu. So weit, so einfach. Allerdings kommt dieses Prinzip durch seine technischen Gegebenheiten und seine ungebremste Popularität an einige Grenzen und Probleme. Wie jedes Funksignal wird es mit größerer Distanz zum Sender schwächer. Wände und Decken bremsen das Signal zusätzlich aus. Und dann konkurrieren natürlich die mit dem Netzwerk verbundenen Geräte um die höchste Priorität und die Netzwerke der Nachbarn tun ihr übriges. Hier schafft das Mesh durch eine Reihe von Funktionen, wie dem Nutzen verschiedener Übertragungsbereiche, Abhilfe. Welche Funktionen das Devolo WiFi 7 Mesh BE6500 genau nutzt schauen wir uns nun in diesem Test an. Das mag grundsätzlich alles hochtechnisch und komplex klingen., aber Devolo gibt uns hier praktische Tools wie die eigene Smartphone-App an die Hand.

Verteilt auf unterschiedliche Räume sorgen die BE6500 Mesh Einheiten für konstant gute WLAN-Abdeckung und schnelle Übertragung.
Bei der Verpackung ist Devolo wirklich vorbildlich und verzichtet bei dieser komplett auf Kunststoff. Farblich ist lediglich der Schuber der Verpackung gestaltet. Das Innere besteht komplett aus ungebleichtem Karton. In diesem liegen durch einfache Abtrennungen vor Abrieb geschützt die drei Einheiten des Meshs. In einem separaten Fach auf der Hinterseite sind Netzteile und LAN-Kabel beigelegt. Das macht auf jeden Fall einen guten ersten Eindruck. Die drei Geräte, welche in der Anleitung als Controller und Erweiterungen des WiFi 7 BE6500 Mesh beschrieben werden bestehen aus weißem Kunststoff. Auf der Rückseite sind je vier LAN-Ports sowie der Netzstecker. Eine unauffällige, aber hochwertige Fertigung mit abgerundeten Formen unterstreicht den Eindruck hier hochwertige Hardware in den Händen zu halten. Unprätentiös und perfekt dafür, sich in jedede Wohnumgebung einzufügen. Damit können wir den äußeren Eindruck mit Bestnote abhaken und uns den inneren Werten zuwenden.

Die Einzelnen Mesh Einheiten fügen sich dank dezentem Styling gut in das Ambiente ein und wirken nicht wie Fremdkörper in Wohnzimmer oder Büro.
Vom ersten Eindruck her sind die drei Einheiten des WiFi 7 Mesh Sets identisch. Technisch gesehen sind sie das auch. Es handelt sich bei jedem der Geräte um ein BE6500. Devolo hat diese für die Sets aber vorkunfiguriert um den Start so einfach wie möglich zu gestalten. Die – je nach Set – zwei oder drei Einheiten sind bereits miteinander gekoppelt. Dreh- und Angelpunkt unseres Meshs ist die Controller-Einheit. Diese erkennen wir an einem kleinen Aufkleber mit QR-Code neben den Ethernet-Ports auf der Rückseite. Der QR-Code leitet uns auch auf die Home Network App. Sobald die beiliegenden Netzstecker und LAN-Kabel angeschlossen sind, signalisiert das Gerät durch ein kurzes blaues aufleuchten den Start. Ein rotes Leuchten zeigt an, dass kein Anschluss ans lokale Netzwerk vorliegt. Das ändert sich einige Sekunden später wieder auf blau und wir sind startbereit. Über die App folgt dann die Konfiguration.

Die wichtigsten Informationen über das System, sowie ein QR-Code für den Download der App, findet man auf der Unterseite der Einheiten.
Grundsätzlich kann das Devolo WiFi 7 Mesh BE6500 mit jedem Art von Internetanschluss betrieben werden. Solange ein Ethernet-Port vorhanden ist um die Controller-Einheit ins Netzwerk einzubinden. Üblicherweise geschieht dies nach dem Router. Für Nutzer eines Glasfaseranschlusses kann der Controller gleichzeitig als Modem eingesetzt werden. Dafür wird die Controller-Einheit des Sets via Ethernet-Kabel an das ONT angeschlossen. Die Konfiguration kann via Smartphone durch scannen des QR-Codes auf dem Gerät oder durch ansteuern der Benutzeroberfläche über einen Computer beendet werden. Alle dafür nötigen Daten sind auf der Unterseite des BE6500 verewigt. Die restlichen Schritte sind sehr einfach. Den WAN-Typ auf PPoE umstellen und die Login-Daten des Providers eingeben. Für andere Zugangsarten muss das Modem zwingend Teil der Kette bleiben, da wir einen LAN-Anschluss benötigen. Die Konfiguration als Access Point dürfte für die meisten Nutzenden also der Standard sein. Und so auch für mich in diesem Testaufbau.

