Seit über vier Jahren führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick.
Heute, 19:33
NZZ-Redaktion
Russische Drohnen treffen Autos in Charkiw - Zwei Tote
Beim Angriff russischer Kampfdrohnen in der ostukrainischen Oblast Charkiw sind mindestens zwei Personen getötet worden. Die Drohnen hätten zwei Privatautos verfolgt und getroffen, teilten die regionalen Behörden mit. Ein Beifahrer in einem der Autos sei schwer verletzt worden. Nach Angaben der Behörden sei im Tagesverlauf eine Reihe von Fahrzeugen von russischen Drohnen angegriffen und zerstört worden. Dabei sei jedoch niemand zu Schaden gekommen.
Bereits am Vortag waren bei einem russischen Luftangriff auf Charkiw nach offiziellen Angaben zwei Personen ums Leben gekommen. Weitere 32 Menschen seien durch Gleitbomben verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Synjehubow auf Telegram mit.
Heute, 16:04
NZZ-Redaktion
Ein Toter bei russischem Angriff auf Frachter in Odessa
Bei einem russischen Angriff auf einen Frachter im Hafen der ukrainischen Küstenstadt Odessa ist ein Besatzungsmitglied getötet worden. Drei weitere Matrosen wurden bei dem Angriff verletzt, wie die Hafenbehörden auf Telegram mitteilten. 13 weitere Mitglieder der Besatzung des unter liberianischer Flagge fahrenden Frachters wurden demnach an einen sicheren Ort evakuiert.
Die Attacke wurde als weiterer gezielter Angriff Russlands auf die zivile Schifffahrt verurteilt. Zur Nationalität der Opfer des Angriffs wurden keine Angaben gemacht.
Das russische Militär behauptete unterdessen, einen mit militärischen Gütern beladenen Frachter in Odessa angegriffen und beschädigt zu haben. Nach Lesart der russischen Militärs sind alle von ihnen angegriffenen Schiffe in ukrainischen Häfen mit militärischen Gütern beladen.
Heute, 13:56
NZZ-Redaktion
Moskau warnt Ausländer erneut vor Aufenthalt in Kiew
Das russische Aussenministerium hat ausländische Besucher und Diplomaten erneut vor einem Aufenthalt in der ukrainischen Hauptstadt Kiew gewarnt. Sie sollten vielmehr die Stadt verlassen oder sich nicht in der Nähe von militärischen Objekten und Regierungsgebäuden aufhalten, heisst es weiter in einer Mitteilung des Aussenamts in Moskau.
Als Grund nannte das Ministerium, dass die russischen Streitkräfte «als Reaktion auf die terroristischen Aktionen der ukrainischen Streitkräfte gegen die Zivilbevölkerung und die zivile Infrastruktur unseres Landes (Russlands) weiterhin systematisch gezielte Schläge gegen militärische Ziele in Kiew und anderen ukrainischen Städten führen.»
Heute, 12:14
NZZ-Redaktion
Russische Drohnen und Raketen: Moldau meldet Einschläge
Russische Drohnen sind laut offiziellen Angaben auf moldauischem Staatsgebiet eingeschlagen. «Fünf russische Luftangriffswaffen, darunter ‹Banderol›-Raketen und Drohnen, haben unseren Luftraum verletzt und sind auf unserem Boden explodiert», schrieb die moldauische Präsidentin Maia Sandu auf der Plattform X.
Laut Armeeangaben waren Explosionen in Ortschaften im südöstlichen Teil Moldaus zu hören. Zu möglichen Opfern oder Schäden gab es keine Angaben. Im angrenzenden südukrainischen Odessa gab es zu den genannten Zeiten allerdings keinen Luftalarm.
Gestern, 06:10
NZZ-Redaktion
Ein Toter nach russischen Drohnenangriffen in Kiew – Brücken gesperrt
Bei russischen Drohnenangriffen ist in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens eine Person getötet worden. Zwei weitere seien verletzt worden, teilte die Stadtverwaltung bei Telegram mit. Eine Drohne sei in ein Wohnhaus im Ostteil der Stadt eingeschlagen.
Zudem wurden in der Dreimillionenstadt mehrere Brücken über den Fluss Dnipro gesperrt. Bürgermeister Witali Klitschko informierte über einen weiteren Drohneneinschlag auf der Südbrücke. Über diese führen eine U-Bahn-Linie und eine Strassenverbindung. Eine weitere Strassenbrücke wurde komplett und eine andere zum Teil gesperrt. Informationen zu Drohneneinschlägen gab es jedoch nicht. Insgesamt sieben Brücken für U-Bahn, Eisenbahn und Strassenverkehr verbinden den Ost- und den Westteil Kiews.
