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Ausstellung: Vielfältige Formen des Widerstands gegen das Nazi-Regime im Fokus

Дата публикации: 26-09-2026 13:00:00

Der Widerstand gegen den nationalsozialistischen Staat hatte viele Gesichter. Wie unterschiedlich sie waren, zeigt eine Ausstellung im Wasseralfinger Bürgerhaus.

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Stand: 26.09.2026, 15:00 Uhr

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"Was konnten sie tun?“: So heißt die Ausstellung, welche den facettenreichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus dokumentiert. Jürgen Menzel (Mitte) führte in die Ausstellung ein, die danach auch in Aalen, Ellwangen und Königsbronn zu sehen sein wird.

"Was konnten sie tun?“: So heißt die Ausstellung, welche den facettenreichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus dokumentiert. Jürgen Menzel (Mitte) führte in die Ausstellung ein, die danach auch in Aalen, Ellwangen und Königsbronn zu sehen sein wird. © Markus Lehmann

Der Widerstand gegen den nationalsozialistischen Staat hatte viele Gesichter. Wie unterschiedlich sie waren, zeigt eine Ausstellung im Wasseralfinger Bürgerhaus.

Aalen-Wasseralfingen. Sie druckten Flugblätter, halfen Zwangsarbeitern und Juden oder versuchten, Hitlers Terror-Herrschaft zu stürzen. Fast alle von ihnen wurden ermordet. Die Ausstellung "Was konnten sie tun?" zeigt jetzt informativ und anschaulich in der Museumsgalerie im Bürgerhaus die vielen Facetten und Gesichter des Widerstands gegen den Nationalsozialismus zwischen 1939 und 1945.

Wie stark ist die Demokratie?

In der Museumsgalerie gab es schon einmal eine Ausstellung zum Thema des Wasseralfinger Außenlagers des KZ Natzweiler. Die Aufarbeitung jenes dunklen Kapitels sei "extrem wichtig", erklärte Ortsvorsteher Josef Anton Fuchs. Auch heute stelle sich die Frage: "Wie weit ist man bereit, Widerstand zu leisten?" Oder ob man wie "das Kaninchen vor der Schlange" sitze. Gerade in Zeiten extremer politischer Strömungen sei es wichtig, demokratische Werte hochzuhalten. 

Die Ausstellung der Stiftung "20. Juli 1944" und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand reflektiere Geschichte sowie was man aus ihr lernen könne und stelle die Frage, wie stark unsere Demokratie sei, erklärte Jürgen Menzel in einleitenden Worten vor seiner Führung durch die Ausstellung. Sie zeige die vielfältigen Seiten des Widerstands während der NS-Diktatur. 

Viel Mut, oft wenig Ruhm

Die einzelnen Stationen zeigen Menschen, die sich widersetzten. Unter anderem mit Plakaten oder Flugblättern. Um den Völkermord zu bezeugen. Aber auch mit Initiativen, um damals Verfolgten konkret zu helfen. Die Gesichter hinter jeder Station sind nicht alles bekannte Namen. Sie zeigen, dass es viele Widerständler gab, die kaum oder selten in den Geschichtsbüchern auftauchen. Die prominentesten Namen sind Hans und Sophie Scholl, Georg Elser oder Claus Schenk von Stauffenberg. 

Solidarität statt Eigennutz

In die Schau eingebettet ist eine Sonderausstellung des Bunds für Heimatpflege Wasseralfingen. Dessen Vorsitzende Birgit Simon richtete den Blick auf Kurt Jooss, 1901 in Wasseralfingen geboren. Er gründete 1928 das "Folkwang-Tanztheater" in Essen. In den 1930er-Jahren galt es als "Wiege des deutschen Ausdruckstanzes". Weltbekannt wurde er als Choreograf des Stücks "Der grüne Tisch". Er sollte seine jüdischen Mitarbeiter entlassen. Jooss aber nahm sein Ensemble mit, zuerst in die Niederlande, dann nach England und schließlich in die USA. Sehr wahrscheinlich rettete er ihnen damit das Leben. 

Schau geht auf Tour

Diese Ausstellung, wünscht sich Menzel, der die Wanderausstellung nach Wasseralfingen brachte, sollte vor allem auch von jungen Menschen gesehen werden. Deshalb geht sie nach ihrer Station im Bürgerhaus in Wasseralfingen (bis Montag, 5. Oktober) ans Theodor-Heuss-Gymnasium, ins Jugendzentrum Ellwangen, an die Georg-Elser-Schule in Königsbronn und dann ins Um-Welthaus nach Aalen. 

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Классификация: Культура. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 11.13. Источник: www.schwaebische-post.de.