Die App bietet ein angenehm übersichtliches Interface. Sowohl die Einrichtung, wie auch die allgemeine Bedienung des Sets lassen sich damit sehr bequem erledigen. Per LED weisen die Geräte außerdem selbst auf Vorgänge oder Probleme hin.
Eines der interessantesten Features ist die Dual-Band Fähigkeit des Probanden. Dank diesem kann das Wireless-Signal auf zwei Frequenzbändern gesendet werden. Dabei stehen 2.4 Gigahertz und 5 oder 6 GHz zur Auswahl. Für die meisten Nutzer dürfte erstere noch der üblichste Fall sein. Sechs Gigahertz ist ein relativ neues und somit noch von wenigen verbreitetes Band. Alle drei Bänder gleichzeitig zu nutzen ist leider nicht möglich. 2,4 GHz kann eine Maximalgeschwindigkeit von 688 Mbit die Sekunde erreichen. 5 GHz erreicht viermal so hohe Raten, aber hat eine wesentlich begrenztere Reichweite und wird durch Bausubstanz stark ausgebremst. Der Trend setzt sich bei 6 GHz fort. Für stationäre Empfänger in der Nähe einer Erweiterung kann es dagegen seine Stärken voll ausspielen. Da die Erweiterungen die Einstellungen vom Controller übernehmen, muss an diesem entschieden werden welche Kombination man nutzt. Eine Nutzung aller drei Frequenzbereiche bliebe natürlich mithilfe des Router-WLANS eingeschränkt möglich.

In der App lassen sich zahlreiche Einstellungen vornehmen und Funktionen wie separate Netzwerke oder Sicherheitsfeatures nutzen.
Wie eben besprochen ist der 6 Gigahertz Bereich der schnellste und somit auch für Anwendungen wie 4K-Streaming oder Cloud-Gaming die beste Wahl. Übertragungsraten von bis zu 5.765 Mbit pro Sekunde sind da ein deutlicher Schritt nach vorne gegenüber dem 5 GHz-Bereich. Auch der doppelt so breite Kanalbereich von 320 MHz sorgt auch bei vielen parallel laufenden Empfängern für Stabilität. Besonders in Wohnbereiche in denen heutzutage Smartphones, Fernseher und Computer um den besten Spot im Netzwerk konkurrieren. Technikfans googeln an dieser Stelle 4096-QAM. Die neue WiFI 7 Modulation macht eine bestmögliche Auslastung der maximalen Bandbreite möglich. Voraussetzung ist natürlich ein Internetanschluss, der die entsprechenden Geschwindigkeiten überhaupt erst zur Verfügung stellt. Momentan hält sich die Anzahl von Geräten, die diesen Standard-Nutzen noch in Grenzen. Aber es werden Jahr für Jahr mehr und somit ist man mit dem Devolo WiFi 7 Mesh BE6500 auch bestens für die Zukunft aufgestellt.

Die schlanken Einheiten unterstützen bereits den noch relativ neuen 6 GHz Bereich. Schnellere Datenraten werden dabei durch etwas verkürzte Reichweiten erkauft. Im Wohnzimmer, bei direkter Nähe zu Smart-TV oder Konsole, überwiegen die Vorteile aber klar.
Die Vielseitigkeit des Sets ist wirklich bemerkenswert. Nach der Ersteinrichtung schaue ich mich ein wenig in den Basiseinstellungen um. Diese sind über die Geräte IP 192.168.7.1 abzurufen. Alles durchzugehen würde den Rahmen sprengen. Positiv hervorheben möchte ich aber, wie intuitiv alles aufgebaut ist. In der unteren Reihe zeigen beschriftete Symbole klar an, was man wo finden kann. Im Gerätemodus finde ich sofort alles was ich brauche, um die Funktionen der Einheiten zu ändern. Zum Beispiel wenn ich den Controller statt als Mesh-Controller lieber als Bridge einsetzen möchte, um zwei bestehende Netzwerke miteinander zu kombinieren. Weiterhin finden sich hier die Optionen Geräte im Netzwerk zu sperren und Name und Passwort des WLAN zu ändern. Die Änderung der Netzwerknamen ist auf jeden Fall ein Punkt, den ich früh in Angriff nehmen würde. Insbesondere wenn ich die Geräte unterschiedlich konfigurieren oder ihre Position deutlich machen will.

