Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

SSD Next 1.0.105 wird zugänglicher: Neuer Consumer-Modus kommt nächste Woche, Advanced bleibt trotzdem vollständig erhalten

Дата публикации: 04-09-2026 10:00:43

SSD Next ist in den vergangenen Monaten an einen Punkt gekommen, den ich bei der ursprünglichen Planung so wahrscheinlich selbst nicht erwartet hätte. Aus einem Benchmarkprogramm, mit dem sich SSDs möglichst reproduzierbar, nachvollziehbar und ein Stück weit näher an ihrem realen Verhalten untersuchen lassen sollten, ist inzwischen eine ziemlich umfangreiche Analyseplattform geworden. Das ist technisch natürlich erfreulich, denn gerade moderne SSDs lassen sich mit ein paar sequenziellen Spitzenwerten und den üblichen vier oder fünf Standardmessungen längst nicht mehr sinnvoll charakterisieren.

Основное содержимое страницы с новостью.

📖 Lesezeit: ca. 13 Minuten · 2.432 Wörter · 17.992 Zeichen

Inhaltsübersicht als Kurzfassung

SSD Next 1.0.105 erhält voraussichtlich nächste Woche einen neuen Consumer-Modus. Dieser reduziert die sichtbare Bedienoberfläche auf die für einen vollständigen SSD-Test erforderlichen Bereiche, ohne Messungen, Score-Modell oder Vergleichbarkeit zu verändern. Der bisherige Advanced-Modus bleibt vollständig erhalten und bietet weiterhin Zugriff auf sämtliche Diagnose- und Analysefunktionen.

Wichtigste Fakten
Fakt Einordnung
Version SSD Next 1.0.105 soll den Consumer-Modus enthalten.
Veröffentlichung Das Release ist für nächste Woche geplant.
Bedienmodi Consumer und Advanced gehören zu einer gemeinsamen Anwendung.
Score-Modell Beide Modi verwenden Score Model 2.0 mit denselben score-relevanten Messungen und derselben Berechnung.
Score-relevante Module Synthetic, pSLC Streaming, Video Stream und Application Suite.
Consumer-Oberfläche Sichtbar bleiben im Wesentlichen Consumer-Startseite, Gesamtscore und Historie.
Advanced Alle bisherigen Reiter, Optionen und Diagnosepfade bleiben verfügbar.
Technische Eckdaten
Bereich Vorgabe oder Funktion Details
Synthetic Fester Consumer-Ablauf Fünf Durchgänge mit den für den Score relevanten Standardmessungen.
Video Stream Festes Profil 64 GB, 4K60, 10 Bit und 4:2:2.
pSLC Streaming Automatisierter Ablauf Ohne manuell gesetzten Hard-Cap und mit den etablierten Schutzmechanismen.
Application Suite Vollständige Ausführung Die Application Suite wird im Consumer-Modus vollständig abgearbeitet.
Messzustand Zustandsnormalisierung Zwischen den Modulen bleiben ReTRIM, definierte Ruhezeiten und die bestehende Zustandsnormalisierung erhalten.
Nicht score-relevante Werkzeuge Nur in Advanced Optimization Analysis, Latency & QoS, Media State / Cache Folding und Full Span.
Messwerte und Beobachtungen
Beobachtung Kontext
64 GB, 4K60, 10 Bit, 4:2:2 Festes Video-Testprofil im Consumer-Modus.
Fünf Durchgänge Vorgabe für Synthetic im Consumer-Ablauf.
Mehr als 4600 Dezimalstellen Eine theoretische Kombinationszahl aus einem statistischen Rangtest bei einem großen pSLC-Lauf.
4617-stelliger Integer Konkrete Größenordnung eines früher problematischen JSON-Metadatenwerts.

Die genannten Zahlen beschreiben Testprofile und technische Beobachtungen, nicht die Leistungswerte einer bestimmten SSD. Der Artikel nennt keine Durchsatz-, Latenz-, Temperatur- oder Geräuschmessungen für den neuen Consumer-Modus.

