Ein Förderbescheid über fast 45.000 Euro ist im Saarpfalz-Kreis überreicht worden. Das Geld fließt in Qualität, Digitalisierung und nachhaltige Angebote. Die Ziele für den Bliesgau sind ambitioniert.
Homburg/Blieskastel · Ein Förderbescheid über fast 45.000 Euro ist im Saarpfalz-Kreis überreicht worden. Das Geld fließt in Qualität, Digitalisierung und nachhaltige Angebote. Die Ziele für den Bliesgau sind ambitioniert.
02.09.2026 , 17:00 Uhr
Der Saarpfalz-Kreis ist mit dem Bliesgau im Saarland die einzige zertifizierte „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“. Und diese Position soll weiter ausgebaut werden. Bei einem Ortstermin hatte dieser Tage die saarländische Ministerin für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar- und Verbraucherschutz, Petra Berg (SPD), den Leader-Förderbescheid für das Projekt „Profilschärfung Qualitätsregion Wanderbares Deutschland – Bliesgau“ in Höhe von fast 45.000 Euro an Landrat Frank John überreicht.
Umweltministerin Petra Berg (Vierte von links) überreicht Landrat Frank John (Dritter von links) einen Scheck zur Förderung des Wanderwege-Programms.
Foto: Erich S chwarz/Erich SchwarzIn einer Pressemitteilung heißt es, die Förderung sei ein wichtiger Baustein, um die hohe Qualität der Wanderinfrastruktur im Bliesgau langfristig zu sichern und regional weiterzuentwickeln. Der Saarpfalz-Kreis sei federführend bei der Qualitätssicherung in Bezug auf die Ausweisung der kreisweiten touristischen Rad- und Wanderwege. „Wir müssen begutachten, kontrollieren und pflegen. Das alles kostet Geld, und deshalb freuen wir uns auch über diesen Scheck“, bekräftigte John. Eine Zertifizierung, wie sie die Region erhalten hatte, gebe dem Wanderer Orientierung bei einer Vielfalt an Wegen, Gastgebern und Naturräumen. Zugleich böte sie den beteiligten Organisationen einen verlässlichen Maßstab, an dem sie sich messen und weiterentwickeln könnten.
„Die Auszeichnung als Qualitätsregion ist eine besondere Anerkennung, aber zugleich auch ein Auftrag, die hohen Standards dauerhaft zu erfüllen und weiterzuentwickeln“, betonte Landrat Frank John. „Mit der Förderung können wir wichtige Maßnahmen auf den Weg bringen, die den Wandertourismus im Biosphärenreservat Bliesgau weiterhin stärken und neue Ideen in unsere Region bringen.“
Das Projekt umfasst die fachliche und konzeptionelle Begleitung der Profilschärfung. So zum Beispiel Workshops mit touristischen Akteuren, die Beratung der beteiligten Kommunen sowie die Erarbeitung eines zukunftsorientierten regionalen Konzepts. Im Mittelpunkt stehen dabei die weitere Digitalisierung des Wegemanagements, die nachhaltige und regionale Inwertsetzung und Pflege der Wanderwege sowie die Vorbereitung auf die kommende Rezertifizierung der „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ durch den Deutschen Wanderverband. Rezertifizierung bedeutet, dass dieses Qualitätsmerkmal nicht für immer vergeben wird, sondern dass die Zertifizierung in regelmäßigen Abständen neu überprüft und dann wieder neu vergeben wird.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der stärkeren Vernetzung mit regionalen Angeboten: Qualitätswege wie der preisgekrönte und rund 108 Kilometer lange Fernwanderweg Bliessteig sollen enger mit Gastronomie, Gastgebern, regionalen Produzenten und klimafreundlicher Mobilität verknüpft werden. Dies führe zu einem durchgängigen und komfortablen Wandererlebnis und stärke die regionale Wirtschaft.
Umweltministerin Petra Berg hob die Bedeutung der Förderung hervor. „Das Leader-Programm ist ein wichtiger Motor für die Entwicklung unserer Regionen im Saarland. Das Biosphärenreservat Bliesgau zeigt beispielhaft, wie europäische Fördermittel dazu beitragen, den Tourismus nachhaltig zu entwickeln, regionale Wertschöpfung zu fördern und gleichzeitig die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft des Bliesgaus zu bewahren“, sagte Berg. „Mit der Profilschärfung schaffen wir die besten Voraussetzungen dafür, dass der Bliesgau seine Spitzenstellung im deutschen Wandertourismus langfristig behaupten kann.“
Wie Landrat Frank John ergänzte, würden die Maßnahmen schon in den nächsten Wochen beginnen. Damit würden bereits jetzt die Weichen für die Rezertifizierung der Region im Jahr 2028 gestellt und man fördere die nachhaltige Weiterentwicklung des Aktivtourismus im Biosphärenreservat Bliesgau. (ian/sm)