Auch das Web-UI zeichnet sich durch gute Übersicht und einfache Bedienbarkeit aus.
Unter „Erweiterte Einstellungen“ finden wir noch eine ganze Reihe zusätzlicher Funktionen, die nicht alle in die Kategorie Netzwerk-Profi fallen und auch für Einsteiger interessant sind. Zum einen kann hier ein Smart-Home-WLAN aktiviert werden. Dadurch wird ein separates Mesh aufgebaut, welches logisch vom eigentlichen WLAN getrennt ist. Geräte im Smart-Home-WLAN haben keinen Zugriff auf Geräte im Haupt-Netzwerk. Sicherheitsaspekte sind das eine, aber ich finde es vor allem für die Übersicht ausgesprochen praktisch, da ich doch einige einzelne Smarte LED-Leuchten und Steckdosen habe. Auch ein separates Netzwerk für Gäste hat Vorteile. So kann ich diesem einen eigenen Namen und Passwort zuordnen, habe Ordnung im Netzwerk und meine Freunde können das Passwort zu meinem WLAN gern untereinander weitergeben. Der Rest betrifft dann eher administrative Dinge, aber alles was für den Start wichtig ist, ist intuitiv und ohne Studiengang in Netzwerkadministration erreichbar und verständlich.

Auch die Status-LED ist unaufdringlich integriert, lässt sich dank Farbcodierung aber dennoch gut erkennen.
Eine minimale Einschränkung gibt es am Ende doch. Ein System kann maximal fünf Mesh-Einheiten miteinander verschalten. Da jede Einheit auch nochmal über 4 Ethernet-Ports verfügt, fällt mir eigentlich kein Szenario ein, in dem das nicht ausreicht. Bei den Ports ist noch zu beachten, dass der Unterste mit einer Bandbreite von bis zu 2,5 Gigabit beschaltet ist, während die andern drei mit einem Gigabit auskommen müssen. Für die Anbindung stationärer Geräte und zur Entlastung des Drahtlosnetzwerks sollte das aber ausreichen. Bei der Controller-Einheit ist der unterste Port zum Anschluss des Modems oder ONT gedacht, danach sind keine Grenzen gesetzt. Ein NAS wäre vielleicht noch eine tolle Erweiterung. Und apropos Erweiterungen: Auf der Rückseite jeder Einheit finden wir unter den Ports eine weiße Taste welche die WPS-Verbindung aktiviert, so lassen sich Geräte mit nur zwei Tastenrücken dem Netzwerk hinzufügen. Ein grünes Leuchten an der Front bestätigt den Vorgang.

Der unterste Ethernetport verfügt über höhere Übertragungsraten und ist vornehmlich für den Anschluss an den Router vorgesehen.
Das Devolo WiFi 7 Mesh BE6500 überzeugt auf ganzer Linie. Besonders die Bedienbarkeit ist hier hervorragend umgesetzt. Die fertige Konfiguration des Sets, in Verbindung mit der App und der gut strukturierten Anleitung, machen das Ganze sehr Einsteigerfreundlich und auch für Netzwerkamateure zum Erfolgserlebnis. Der Einsatz der Controller-Einheit als Router eröffnet zusätzliche Möglichkeiten und die Erweiterbarkeit mir bis zu fünf Einheiten dürfte für die meisten Anwender mehr als genug sein. Durch die Möglichkeit die Einheiten auch als Bridge oder Repeater zu konfigurieren, zeigt Devolo wie weit bei der Entwicklung gedacht wurde, um mit einer Art von Gerät eine große Zahl an Anwendungsszenarien bereit zu stellen. Die Unterstützung des aktuellen WIFi 7 Standards mit 6 Gigahertz ist das i-Tüpfelchen in diesem Paket, das obendrein zu einem fairen Kurs ab 279,90 Euro für ein 2er-Set angeboten wird. Ein wirkliches tolles Netzwerk-Paket, dass Devolo mit seinen Komponenten schnürt.
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