Teardown, Materialprüfung und AufbauDie Controller- und NAND-Erkennung bleibt bewusst dem Advanced-Modus vorbehalten. SSD Next ordnet Controller zunächst möglichst passiv anhand von Modell, Firmware, NVMe-VID sowie PCI-VID/DID ein.Bei Maxio wird die eigentliche Vendor-Abfrage blockiert, weil die bekannte Flash-ID-Sequenz ein C1-DATA-OUT-Setup benötigt. Der Controller kann dennoch erkannt werden.Bei einer BIWIN NV7400 mit 4 TB lässt sich über das Modell und die PCI-Kombination 1DEE:1602 der im eigenen Teardown festgestellte Maxio MAP1602A-F3C als Hardware-Referenz einordnen.Die NAND-Bestückung mit Micron B58R kann als externe Teardown-Evidenz angezeigt werden. SSD Next stellt dabei nicht dar, diese NAND-ID direkt aus dem Laufwerk ausgelesen zu haben.Die externe Hardware-Evidenz und die von SSD Next direkt gelesenen Informationen werden damit getrennt behandelt.Testbedingungen und GrenzenDer Consumer-Modus verwendet einen fest definierten, reproduzierbaren Standardsatz an Einstellungen. Dadurch sollen Consumer-Läufe nicht durch zuvor gespeicherte Advanced-Einstellungen voneinander abweichen.Zusätzliche Analysepfade wie Capacity Scaling, ATTO-ähnliche Blockgrößensweeps und Zero-Fill-Experimente gehören nicht zum Consumer-Lauf, weil sie nicht zur Scoreberechnung beitragen.ReTRIM, definierte Ruhezeiten und die bestehende Zustandsnormalisierung bleiben auch im automatisierten Consumer-Ablauf erhalten.Ein Advanced-Lauf ist mit einem Consumer-Score direkt vergleichbar, wenn im Advanced-Modus dieselben score-relevanten Standardbedingungen verwendet werden.Der Consumer-Modus überschreibt gespeicherte Advanced-Einstellungen nicht. Eigene Werte wie ein pSLC-Hard-Cap, ein anderes Videoformat oder Diagnoseoptionen bleiben beim Wechsel erhalten und stehen nach der Rückkehr zu Advanced wieder zur Verfügung.Vor der Veröffentlichung sollen mehrere reale SSDs vollständig durch beide Bedienmodi laufen. Die instrumentierte Regression ersetzt daher nicht die abschließenden praktischen Durchläufe.Einordnung

SSD Next hat sich laut Quelle von einem reproduzierbaren Benchmark zu einer umfangreichen Analyseplattform entwickelt. Moderne SSDs sollen sich nicht mehr allein anhand einiger sequenzieller Spitzenwerte und weniger Standardmessungen beurteilen lassen. Die wachsende Zahl technischer Funktionen machte die Bedienung jedoch zunehmend komplexer.

Der Consumer-Modus ist deshalb kein verkürzter Benchmark und keine separate Programmversion. Er stellt eine zweite Bedienebene innerhalb derselben Anwendung dar. Die Messmethodik bleibt unverändert, während technische Einstellmöglichkeiten und Engineering-Funktionen aus der sichtbaren Oberfläche entfernt werden. Consumer ist damit auf einen vollständigen Score und eine einfache Bedienung ausgerichtet, Advanced weiterhin auf die detaillierte Untersuchung von Latenzen, pSLC-Verhalten, Cachezuständen, Protokollen sowie Controller- und NAND-Informationen.

Seit Version 1.0.72 wurde SSD Next unter anderem um Latency & QoS, Media State / Cache Folding, High-Fill Cross-Fill, umfangreichere Historienfunktionen, Controller- und NAND-Diagnostik, zusätzliche NVMe-Auswertungen, verbesserte PDF-Berichte, JSON- und ZIP-Exporte sowie einen vollständigen Reimport erweitert. Diese Funktionen bleiben Bestandteil der gemeinsamen technischen Grundlage, sind im Consumer-Modus aber nicht vollständig sichtbar.

