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Scalable-Gründer warnt vor diesem Denkfehler beim Investieren: „Kurzfristig sicher, langfristig teuer“

Дата публикации: 28-09-2026 11:15:14

Erik Podzuweit fordert mehr Aktienbesitzer in Deutschland. Frühe ETF-Investments könnten den Vermögensaufbau deutlich fördern.

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Erik Podzuweit möchte vor allem jüngere Menschen dazu anregen, frühzeitig in ETF´s zu investieren und spricht sich für Finanzbildung in der Schule aus.

Erik Podzuweit möchte vor allem jüngere Menschen dazu anregen, frühzeitig in ETF´s zu investieren und spricht sich für Finanzbildung in der Schule aus.

plan shooting2 / Imazins/ Getty Images

  • Erik Podzuweit fordert mehr Mut von Deutschen beim Investieren in die Börse.
  • Nur jeder Fünfte über 14 Jahren investiert, was die Quote auf 40 Prozent verdoppeln könnte, sagt er.
  • Podzuweit kritisiert die Politik und empfiehlt frühzeitige ETF-Investitionen für breitere Teilhabe an Vermögen.

Erik Podzuweit will die Deutschen mutiger machen. Der Gründer von Scalable Capital fordert: Mehr Menschen müssen an der Börse investieren. Bislang tut das nur jeder Fünfte über 14 Jahren – die Quote soll sich mindestens verdoppeln.

Viele setzen weiter auf Girokonten oder Sparbücher. Die Inflation reduziert kontinuierlich den realen Wert der Ersparnisse. Was sich kurzfristig sicher anfühlt, führt langfristig zu Vermögensverlusten.

Sicherheit ist teuer

Podzuweit erklärt das mit deutschem Sicherheitsbedürfnis. Auch Versicherungsprodukte bleiben deshalb beliebt. „Diese Anlagen wirken kurzfristig sicher, kommen den Leuten aber langfristig teuer zu stehen“, sagt er im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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In den USA sieht der Unternehmer ein Vorbild. Dort investieren zwei Drittel der privaten Haushalte am Kapitalmarkt. Eine Verdoppelung der deutschen Quote auf 40 Prozent hält Podzuweit für realistisch.

Das Altersvorsorgedepot der Bundesregierung bewertet er als wichtigen Schritt. Selbst Kleinanleger sollten die Chance nutzen.

Internet statt Schulfach

Ein Schulfach für Finanzbildung wäre ideal. Doch darauf könne man im föderalen Deutschland lange warten, so Podzuweit. Immerhin biete das Internet hervorragende Quellen – von Personal-Finance-Portalen bis zu klassischen Medien.

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Podzuweit beobachtet zudem: Die Generation der 20- bis 40-Jährigen beschäftigt sich deutlich intensiver mit Geldanlage als frühere Jahrgänge.

Politik bremst Vermögensaufbau

Der Fintech-Gründer kritisiert die Politik. Sie habe private Vermögensbildung zunehmend unattraktiver gemacht. Die erhöhte Grunderwerbsteuer bei Immobilien schlucke gleich fünf bis sechs Prozent. Früher seien Kapitalerträge für private Anleger nach zwölf Monaten komplett steuerfrei gewesen.

Podzuweit schlägt Freigrenzen von 50.000 bis 100.000 Euro vor. So müsste der vermögende Erbe weiter zahlen – die breite Masse würde entlastet.

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Seine Empfehlung: So früh wie möglich anfangen. Kontinuierlich kleine Beträge in ein ETF-Depot investieren. Vom Versuch, mit Einzelaktien den Markt zu schlagen, rät er ab. „Da kriegt man eher Verluste, das weiß ich aus eigener Erfahrung“, sagt Podzuweit.

Investieren gegen Ungleichheit

Das Kernproblem wachsender Ungleichheit lasse sich nur durch Teilhabe lösen. „Indem ich an den Werten, die geschaffen werden, partizipiere“, erklärt Podzuweit. Das könne jeder durch Investitionen in Unternehmen – etwa über ETF-Sparpläne.

Die aktuelle Vermögensverteilung: Die Ärmeren haben nichts. Die Mitte versucht es mit Eigenheim oder Wohnung. Die Vermögenden besitzen Aktien. Viel mehr Menschen müssten zu Anlegern werden, fordert der Scalable-Gründer. Das mache zwar nicht jeden zum Millionär. Aber jeder stehe besser da als mit dem Sparbuch.

Podzuweit wünscht sich für Deutschland ein Volk von Unternehmern und Investoren, das seinen Mut wiedergefunden hat. Die deutsche Start-up-Szene stimmt ihn optimistisch – er erwartet von dort noch viel.

cb

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