Eine wichtige Auszeichnung hat Shida Bazyars Roman jetzt bekommen. Für zwei weitere steht er in der Endauswahl. Was macht das Buch der Berlinerin so besonders?
Es ist jetzt schon das Jahr der Shida Bazyar. Die Berliner Autorin ist in der internationalen Literaturwelt angekommen, seit die englische Übersetzung ihres Debüts „Nachts ist es leise in Teheran“ auf die Shortlist für den International Booker Prize gewählt wurde. Gewonnen hat dann zwar ein anderer Titel, doch dieser aufwühlende Roman über eine Familie zwischen Teheran und Deutschland (auf Deutsch bereits im Jahr 2016 erschienen) ist nun wieder im Gespräch.
Ganz frisch ist die Nachricht, dass Bazyars jüngstes Buch, der Anfang September erschienene Roman „Die Lücken“, nun den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis erhält. Die vom Deutschlandfunk und der Stadt Braunschweig gestiftete Auszeichnung ist mit 30.000 Euro dotiert. Bedeutende Kolleginnen und Kollegen wie Wolf Haas, Judith Hermann, Thomas Hettche, Katja Lange-Müller und Judith Schalansky füllen die Liste der bisherigen Preisträger.
In der Begründung der Jury ist von „sprachlicher Präzision, feiner Recherche“ und einer „ebenso raffinierten wie eleganten Komposition“ die Rede, die „einen der brisantesten Romane unserer Zeit“ ausmache.