StärkenDer Consumer-Modus behält den vollständigen Messkern und das Score Model 2.0 bei.Consumer- und Advanced-Ergebnisse bleiben bei identischen score-relevanten Standardbedingungen direkt vergleichbar.Advanced-Einstellungen werden beim Wechsel nicht heimlich überschrieben.Die gemeinsame Codebasis vermeidet getrennte Programmversionen mit möglicherweise auseinanderlaufenden Messmethoden.Die erweiterten Diagnosefunktionen bleiben für technische Analysen vollständig verfügbar.EinschränkungenDas Release ist zum Zeitpunkt des Artikels noch nicht veröffentlicht, sondern für nächste Woche geplant.Die abschließenden Realtests mit mehreren SSDs stehen noch aus.Der Consumer-Modus bietet keinen Zugriff auf zusätzliche Analysepfade wie Latency & QoS, Media State / Cache Folding oder Full Span.Controller- und NAND-Erkennung sowie NVMe-Log-Probes, Flash-ID-Import und detaillierte Protokolldiagnostik bleiben Advanced-Funktionen.Fragen und AntwortenIst Consumer ein vereinfachter Benchmark mit weniger Messungen? Nein. Der Modus reduziert die Bedienentscheidungen, verwendet aber weiterhin die vollständige score-relevante Messfolge.Verwenden Consumer und Advanced unterschiedliche Scores? Nein. Beide nutzen Score Model 2.0, dieselben score-relevanten Tests und dieselbe Berechnung.Welche Bereiche sind im Consumer-Modus sichtbar? Im Wesentlichen die Consumer-Startseite, der Gesamtscore und die Historie.Bleibt der Advanced-Modus erhalten? Ja. Sämtliche bisherigen Reiter, Optionen und Diagnosepfade bleiben dort verfügbar.Wann soll SSD Next 1.0.105 erscheinen? Das Release ist für nächste Woche geplant, sofern die abschließenden Realtests keine weiteren Probleme zeigen.

Automatisch aus dem Artikelinhalt als redaktionelle, sichtbare Inhaltsübersicht erzeugt.

SSD Next ist in den vergangenen Monaten an einen Punkt gekommen, den ich bei der ursprünglichen Planung so wahrscheinlich selbst nicht erwartet hätte. Aus einem Benchmarkprogramm, mit dem sich SSDs möglichst reproduzierbar, nachvollziehbar und ein Stück weit näher an ihrem realen Verhalten untersuchen lassen sollten, ist inzwischen eine ziemlich umfangreiche Analyseplattform geworden. Das ist technisch natürlich erfreulich, denn gerade moderne SSDs lassen sich mit ein paar sequenziellen Spitzenwerten und den üblichen vier oder fünf Standardmessungen längst nicht mehr sinnvoll charakterisieren. Gleichzeitig ist aber auch etwas passiert, das mehrere Leser und Nutzer völlig zu Recht angesprochen haben: Wer einfach nur eine SSD vernünftig testen und am Ende einen belastbaren Gesamtscore erhalten möchte, steht inzwischen vor einer Oberfläche, die stellenweise eher an einen kleinen Messplatz als an ein klassisches Benchmarkprogramm erinnert.

Symbolbild

Genau daraus ist der neue Consumer-Modus entstanden, der mit der kommenden Version von SSD Next veröffentlicht werden soll. Die Idee kam nicht aus irgendeiner Marketingrunde und auch nicht aus dem Wunsch, noch schnell ein weiteres Schlagwort auf die Oberfläche zu kleben, sondern im Wesentlichen aus den Rückmeldungen der Community. Mehrfach kam sinngemäß dieselbe Frage auf: Muss man wirklich Latency & QoS, Media State, Cache Folding, Full Span, Controllerdiagnostik, pSLC-Detailparameter und diverse zusätzliche Auswertungen verstehen, nur um eine SSD sauber vergleichen zu können?

