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Omnibus X als Modernisierungsmotor für den Pflanzenschutz nutzen

Дата публикации: 01-10-2026 07:19:57

IBMA, Dachverband der biologischen Pflanzenschutzmittelhersteller A/D: Brüssel, Stuttgart, Wien, (ots) - Der Herstellerverband IBMA fordert ambitioniertere Zulassungsbeschleunigung für alle biologischen Pflanzenschutzmittel und drängt auf die Umsetzung der Kernziele. Europas Landwirte sollen mehr produzieren und ...

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01.10.2026 – 09:19

IBMA, Dachverband der biologischen Pflanzenschutzmittelhersteller A/D

Brüssel, Stuttgart, Wien, (ots)

Der Herstellerverband IBMA fordert ambitioniertere Zulassungsbeschleunigung für alle biologischen Pflanzenschutzmittel und drängt auf die Umsetzung der Kernziele.

Europas Landwirte sollen mehr produzieren und zugleich die Umwelt besser schonen. Ohne neue, nachhaltige Pflanzenschutzmittel wird das kaum gelingen. Doch Innovationen erreichen den EU-Markt zu langsam: Europäische Zulassungsbehörden sind unter anderem durch Wiederbewertungen zur Zulassungserneuerung überlastet. Dafür wenden sie 50–90 % ihrer Ressourcen auf, während rund 80 neue Wirkstoffe in regulatorischen Engpässen feststecken, also Wirkstoffe, die die außereuropäische Konkurrenz bereits nutzt, um ihre Landwirtschaft nachhaltig zu modernisieren.

Mit dem Vereinfachungspaket OMNIBUS X will die EU-Kommission die Zulassung biologischer Pflanzenschutzmittel gezielt beschleunigen. Der IBMA fürchtet jedoch, dass EU-Parlament und EU-Rat mit ihren Vorschlägen dieses Ziel aus den Augen verlieren.

Keine faulen Kompromisse

Die Mitgliedsstaaten im EU-Rat wollen Vereinfachungsmechanismen nur risikoarmen Mitteln gewähren. Dabei funktioniert die Einstufung als Low Risk bei Pflanzenschutzmitteln seit Jahren kaum. Aktuell würden nur 40 % der biologischen Mittel profitieren: 33 % der Pheromone, 58 % der Mikroorganismen und 71 % der Naturstoffe müssten weiterhin den langsamen Zulassungsprozess durchlaufen.

Die Low-Risk-Kriterien und Prüfmethoden sind auf chemische Wirkstoffe ausgelegt. Naturstoffe bauen sich oft zu schnell ab, um Standardtests zu durchlaufen. Zudem sind diese auf Einzelsubstanzen ausgelegt und eignen sich kaum für komplexe natürliche Gemische oder wasserunlösliche Stoffe. Selbst ein Wirkstoff wie ein lebensmitteltauglicher Knoblauchextrakt fällt aus der Beschleunigungsspur, da bei unsachgemäßer Handhabung leichte Hautirritationen auftreten können.

Der IBMA setzt sich deshalb dafür ein, die Beschleunigungsmaßnahmen, wie von der EU-Kommission vorgesehen, auf alle biologischen Mittel anzuwenden, damit der Omnibus X nicht weitgehend wirkungslos verpufft. In anderen Ländern gelangen diese Mittel in 3-4 Jahren in den Markt, während es in der EU 7 bis 10 Jahre dauert.

Innovation ermöglichen

Im EU-Parlament hingegen gibt es Bestrebungen Ausnahmeregelungen zu lockern damit Landwirte in dringenden Fällen Wirkstoffe weiter nutzen können, die aus gutem Grund nicht mehr zulassungsfähig sind. Übersehen wird dabei, dass diese Lockerung mit einer Abwertung von innovativen und biologischen Lösungen einhergeht, was die Entwicklung moderner Anbau-Strategien behindert. Für den IBMA ist das das Gegenteil von dem, wofür der OMNIBUS X als Vereinfachungspaket vorgesehen ist. Dabei gibt es zahlreiche Praxis-Beispiele die belegen, dass biologischer Pflanzenschutz verlässliche Lösungen bietet.

Kernziel: Förderung des biologischen Pflanzenschutzes

Viele Maßnahmen des Omnibus X sind bereits in der EU-Zulassungsverordnung angelegt, sie werden aber nicht konsequent umgesetzt, da nationale Besonderheiten, komplexen Strukturen und die Überlastung der Behörden zügige Verfahren behindern. Der Kommissionsentwurf schärft deshalb die Verordnung nach, ohne hohe EU-Standards zu senken.

„Die Definition des biologischen Pflanzenschutzes, längere Zulassungsperioden, eine Zulassungszone statt drei, eine vorläufige Zulassung und die Priorisierung biologischer Wirkstoffe gehören zu den wichtigsten Beschleunigungsmaßnahmen des Omnibus X. Wir appellieren jetzt an alle Akteure, sich darauf fokussieren, dass biologische Pflanzenschutzmittel den Markt zügig erreichen, damit die Abhängigkeit von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln nach und nach reduziert werden kann. So wie es die EU-Nachhaltigkeitsdirektive vorsieht.“ erklärt Brigitte Kranz, die Geschäftsführerin des IBMA Deutschland/Österreich.

www.ibma-da.org

Pressekontakt:

PURKARTHOFER PR, +43-664-4121491, info@purkarthofer-pr.at

Original-Content von: IBMA, Dachverband der biologischen Pflanzenschutzmittelhersteller A/D, übermittelt durch news aktuell

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