Klaus-Michael Kühne ist tot. Thomas Staehelin soll sein Milliardenvermögen kontrollieren. Der Schweizer Jurist kennt die Familie seit Jahrzehnten.
Klaus-Michael Kühne ist tot. Sein Vermögen soll künftig von einem langjährigen Weggefährten kontrolliert werden: Thomas Staehelin kennt die Familie seit Jahrzehnten – und ist selbst bestens vernetzt.
Lange vor seinem Tod hat Klaus-Michael Kühne offenbar bereits seinen Nachfolger bestimmt: Der Basler Rechtsanwalt Thomas Staehelin soll verschiedenen Medienberichten zufolge künftig die Kühne-Stiftung führen.
Damit würde kein klassischer Manager das Erbe des Milliardärs übernehmen, sondern ein Schweizer Anwalt, der die Kühne-Familie seit Jahrzehnten begleitet.
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Der bereits 78 Jahre alte Staehelin ist seit 1981 Partner der Basler Kanzlei Fromer Advokatur und Notariat. Zu den Fachgebieten des promovierten Juristen gehören Gesellschaftsrecht, Fusionen und Übernahmen, Steuerrecht sowie Banken- und Börsenrecht. Seit 1998 gehört er dem Stiftungsrat der Kühne-Stiftung an und ist seitdem dessen Vizepräsident.
Seine Verbindung zur Kühne-Familie reicht über seine Tätigkeit in der Stiftung hinaus. Staehelin ist Partner der Basler Kanzlei Fromer Advokatur und Notariat, die bereits Alfred Kühne und dessen Unternehmen beriet.
Die Erträge aus diesen Beteiligungen bilden eine wichtige Grundlage für die Arbeit der Stiftung. Die Kühne-Stiftung selbst beschäftigt nach eigenen Angaben rund 800 Menschen und arbeitet in den Bereichen Logistik, Klima, Medizin und Kultur.
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Damit könnte Staehelin künftig über ein Firmen- und Stiftungsgeflecht wachen, das weit über ein gewöhnliches Stiftungsvermögen hinausgeht.
Besonders interessant: Auch Staehelins Sohn Tobias gehört bereits zum Umfeld des Kühne-Konzerns, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Der 48-Jährige sitzt seit 2023 im Stiftungsrat. Außerdem ist er Verwaltungsrat von Schindler Holding und gehört seit 2021 dem Verwaltungsrat von Kühne+Nagel International an.
Damit wäre langfristig auch eine familiäre Nachfolge denkbar. Ob Tobias Staehelin eines Tages seinem Vater folgen könnte, ist allerdings offen.
Lange galt laut „Handelsblatt“ Karl Gernandt als möglicher Nachfolger Kühnes. Gernandt ist Vorsitzender des Verwaltungsrats der Kühne Holding und sitzt ebenfalls im Stiftungsrat.
Kühne hatte sich schließlich für Staehelin als seinen Nachfolger entschieden. Eine Rolle könnte dabei auch dessen jahrzehntelange Verbindung zur Familie gespielt haben.