Die Antwort darauf ist übrigens eigentlich ziemlich einfach: Nein, muss man nicht. 😀

Das bedeutet allerdings ausdrücklich nicht, dass ich die Messmethodik für einen Consumer-Modus vereinfachen oder einen kleinen Schnelltest danebenstellen wollte. Genau das wäre nämlich der falsche Weg gewesen. Ein abgespeckter Benchmark mit einer verkürzten Messfolge, einer anderen Gewichtung oder einer eigenen Score-Skala würde am Ende nur dafür sorgen, dass es zwei scheinbar ähnliche Ergebnisse gibt, die sich methodisch aber nicht mehr sauber miteinander vergleichen lassen. Deshalb bleibt unter der Oberfläche alles beim selben Messkern. Consumer und Advanced verwenden dasselbe Score Model 2.0, dieselben score-relevanten Tests und dieselbe Berechnung. Der Unterschied liegt ausschließlich darin, wie viel davon der Anwender sehen, einstellen und beeinflussen muss.

Zwei Bedienebenen statt zwei verschiedener Benchmarks

Der neue Modusschalter sitzt direkt in der Kopfzeile und wechselt zwischen Consumer und Advanced. Wer SSD Next bereits verwendet, startet nach dem Update zunächst weiterhin in Advanced, weil ich niemandem nach einer Installation plötzlich einen Großteil der bisherigen Oberfläche wegblenden möchte. Wer anschließend auf Consumer umschaltet, kann diese Ansicht dauerhaft speichern und bekommt danach beim nächsten Start wieder die reduzierte Oberfläche. Im Consumer-Modus bleiben im Wesentlichen nur drei Bereiche sichtbar: eine eigene Consumer-Startseite, der Gesamtscore und die Historie. Damit ist die Oberfläche auf das reduziert, was jemand tatsächlich benötigt, wenn er eine SSD auswählen, vollständig testen und anschließend das Ergebnis einordnen möchte. Die ganzen Engineering- und Diagnosepfade verschwinden aus dieser Ansicht, bleiben aber natürlich vollständig im Programm erhalten. Das ist ein wichtiger Unterschied, denn Consumer ist nicht SSD Next Light. Es ist SSD Next mit weniger Bedienentscheidungen.

Unter der Oberfläche läuft weiterhin alles, was für einen vollständigen Score erforderlich ist. Dazu gehören Synthetic, pSLC Streaming, Video Stream und die Application Suite. Diese vier Messgruppen bilden auch in Advanced den score-relevanten Kern, und genau deshalb lassen sie sich im Consumer-Modus automatisiert ausführen, ohne dass man dafür den Nutzer durch sämtliche technischen Einstellmöglichkeiten führen muss. Die zusätzlichen Reiter Optimization Analysis, Latency & QoS, Media State / Cache Folding und Full Span gehören dagegen nicht in die Scoreberechnung. Sie sind Diagnosewerkzeuge, mit denen sich bestimmte Eigenschaften einer SSD deutlich tiefer analysieren lassen, die aber für einen vollständigen Gesamtscore nicht erforderlich sind. Dasselbe gilt für die umfangreichen Protokoll- und SSD-Informationsseiten, die im Advanced-Modus natürlich weiterhin zur Verfügung stehen.

Ich wollte dabei bewusst vermeiden, dass Consumer zu einem dieser Modi wird, bei denen „einfach“ letztlich nur bedeutet, dass weniger gemessen wird. Genau das passiert nicht. Der Consumer-Vertrag ist fest definiert und verwendet einen reproduzierbaren Standardsatz an Einstellungen, damit zwei Consumer-Läufe nicht deshalb voneinander abweichen, weil im Hintergrund noch irgendeine alte Advanced-Einstellung aktiv war. Synthetic läuft mit fünf Durchgängen und den für den Score relevanten Standardmessungen. Zusätzliche Analysepfade wie Capacity Scaling, ATTO-ähnliche Blockgrößensweeps oder Zero-Fill-Experimente gehören nicht zum Consumer-Lauf, weil sie für den Score nichts beitragen und eher der tieferen Charakterisierung dienen. Der pSLC-Test läuft ohne manuell gesetzten Hard-Cap und verwendet die etablierten Schutzmechanismen. Beim Video-Test kommt das feste 64-GB-Profil mit 4K60, 10 Bit und 4:2:2 zum Einsatz, und die Application Suite wird vollständig abgearbeitet.

