Außer den Dormagener Zweitliga-Handballern selbst dürfte es nur wenige gegeben haben, die ernsthaft an einen Sieg beim Titelfavoriten geglaubt haben. Doch die junge TSV-Mannschaft trotzte am Sonntag allen Widerständen und schaffte die Sensation.
28.09.2026 · 16:57 Uhr
Der Moment der Gewissheit: Nach der letzten Parade stürmen alle Dormagener auf Torwart Christian Simonsen zu, um den Sieg über Leipzig zu feiern.
Foto: PICTURE POINT/Gabor KriegDormagen · Außer den Dormagener Zweitliga-Handballern selbst dürfte es nur wenige gegeben haben, die ernsthaft an einen Sieg beim Titelfavoriten geglaubt haben. Doch die junge TSV-Mannschaft trotzte am Sonntag allen Widerständen und schaffte die Sensation.
Dem letzten Leipziger Angriff sechs Sekunden vor der Schlusssirene stellte sich Dormagens Florian Boehnert mit aller Vehemenz in den Weg und verhinderte so eine möglicherweise entscheidende Aktion von Spielmacher Dean Bombac. Weil er den Slowenen dabei im Gesicht traf, kassierte er seine dritte Zwei-Minuten-Strafe und damit die Rote Karte, so dass er sich die entscheidende Szene des Spiels von außen angucken musste. Bei einer 27:26-Führung der Gäste bekamen die Gastgeber noch einen Freiwurf, den Scharfschütze Matej Klima aber nur noch so über den Block bekam, dass er eine leichte Beute für TSV-Keeper Christian Simonsen war. Anschließend stürmten die gesamte TSV-Bank auf den 26-Jährigen zu, begrub ihn unter sich, um den sensationellen Außenseitersieg beim Titelfavoriten Nummer eins der 2. Handball-Bundesliga zu feiern.