Weniger Vermögen, geringere Aufstiegschancen: Die zuständige Staatsministerin der Bundesregierung spricht im Podcast-Interview über die Nachteile für Ostdeutsche und die Erfolge der Einheit.
Frau Kaiser, 36 Jahre nach der Einheit ist der Osten immer noch benachteiligt, etwa bei der Teilhabe in Führungspositionen und beim Vermögen. Wo hat die Politik versagt?
Zunächst muss man die positiven Seiten der Bilanz sehen: Wirtschaftlich sind viele Teile Ostdeutschlands Aufhol- oder Überholregionen, etwa in der Halbleiterindustrie oder der Biochemie. Im Osten boomt auch der Tourismus mit vielen modernisierten Städten und renaturierten Landschaften. Auf diese Leistungen und Errungenschaften können die Menschen sehr stolz sein.
In der Tat haben wir aber noch Unterschiede bei den Einkommen und der Wirtschaftsstruktur, weil die Konzernzentralen nach wie vor im Westen sitzen. Auch die Vermögensstrukturen unterscheiden sich weiterhin deutlich, aber das ist nicht nur ein Ost-West-Thema. Vermögen in Deutschland ist sehr ungleich verteilt und konzentriert sich beim obersten Prozent, das macht unsere Gesellschaft ungleicher und muss gerechter aufgeteilt werden.
Was wollen Sie dagegen tun?
Gerade junge Menschen wollen durch Fleiß und gute Bildung etwas erreichen. Aber in der Realität erleben sie dann, dass meist doch das Vermögen und das Einkommen der Eltern sowie Beziehungen und Netzwerke eine große Rolle spielen. Das ist eine zentrale Gerechtigkeitsfrage, an die wir ranmüssen. Deshalb fordern wir als SPD die Besteuerung von Vermögen und eine gerechtere Erbschaftssteuer.
Für die Darstellung des Podcasts aktivieren Sie bitte „externe Inhalte“.
Sie können den Podcast auch auf Spotify, Apple, Youtube oder der Podcast-Plattform Ihrer Wahl hören.
Empfohlener redaktioneller Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.
Externen Inhalt anzeigen
Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Ostbeauftragte: Westdeutsche haben doppelt so viel Vermögen wie Ostdeutsche | 0 | 8.89 | 30-09-2026 |
| 2 | „Gedankliche Wende in der Wirtschaftspolitik“: Ökonomin will Lebensmittelpreise staatlich deckeln | 0 | 7.95 | 02-10-2026 |
| 3 | Renten-Expertin: Lehrer müssen nicht verbeamtet werden | 0 | 14.76 | 08-09-2026 |
| 4 | Захарова: европейские элиты окончательно завели ЕС в тупик собственной политикой | 0 | 8.4 | 30-09-2026 |
| 5 | Nach den Wahlen: Unionsfraktion ringt um Reformkurs | 0 | 10 | 22-09-2026 |
| 6 | Debatte um Koalition und Kanzler: Merz beim Unternehmertag | 0 | 10 | 15-09-2026 |
| 7 | Мишустин: страны ЕАЭС покупают газ в пять раз дешевле, чем Европа | 0 | 14.35 | 02-10-2026 |
| 8 | Решетников: Россия сохраняет открытую экономику, несмотря на санкции | 0 | 10 | 01-10-2026 |
| 9 | Захарова: Канье Уэст не извинился перед русскими за похвалы Гитлеру | 0 | 6.23 | 27-09-2026 |