Zwischen den einzelnen Modulen bleiben ReTRIM, definierte Ruhezeiten und die bestehende Zustandsnormalisierung erhalten. Consumer spart also nicht an der Methodik, sondern nur an der Zahl der Regler, die man vorher verstehen und einstellen muss. Das war für mich der entscheidende Punkt. Wenn jemand am Ende nur einen Score sehen möchte, muss er nicht vorher wissen, warum ein bestimmter pSLC-Hard-Cap existiert, wann ein Cross-Fill-Pfad sinnvoll wäre oder ob eine bestimmte Latenzmessung überhaupt in die Gesamtwertung eingeht. Wer sich dafür interessiert, wechselt einfach auf Advanced und bekommt wieder das komplette Werkzeug. Das geht übrigens auch mit jedem bereits in der History abgespeicherten Durchlauf im Nachhinein.

Die Scores bleiben direkt vergleichbar

Ein weiterer Punkt, der mir bei der Umsetzung wichtig war, ist die Vergleichbarkeit. Es gibt keine getrennte Consumer-Normierung, keinen eigenen Consumer-Score und auch keine versteckte Gewichtung, die dem einfacheren Modus irgendeinen Bonus oder Malus gibt. Wenn ein Advanced-Lauf mit denselben score-relevanten Standardbedingungen durchgeführt wird, ist das Ergebnis mit dem Consumer-Score direkt vergleichbar. Beide landen im selben Score Model 2.0 und werden aus denselben Messkomponenten berechnet.

Das mag zunächst selbstverständlich klingen, ist es aber nicht. Sobald man zwei Oberflächen oder Presets einführt, besteht schnell die Versuchung, dem einfacheren Modus noch eine kürzere Messdauer oder andere Parameter mitzugeben. Genau das wollte ich vermeiden, weil am Ende niemand mehr wüsste, ob ein Score aus Consumer nun wirklich dasselbe bedeutet wie ein Score aus Advanced. Bei SSD Next bedeutet die Umschaltung deshalb nur: Wie viel davon möchte ich sehen und konfigurieren? Nicht: Welche Messmethode möchte ich heute benutzen? Das ist der entscheidende Unterschied.

Advanced bleibt trotzdem das komplette(re) Werkzeug

Wer SSD Next bisher gerade wegen der tieferen Analysefunktionen verwendet hat, verliert selbstverständlich nichts. Advanced ist weiterhin genau der Modus, in dem sämtliche bisherigen Reiter, Optionen und Diagnosepfade sichtbar sind. Dort findet man weiterhin Synthetic, pSLC Streaming, Video Stream, Application Suite, Optimization Analysis, Latency & QoS, Media State / Cache Folding, Full Span, Gesamtscore, Historie, Protokoll und die inzwischen sehr umfangreichen SSD-Informationen. Auch die Controller- und NAND-Erkennung bleibt dort, denn genau solche Funktionen gehören meiner Meinung nach nicht auf die Startseite eines Consumer-Benchmarks. Dasselbe gilt für NVMe-Log-Probes, Flash-ID-Import, die detaillierte Protokolldiagnostik, verschiedene Media-State-Versuche oder die L4-Zustandspunkte aus der Latenzanalyse.

Für mich hat die Trennung noch einen angenehmen Nebeneffekt: Advanced darf künftig sogar noch technischer werden, ohne dass ich bei jeder neuen Funktion überlegen muss, ob das Programm für jemanden, der einfach nur einen normalen SSD-Test durchführen möchte, noch verständlich genug ist. Das war zuletzt immer öfter ein Zielkonflikt. Einerseits möchte ich bei Themen wie pSLC, Latenzen, Cachezuständen oder Controllererkennung nicht künstlich auf Details verzichten, nur damit die Oberfläche möglichst leer bleibt. Andererseits macht es wenig Sinn, jedem Nutzer automatisch sämtliche Engineering-Optionen ins Gesicht zu werfen, obwohl er vielleicht nur wissen möchte, ob seine neue SSD ordentlich performt. Mit zwei Bedienebenen lässt sich beides mämlich deutlich sauberer trennen.