Das russische Verteidigungsministerium in Moskau machte lediglich Angaben zu Drohnenattacken auf eine für die ukrainische Militärlogistik wichtige Strassen- und Eisenbahnbrücke. Dazu sei auch ein Umspannwerk westlich von Kiew angegriffen worden.
Donnerstag, 1. Okt., 20:37
NZZ-Redaktion
Putin: Russland weiterhin zu Verhandlungen bereit
Laut Aussagen von Wladimir Putin ist Russland weiterhin bereit, Verhandlungen mit der Ukraine aufzunehmen und schnellstmöglich abzuschliessen. Das sagte Putin in Moskau beim politischen Waldai-Diskussionsforum vor internationalen Experten.
Eine echte Gesprächsbereitschaft Moskaus wird von Kiew, seinen westlichen Verbündeten und Beobachtern allerdings stark angezweifelt. Laut Putin hat die Ukraine die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit Drohnenangriffen während der Wahl in Russland verzögert. Moskau sei bereit gewesen, die Verhandlungen zur Ukraine am 21. September, einen Tag nach den Wahlen zur Staatsduma, wieder aufzunehmen, sagte Putin.
Donnerstag, 1. Okt., 18:29
NZZ-Redaktion
Selenski verkündet ersten Einsatz eigener ballistischer Rakete
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben erstmals eine selbst entwickelte taktische ballistische Rakete des Typs FP-7 im Krieg mit Russland eingesetzt. «Der erste Kampfeinsatz. Ich danke für das Ergebnis», teilt Wolodimir Selenski auf sozialen Netzwerken mit. Die nächste Aufgabe sei die Ausweitung der Raketenproduktion. Zum Ziel macht der Präsident keine Angaben, veröffentlicht aber ein Video eines nächtlichen Raketenstarts.
Donnerstag, 1. Okt., 17:41
NZZ-Redaktion
Putin: Keine Angriffe auf Waffenlieferanten im Westen
Russland plant nach den Worten von Kremlchef Wladimir Putin keine Angriffe auf westliche Waffenlieferanten, die Rüstungsgüter für die Ukraine produzieren. Die Lage sei zwar eine Bedrohung, aber bisher behalte Russland das lediglich im Blick, sagte Putin in Moskau beim politischen Waldai-Diskussionsforum vor internationalen Experten. Eine grössere Bedrohung sei, dass westliche Staaten der Ukraine Satellitendaten für Angriffe auf Russland zur Verfügung stellten, sagte er.
Zuvor hatte etwa der Vizechef des nationalen russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, mit direkten Schlägen gegen deutsche Produktionsstätten für Militärtechnik gedroht. «Wir bedrohen niemanden, wir haben nicht vor, jemanden anzugreifen - weder im Jahr 2029 noch 2030 noch 2050», sagte hingegen Putin.
Donnerstag, 1. Okt., 16:46
NZZ-Redaktion
Putin nennt westliche Ukraine-Unterstützung eine Bedrohung für Russland
Wladimir Putin sagte bei einer Rede in Moskau, die Ukraine wäre ohne technische Unterstützung aus dem Westen nicht in der Lage, Angriffe im Landesinneren Russlands durchzuführen. Das komme einer direkten Beteiligung am Konflikt gleich.
Donnerstag, 1. Okt., 15:38
NZZ-Redaktion
Russland schiesst ukrainisches Kampfflugzeug ab
Die ukrainische Luftwaffe hat ein weiteres Kampfflugzeug im Krieg mit Russland verloren. Die MiG-29 sei während eines Kampfeinsatzes durch eine russische Rakete abgeschossen worden, teilte das ukrainische Militär auf Telegram mit. Der Pilot habe noch den Schleudersitz ausgelöst, den Absturz jedoch nicht überlebt. Zuvor habe der Kampfjet einen Angriff an einem ungenannten Frontabschnitt geflogen.
Die ukrainische Luftwaffe hat nur wenige einsatzfähige Kampfflugzeuge. Nach offiziellen Angaben verlor sie bei Kampfeinsätzen im Juni und August zwei weitere MiG-29-Kampfflugzeuge.
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