Auch beim Wechsel zwischen den Modi habe ich darauf geachtet, dass keine versteckten Nebenwirkungen entstehen. Wenn jemand in Advanced beispielsweise einen eigenen pSLC-Hard-Cap gesetzt, ein anderes Videoformat gewählt oder bestimmte Diagnoseoptionen aktiviert hat, überschreibt der Consumer-Modus diese Werte nicht. Consumer verwendet während seines Laufs seinen eigenen festgelegten Standardvertrag, lässt die gespeicherten Advanced-instellungen aber vollständig in Ruhe. Nach dem Zurückschalten auf Advanced stehen die vorherigen Werte wieder genau so da, wie sie gesetzt wurden. Das klingt vielleicht nach einer Kleinigkeit, ist aber aus meiner Sicht eine der wichtigsten Bedingungen für den ganzen Ansatz. Ein UI-Modus darf niemals heimlich die Methodeneinstellungen des anderen Modus umschreiben. Deshalb wird genau dieses Verhalten inzwischen auch automatisch getestet. Der neue Contract prüft unter anderem, dass Consumer wirklich nur die vier score-aktiven Module startet, dass Engineering-Reiter ausgeblendet bleiben, dass Advanced-Einstellungen erhalten bleiben und nach dem Zurückschalten wieder unverändert vorhanden sind. Auch die Lokalisierung auf Deutsch, Englisch und Chinesisch ist Teil dieses Tests.

Die Community hat damit tatsächlich etwas am Programm verändert

Ich finde das insofern erwähnenswert, weil „auf Wunsch der Community“ gern zu einer ziemlich leeren Floskel verkommt. Diesmal war es aber tatsächlich genau so. Die Rückmeldungen haben nicht nur zu einem zusätzlichen Schalter geführt, sondern zu einer grundsätzlichen Trennung der Bedienkonzepte, denn ich hatte selbst gemerkt, wie die Bedienung komplizierter wurde. Meine eigene Sicht war lange ziemlich technisch geprägt. Wenn eine Funktion methodisch sinnvoll ist, dann möchte ich sie auch sehen und möglichst direkt erreichen können. Das funktioniert hervorragend, wenn man selbst ständig mit dem Programm arbeitet und genau weiß, warum dort welche Option steht. Für jemanden, der SSD Next erstmals öffnet, sieht das irgendwann aber anders aus. Und vielleicht ist es sogar ganz gesund, sich gelegentlich daran erinnern zu lassen, dass nicht jeder Nutzer wissen möchte, wie ein Block-Bootstrap funktioniert oder warum eine bestimmte Controllerfamilie trotz erkannter PCI-ID keinen Vendor-Read bekommt. Ihr kennt das ja: Manchmal möchte man einfach auf Start drücken und danach wissen, ob die SSD gut ist. Das soll jetzt möglich sein, ohne die eigentliche Messqualität dafür zu opfern.

Gerade deshalb finde ich den Consumer-Modus technisch fast interessanter, als es die reduzierte Oberfläche vermuten lässt. Was nach außen einfacher aussieht, verwendet nämlich intern denselben Unterbau, der in den letzten Versionen immer weiter ausgebaut wurde. Seit der älteren Version 1.0.72 sind unter anderem Latency & QoS, Media State / Cache Folding, High-Fill Cross-Fill, deutlich umfangreichere History-Funktionen, Controller- und NAND-Diagnostik, zusätzliche NVMe-Auswertungen, verbesserte PDF-Berichte, JSON- und ZIP-Exporte sowie ein vollständiger Reimport hinzugekommen. Viel davon bekommt ein Consumer-Nutzer gar nicht zu Gesicht, aber die Robustheit dieser Infrastruktur kommt natürlich trotzdem auch dem einfachen Modus zugute.

Ein recht schönes Beispiel dafür war zuletzt ein ungewöhnlich großer pSLC-Lauf auf einer WD_BLACK SN7100 mit 4 TB. Dort lag der Fehler nicht bei der SSD und auch nicht bei den NVMe-Daten, sondern in einer theoretischen Kombinationszahl des statistischen Rangtests. Der Mann-Whitney-Pfad hatte bei einer sehr großen Zahl an Samples eine mathematisch korrekte, aber völlig grotesk große Ganzzahl erzeugt, die mehr als 4600 Dezimalstellen besaß. Die Statistik selbst war nicht falsch. Problematisch war nur, dass diese Zahl als normales JSON-Metadatum gespeichert werden sollte, obwohl der Test längst über eine Normalapproximation arbeitete und die exakte Kombinationszahl überhaupt nicht mehr benötigte. Python beendete die Dezimalumwandlung schließlich an seiner Sicherheitsgrenze. Das ist inzwischen strukturell gelöst. Große Zuordnungsräume werden nur noch logarithmisch beschrieben, alte Läufe mit bereits vorhandenen Großzahlen können weiterhin verlustfrei exportiert und wieder importiert werden, und die globale Python-Sicherheitsfunktion bleibt aktiv. Solche Dinge sieht man im Consumer-Modus nie. Genau so soll es auch sein. Der Nutzer muss nicht wissen, warum ein Export mit einem 4617-stelligen Integer früher problematisch gewesen wäre. Er soll nur davon profitieren, dass er heute funktioniert.

Die neue Controllererkennung 

Ähnlich sieht es bei der Controller- und NAND-Erkennung aus. Dieser Bereich wurde in den letzten Versionen erheblich ausgebaut, bleibt aber bewusst Teil von Advanced. SSD Next arbeitet dort mit einem sehr konservativen Sicherheitsmodell. Controller werden zunächst möglichst passiv über Modell, Firmware, NVMe-VID und PCI-VID/DID eingeordnet. Nur wenn für eine konkrete Familie ein wirklich belegter, strikt nur lesender Pfad existiert, darf ein Vendor-Kommando automatisch ausgeführt werden. Bei Maxio ist das zum Beispiel bewusst nicht der Fall. Die bekannte Flash-ID-Sequenz benötigt ein C1-DATA-OUT-Setup, weshalb SSD Next den Controller zwar erkennen kann, die eigentliche Vendor-Abfrage aber blockiert.

Bei einer BIWIN NV7400 4 TB lässt sich heute trotzdem über Modell und die PCI-Kombination 1DEE:1602 der im eigenen Teardown gefundene Maxio MAP1602A-F3C sauber als Hardware-Referenz einordnen. Die NAND-Bestückung mit Micron B58R kann ebenfalls als externe Teardown-Evidenz angezeigt werden, ohne so zu tun, als hätte SSD Next diese NAND-ID direkt aus dem Laufwerk gelesen. Das ist genau die Art technischer Differenzierung, die ich in Advanced haben möchte und die in Consumer nur unnötig verwirren würde.

Zusammenfassung und Releasedatum

Eine separate Consumer-EXE hätte auf den ersten Blick vielleicht sogar naheliegend gewirkt. Ich halte das trotzdem für eine schlechte Idee. Zwei Programme bedeuten zwei Builds, zwei Konfigurationen, irgendwann unterschiedliche Fehlerzustände und im schlimmsten Fall zwei Messmethoden, die langsam auseinanderlaufen. Spätestens nach einigen Monaten müsste man ständig prüfen, ob ein Bugfix wirklich in beiden Varianten steckt. So viel Zeit habe ich gar nicht und es multipliziert die fehleranfälligkeit. Genau deshalb gibt es nur ein einziges SSD Next. Die Anwendung besitzt ab sofort zwei Bedienmodi, aber eine gemeinsame Codebasis, einen gemeinsamen Messkern und einen gemeinsamen Score. Das macht auch die weitere Entwicklung wesentlich sauberer, denn neue Funktionen können zunächst in Advanced entstehen und dort ausreifen. Wenn sich später herausstellt, dass ein bestimmter Aspekt auch für normale Nutzer sinnvoll ist, lässt sich gezielt entscheiden, ob und wie er in den Consumer-Workflow übernommen wird.

Der neue Consumer-Modus ist inzwischen implementiert und bereits Bestandteil der automatischen Testmatrix. Trotzdem möchte ich vor der Veröffentlichung noch mehrere reale SSDs vollständig durch beide Bedienmodi laufen lassen, denn eine instrumentierte Regression kann zwar sehr viel absichern, ersetzt aber nicht den Blick auf den tatsächlichen Workflow. Gerade bei Consumer ist mir wichtig, dass sich der Modus nicht nur technisch einfacher verhält, sondern sich auch tatsächlich einfacher anfühlt. Wenn ich nach dem Umschalten immer noch erklären müsste, welche sechs Optionen man vor dem Start am besten verändert, wäre das Ziel verfehlt. Das Release ist deshalb für nächste Woche geplant. Bis dahin geht es weniger um weitere Funktionen als vielmehr um die letzten praktischen Durchläufe, die Kontrolle der Oberfläche und ein paar Realtests mit unterschiedlichen Laufwerksklassen. Wenn dort nichts mehr auffällt, wird SSD Next künftig beides können: auf Wunsch ein vergleichsweise unkomplizierter SSD-Benchmark mit vollständigem Score sein und mit einem einzigen Umschalter wieder zu dem ziemlich technischen Analysewerkzeug werden, zu dem es sich inzwischen entwickelt hat.

Vielleicht lässt sich die Änderung am besten so zusammenfassen: Ich wollte SSD Next nicht einfacher machen, indem ich etwas herausnehme, sondern indem ich dem Nutzer die Entscheidung überlasse, wie viel davon er überhaupt sehen möchte. Consumer nimmt ihm die technischen Entscheidungen ab, die für einen normalen Score nicht erforderlich sind. Advanced lässt weiterhin alles offen und wird auch künftig der Ort sein, an dem neue Engineering-Funktionen zuerst landen. Unter beiden Oberflächen arbeitet trotzdem stets derselbe Messkern.

Damit bekommt jemand, der nur seine SSD testen möchte, künftig einen deutlich geradlinigeren Einstieg, während diejenigen, die wissen wollen, was hinter dem Ergebnis eigentlich passiert, weiterhin bis tief in Latenzen, pSLC-Verhalten, Cachezustände, Protokolle und Controllerdiagnostik abtauchen können. Und ganz nebenbei schafft diese Trennung auch für mich etwas mehr Freiheit, Advanced in Zukunft noch weiter auszubauen, ohne jedes Mal Angst haben zu müssen, dass beim nächsten Release aus dem Benchmark endgültig ein kleines Cockpit für SSD-Ingenieure wird. Der Volksmund nennt so etwas auch recht fies “overengineered” 😀

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Update auf igor’sLAB SSD Next 1.0.107: Kompaktmodus, Dark Mode, Community-Import und deutlich mehr Diagnose (Download)014.5912-09-2026
2RME Fireface UCX II, Audio Analyzer Next und die Audigy FX Pro im Nachtest auf dem Prüfstand – Audio-Messungen auf neuem Level07.5509-09-2026
3Audio Analyzer Next: Warum gute Audio-Hardware auch eine Messsoftware braucht, die weiß, was sie eigentlich misst (Download)010.8616-09-2026
4Insight Innovation: An dieser Technologie hängt Intels Comeback09.3726-09-2026
5DLSS 5 zur Gamescom 2026: 3D-Guided Neural Rendering zwischen klassischem Rendering und generativer Bildsynthese012.9101-09-2026
6Обновление Intel PresentMon 2.6.0 снижает нагрузку на ЦП до 78% и меняет игровую панель013.6726-09-2026
7Neue Analysten-Prognosen lassen Nvidia durch Decke schießen011.2327-08-2026
8Ну что, народ, эпохальный апгрейд официально завершен! Наконец-то полностью перетряхнул ...011.926-09-2026
9Счастливчик купил один 2-ТБ SSD со скидкой 60% и получил второй бесплатно из-за ошибки магазина021.1127-09-2026
10Энтузиаст создал открытую реализацию DLSS 5 Разработчик maanHimself представил OpenDLSS-NR. ...014.8426-09-2026

Классификация: . Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 9.06. Источник: www.igorslab.de.